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    Erklärung vorweg: Ich habe bei Google sogenannte Alerts gebucht. Da kann man über Sichworte bestimmte Themen anfordern aus der Presse etc. und es werden täglich Links zu Berichten mit den Stichworten mit E-Mail geschickt.
    Ich habe z.B. die Stichworte "Prostitution u. Prostituierte" bestellt. So bekomme ich täglich Informationen zu den Stichworten. Einen Bericht möchte ich euch einfach mal zur Verfügung stellen, um den Schweizern einen Einstieg in Verhältnisse anderer Länder zu geben.
    Keine Angst, ich werde jetzt euch nicht haufenweise mit Online-Presseberichten über das Gewerbe belasten. Zudem sollte man solche Presseartikel auch etwas vorsichtig behandeln, weil sie z.T. bewußt gesteuert sind um Stimmung gegen den Paysex zu machen. Für mich sind sie aber immer wieder interessant, so kann man auch über gesetzliche Veränderungen lesen und Rückfrage beim Steuerberater oder evtl. beim Rechtsanwalt halten.

    Den Bericht, den ich hier reinkopiere, auf den bin ich durch eine Mail vom Google-Alerts vom 29.12.2009 aufmerksam geworden.







    LG
    Andrea

    Eigentlich wollte ich mich aus euren Erlebnisberichten raushalten, aber ich möchte zu dem Bericht von ch@os einfach nur kurz auf eingehen.

    ch@os, mir imponiert deine Ehrlichkeit und Offenheit, daß du offen berichtets, daß du Probleme hattest. Ich möchte dir einfach nur sagen, daß du kein Einzelfall bist, daß es häufiger vorkommt als man glaubt. Mache dir nicht zuviel Gedanken darüber, es war sicher nur für einen Moment, daß du Probleme mit dem "Stehvermögen" hattest.
    Wir sind daran gewöhnt und können auch damit umgehen. Wichtig ist, daß du trotzdem die Zeit mit Monica in der Gesamtbeurteilung nicht nur gegativ siehst.
    Setze dich jetzt nicht unter Druck.

    Liebe Grüße und beim nächsten Mal wird es sicher problemlos klappen!

    Andrea

    Gute Antworten vom chomi, Jupiter und hiskala!

    Ich sehe an euren Antworten, daß ihr euch sehr in eine solche Situation hereingedacht habt. Nur war meine Frage sehr hypothtisch gestellt und ist für mich kein aktuelles Problem, sondern ein Problem einer meiner Kollegin. Eure Antworten haben mir sehr geholfen, haben sie nicht nur meine Meinung bestätigt, sondern mir auch Argumentatiosnholfen gegenüber meiner Kollegin gegeben. Ich bitte euch um Verzeihung, daß ich euch quasi mißbraucht habe um Antworten von erfahrenen Fremdgängern aus dem P6 zu erhalten.
    hiskala, du bist sehr tiefgründig in deinen Gedanken gegangen, die aus beiden Sichtweisen deutlich die Problematik aufzeigen, die ich mal als "Beziehung mit Prostituierten" titulieren möchte. Deine Gedanken sind auch für solche Männer sehr wichtig, die sich in eine Prostituierte verlieben.

    Hier wurden auch ansatzweise meine Vorstellungen über mein privates und berufliches Leben angesprochen bzw. angefragt. Da habe ich klare Vorstellungen, wie meine Zukunft aussehen soll, wie ich mich für die Zukunft nicht nur absichere sondern auch dabei bin mir für den Zeitpunkt, wenn ich aussteige eine Perspektive habe, an der ich schon jetzt bastele. Dazu wurden unter dem Thema "Fragen an Andrea" auch schon entsprechende Fragen gestellt. Nur bin ich in Verzug, aber werde dort bis spätestens Sonntagabend (am Sonntag ist mein freier Tag) Rede und Antwort stehen. Ich habe halt gemerkt, daß es für mich schwieriger ist, auf eine Latte von Fragen zu antworten, als hier und da mal bei anderen Themen meine Meinung einstreuen zu lassen. Nichtsdestowenigertrotz stellt dort ruhig weiter Fragen. Ich habe die bisherigen offenen Fragen alle auf meinen Rechner kopiert, um sie in Ruhe Frage für Frage abzuarbeiten und dann in einem Rutsch zu beantworten.

    Ich danke nochmals chomi, Jupiter und hiskale für ihre deutlichen Worte.

    LG
    Andrea





    Hallo Zendo,
    ich habe jetzt schon einige deiner Fragen gelesen. Hast du dich verlaufen? Bist du im falschen Forum. Du fragst die Jungfrauen und Jungmänner, wie sie dazu stehen. ob es ihnen peinlich ist oder sie stolz darauf sind?

    Glaubst du tatsächlich, daß sich hier Jungmänner und Jungfrauen en Maß in diesem Forum tummeln, die dir dann freudig ihre Meinung kundtun?


    Alle anderen in diesem Forum frage ich, wer ist denn dieser Zendo, der so tolle Fragen stellt. Ich habe das Gefühl einige kennen ihn. Ist er ein verträumter Typ, der in einer anderen Welt lebt. Man kann doch solche Fragen nicht ernst nehmen!

    LG
    Andrea

    Ich möchte aus meiner Sicht einen Aspekt einwerfen, der mir beim lesen des Themas durch den Kopf geht.
    Ich stelle mir vor, ich habe einen Partner, nicht bei meiner Arbeit kennengelernt, der weiß was ich mache und es toleriert bzw. mir sagt, er hat keine Probleme damit.

    Ich bin gerade am überlegen, wie würde ich reagieren, wenn ich erführe, er geht auch zu Prostituierten. Wie würde ich reagieren? Ich weiß es nicht.
    Ich, dich als Prostiutierte arbeite und ein anderes Verhältnis zur Prostitution habe als "normale" Ehefrauen bzw. Partnerinnen und einen Partner habe der zu meiner Überraschung auch Kolleginnen besucht, ohne daß ich es weiß.
    Wo ist da bei mir die Grenze, akzeptiere ich es oder bin ich enttäuscht, gar das Gefühl habe betrogen zu werden. Kann dann so eine Belastungsprobe unserer Beziehung standhalten. Wie gehe ich damit um, daß mein Partner sich seinen Sex bei Prostituierten holt, was mache ich falsch in unserer Beziehung? Weshalb geht er zu einer Prostituierten? Wäre ich gar verletzt? Wäre ich eifersüchtig?

    Ich weiß es nicht, wie ich reagieren würde, diese Frage ist für mich sehr hypothetisch, als das ich sie beantworten kann. Ich die selbstbewußte Frau, die nun am zweifeln ist, am überlegen, was wäre wenn ...?

    Andrea

    [INDENT]eronero, danke für deinen Einwand, der berechtigt ist aber Karl Martinez hatte sich etwas unglücklich ausgedrückt. Aber es ist etwas dran an dem, auf daß du hingewiesen hast.


    massagefan, du hast einige sehr wichtige Fakten aufgezählt, die die Diskussion hier abrunden. Danke dafür.


    Karl Martinez, nein ich bin jetzt nicht noch mehr verärgert. Vielmehr hast du einiges zurechtgerückt. Für mich ist es absolut in Ordnung, es ist halt der Blickwinkel, aus dem man die Sache betrachtet. Wir sind uns einig, daß es eben nicht nur gute Bedingungen gibt für uns Prostituierte, so wie es auch für die Gäste Situationen gibt, die nicht in Ordnung sind. Ich möchte dir auch noch ein Kompliment aussprechen, daß du dich meiner Kritik gestellt und geantwortet hast. Dafür auch ein DANKE und mein Lob an dich.

    [/INDENT]Ich glaube das Thema ist nun sehr ausdiskutiert, weitere Wortmeldungen wären Wiederholungen und es ist aus meiner Sicht alles geschrieben.

    Gelernt habe ich auch etwas aus der Diskussion. Ich habe gestern abend im Club im Duschbereich eine Kollegin heftig angemacht, weil ich ihr Verhalten unschön fand, weil ich emotional angefressen war. Später habe ich mich bei ihr entschuldigt und wir haben die Sache bereinigt. Wichtig ist bei Meinungsverschiedenheiten darüber zu reden und nicht zu schweigen. Manchmal oder sogar öfter ist es besser, etwas erst sacken zu lassen und dann erst reagieren und klären.

    LG
    Andrea

    beat-privat:

    Zitat


    Das Thema ist ausgelutscht, oder doch noch nicht?



    Das stimmt sicher, aber ich fühle mich aufgefordert, zu der Feststellung von Karl Martinez Stellung zu beziehen.

    Ich bin überzeugt, dass Frauen die ihren Job seriös machen und nicht nur auf das grosse Geld aus sind mit Testern keine Probleme haben sollten. Damen, die aber nur auf die Abzocke ihrer Gäste erpicht sind, dürften sicherlich bei den Testern auch nicht gut ankommen und werden auch diejenigen sein, die sich gegen Tester vehement zur Wehr setzten.




    Lieber Karl Martinez,
    du bist wie ich festgestellt habe eine sehr starke Persönlichkeit in diesem Forum, nicht nur wegen der vielen Erlebnisberichte, sondern auch für deine Meinungen, die du vehement zum Ausdruck bringst. Aber mit der vorgenannten von mir zitierten Festsellung von dir bist du zu weit gegangen.. Ich setzte mich gegen Tester zur Wehr, aber ich gehöre deshalb nicht zu den Frauen, die auf Abzocke aus sind, und viele meiner Kolleginnen auch nicht, die die gleiche Meinung wie ich vertreten. Ich gehöre wie manche meiner Kolleginen, z.B. Tanja aus Regensburg, Nina-FFM usw, zu der Spezies, die ihren Job nicht nur wegen des Geldes machen und sich ansonsten um nichts weiteres kümmern, sondern sich auch für die Rechte von Prostituierten einsetzen. Mißstände müssen angesprochen werden.
    Wenn Mißstande angesprochen werden, profitieren auch unsere Gäste langfristig, wenn geregelte Arbeitsbedingungen herrschen.
    Man sollte diejenigen von uns Frauen, die andersdenkend sind, weil sie sie für die Masse von uns Frauen einsetzen und Mißstände bekämpfen, nicht in die Kategorie oder Schublade abtun, das sind ja die, die motzen nur, die zocken nur ab.

    Ich würde mich freune, wenn du diesen Absatz von dir, den ich hier angesprochen habe, noch einmal überdenkst. Ich bin zwar sauer über das was du geschrieben hast, aber ich bleibe sachlich, ich beschimpfe dich nicht und vor allem schiebe ich dich nicht in eine dieser Schubladen, dessen was du geschrieben hast, sondern suche den Dialog mit dir.

    Ich könnte mir weiss Gott besseres vorstellen, als hier zu schreiben, denn es bringt mir kein einzigen Cent ein, eher kostet es mich Zeit und macht es mir Arbeit.

    LG
    Andrea

    Da wir immer wieder über die Befindlichkeit der Girls hier schreiben, wären auch weibliche Stimmen willkommen. Geld für die Zeit - oder Geld für Sex ? Die erste Version bringt enormes Einkommen, aber Verkehr non-stop.



    Sollte ich da angesprochen sein?

    Ich möchte unterscheiden zwischen zwei Arbeitsplätzen, an denen ich beide arbeite:
    [INDENT]Salon bzw. Studio:
    An diesem Arbeitsplatz hast du mehr Leerlauf. Die Wartezeiten sind länger. Kommt ein Gast, hat er die Auswahl zwischen mir und den anderen Kolleginnen. Und natürlich bist du nicht immer die Auserwählte. Wenn das am Tag öfter vorkommt, ensteht schon Neid auf andere Kolleginnen. Insofern bin ich dann froh, wenn ein Gast sich für mich entscheidet. Du bist froh, daß der Gast dich augewählt hat, denn er bringt dir das notwendige Geld für deinen Lebensunterhalt und deine Fixkosten. Dabei ist erst einmal egal, ob sich der Gast für nur 20 Min. (sofern vom Studio angeboten), 30 Minuten oder 60 Minuten oder gar länger (kommt sehr selten vor, eher bei Stammgästen) entscheidet. Jeder Gast, der sich für mich entscheidet bringt Geld. Selbstverständlich sind die Gäste willkommener, die länger bleiben.

    Club:
    Ich selber arbeite lieber im Club. Und mir sind da Gäste lieber, die sich für eine längere Zeit (ab 30 Minuten) entscheiden. Im Club ist mir wichtig, im Gegensatz zum Studio, ich habe im Club meistens eine Vorlaufzeit bis wir auf das Zimmer gehen. Für mich ist das Kennenlernen sehr wichtig. Zu merken wie der Gast auf dieses oder jenes reagiert, auch zu spüren, wie er zur Frau steht. Ist er eher ein Genießer oder mehr ein Rammler, der mehr oder weniger nur an sich denkt. Aber natürlich ist es wichtig, daß ich auch zum Zuge komme, also ein Gast sich für mich entscheidet.
    Es geht natürlich vordergründig immer um das Geld. Aber wie nun das gemeinsame Liebesspiel abgeht, ist zumindest für mich auch wichtig. Komme ich mit einem Gast vom Zimmer zurück, und wir haben geduscht, und er bleibt noch, setzte ich mich gerne noch einige Minuten zu ihm, so quasi als Abschluß. Dies kostet mir evtl. Geld, weil ein anderer Gast, er sich auf mich konzentriert hat, erst einmal nicht zum Zuge kommt.

    [/INDENT]Ich hoffe, ich so in etwa das beantwortet, was du hören wolltest. Viele Fragen kann zumindest nicht ich mit nur ja oder nein beantworten, weil Fragen zu zwischenmenschliche Beziehungen, auch wenn sie nur 30 Minuten oder etwas mehr andauern, nicht nur mit Ja oder Nein beantwortet werden können. Was in unseren Job wichtig ist, daß nicht nur die anderen Kolleginnen zum ZUge kommen, sondern du selber auch. Sonst wirst du vom Selbstzweifeln gequält und fragst was du falsch machst, ob dein Körper, dein Auftreten oder irgend etwas anderes nicht in Ordnung ist, daß nur die Kolleginnen ausgewählt werden. Kommen alle zum Zug, ist die Stimmung allgemein und auch deine Stimmung in Ordnung.

    Für beide Arbeitsplätze gilt, kommen keine Gäste oder nur wenige, fühlst du dich an diesem Arbeitsplatz nicht wohl und orientierst dich nach kurzer Zeit nach einem anderen Arbeitsort.

    Es gibt den Spruch: "Geld regiert die Welt", das gilt auch bei uns in unserer Arbeit.

    Andrea
    [INDENT]
    [/INDENT]

    Das kann ich so nicht glauben, Kopfsache-Blockade.
    Du willst es einfach nicht machen.




    Big Daddy,
    doch Kopfsache und Blockaden gibt es. Ich will es dir an einem guten Beispiel aufzeigen.
    Ich erlebe es öfter als ihr glaubt, oder es in eurem Erlebnisberichten zugebt, daß es beim Sex mit einem Gast zu Erektionsproblemen beim Gast kommt. Oftmals hat dies keine organischen Gründe, sondern es ist eine Blockade für einen Moment, der Kopf spielt nicht mit.
    Für mich ist das ein ganz normaler Vorgang. Wichtig ist es in solchen Momenten, den Gast nicht auszulachen, mit ihm kurz darüber offen reden und verständnisvoll mit seinerr niedergeschlagenen Stimmung umzugehen. Auf die vielfältigen Gründe, weshalb es zu den augenblicklichen Erektionsstörungen gekommen ist, will ich jetzt nicht eingehen, es würde vom eigentlichen Thema ablenken.

    Und nach einer Pause und einer neuen Aufwärmphase sind die Probleme oftmals beim Gast verschwunden und seine MÄNNLICHKEIT ist wieder voll da.

    LG
    Andrea

    Nun kommt mal wieder auf den Boden zurück. Ich finde es normal, daß es hier mehrere Lager mit unterschiedlichen Meinungen gibt. Bei dem Thema bleibt es doch nicht aus. Folglich gibt es auch persönliche Anfeindungen, weil viele im Forum sehr ernsthaft dabei sind.
    Mir ist es lieber jeder hat seine Meinung und steht dafür ein, als daß es so ist, jeder würde sich nach dem Wind drehen und keine eigene Meinung haben.
    Ich nehme es keinem übel, wenn er nicht mit meiner Meinung konform geht. Es hat doch auch etwas mit Egoismus zu tun, daß man seine Meinung verteidigt. Ich finde solchen Egoismus in Ordnung, weil es jeder so sieht, wie es für ihn wichtig ist. Nur was wichtig ist, die MEINUNG anderer auch tolerieren, wenn sie sich nicht mit der eigenen deckt.

    Es ist halt auch nicht immer so leicht, sich in die andere Seite hineinzuversetzen. Wie schon von mir geschrieben, ich versuche es und es hilft mir oft, so handhabe ich es auch in meinem Job als Sexworkerin.

    Trotz unterschiedlicher Meinung ist es wichtig sich zu akzeptieren und in Frieden auseinander zu gehen.

    Andrea


    Und sollte Andrea sich dann tatsächlich zu diesem Thema äussern, dann bliebe ihre Antwort auch bloss eine individuelle Stellungnahme ohne verbindliche Aussagekraft, weil es eben bloss eine sehr persönliche Wortmeldung wäre.



    Das ist ein ganz wichtiger Satz von dir. Das gilt nicht nur für mich, sondern für viele Berichte hier. Ich habe gestern ein Erlebnis mit einem Gast gehabt, welches mich anschließend noch sehr beschäftigt hat. Ein Bericht über dieses Gast, vielleicht schreibe ich ihn noch hier, würde von jeder Sexworkerin anders geschildert. Es ist eben so, daß jeder/jede Person es anders auslegen, empfinden und schildern würde.


    Die von Dir angesprochene und verehrte Andrea wäre für diese Frage für uns eine willkommene Bewusstseinserweiterung aus der Warte der Frau, wenngleich wir ja von den Frauen im Puff, wenn sich ein Vertrauensverhältnis gebildet hat, diesbezüglich auch sehr viel – und das aus erster Hand- erfahren. Für mich trifft das zumindest zu.



    Ich möchte euch meine persönliche Einstellung dazu kundtun. Ich mache kein Anal, ich mag es nicht. Anal ist wahrscheinlich grundsätzlich ein Kopfsache, und da habe ich wahrscheinlich eine Blockade. Und ich bin als Sexworkerin so selbstbestimmt, daß ich es nicht mache, wenn ich es nicht mag.
    Ich weiß von anderen Frauen, auch Frauen, die nicht als Sexworkerin tätig sind, also privat Anal machen, daß es bei ihnen fulminant ist, sie sagen ihr Orgasmus sei noch gewaltiger. Angeblich soll es mit dem a-Punkt oder G-Punkt bei uns Frauen zusammenhängen. Ich treffe mich regelmäßig mit Freundinnen zu einer Frauenrunde. Was meint ihr worüber wir da auch sprechen, natürlich über den Sex. Dort sagte einmal eine Freundin, bei ihrem Mann und ihr wäre es so, daß beim Anal von ihm bei ihr nicht das reinschiebens des Gliedes so besonders wäre, sondern das zurückziehen würde bei ihr besonders lustvoll sein. Und anderen Frauen bringt es nichts, sie machen es zuliebe ihres Partners.



    Aussagen von WGs im Puff über anal sind mit Vorsicht zu geniessen, denn bei positiven, auf Einladung zum Schuss durch die Hintertüre abzielenden Aussagen sind nicht selten oekonomische Aspekte im Vordergrund. Marketing für Extra Obolus. Die meisten WGs, die mit mir über dieses Thema gesprochen haben und diese Sexpraxis praktizieren (ich persönlich habe nie etwas dafür übrig gehabt), mögen dieses Spiel nicht besonders – im Gegenteil. Aber es lockt der Aufpreis.



    Dem ist nichts hinzuzufügen, es ist eben ein wichtiger Aspekt, das Geld lockt auch Praktiken zu machen, die Frau nicht so gern macht.

    Anal beim Mann kann ich gut nachvollziehen, daß es für den Mann lustvoll ist, wegen der Reizung/Stimmulation der Prostata.

    Andrea


    Ich stelle mir die Frage ob Du eine leidenschaftliche Hure bist oder eine Prinzessin. In deinem Beitrag klingt alles ziemlich arrogant und abgehoben. Da lobe ich mir die Rumänischen Engel, die viel einfacher und naturgeiler daher kommen.



    sandi, ich glaube du verwechselt da etwas. Ich bin nicht arrogant und abgehoben. Ich bin auch eine leidenschaftliche Hure und keine Prinzessin.

    Was ich bin ist, daß ich selbstbewußt bin und selbstbestimmt. Und in dem Job als Sexworkerin sollte man es sein. Du mußt dich durchsetzen und dir nicht alles gefallen lassen. Die Frauen aus Rumänien und den anderen Ostblockländern profitieren auch davon, wenn es Frauen gibt, die sich für Rechte der Sexworkerinnen einsetzen.
    Hier wurde das Beispiel der Betriebsräte angesprochen. Auch diese finden nicht immer überall Freunde, sondern auch Widerstand. Aber sie erreichen für die Allgemeinheit der Arbeitnehmer viel und setzen sich auch für die Rechte der Arbeitnehmer ein. Das ist gut so.

    Für mich sind meine Rechte wichtiger wie die Rechte der Clubbesitzer und Studiobetreiber. Wie bei den Sexworkerinnen gibt es auch bei den Betreibern gute und schlechte. Es hat dabei auch mit der Sichtweise zu tun, und meine Sichtweise ist nicht immer identisch mit der der Betreiber. Deine Sichtweise ist halt, daß du sehr stark an dich denkst und daß die Frauen alles das mamchen was du möchtest und du keine schlechten Erlebnisse hast. Versetze dich doch einmal in die Lage der Frauen, vielleicht siehst du dann auch manches anders. Ich versetze mich oft in den Gast. Genau dadurch kann ich oft noch einen besseren Servive leisten.

    Andrea

    Ich weiß es von Deutschland, so etwas wird aber nicht in Clubs sondern in Studios und Terminwohnungen praktiziert. Eine Kollegin hat das einmal erlebt. Nachdem der Gast weg war, sie war neu in dem Studio, hat eine Kollegin ihr gesagt, das war unser Studiotester. Sie war stinkesauer.


    Wenn ich so etwas erleben würde, bei mir oder einer Kollegin wäre bei mir sofort Schluß in dem Haus. Ich würde sofort gehen. Für mich wäre das ein Vertrauensbruch.


    Andrea



    Kenne auch einen der eine Kontaktbar hat. Wenn er neue Mädels hat, gibt er Kollegen das Geld damit diese dann die neuen Mädels testen, ich selbst kam leider noch nicht in diesen Genuss.



    Warum denn? Finde dies ganz ok, wird auch in anderen Branchen so gemacht.


    Falang, es ist immer schwierig, wenn man Vergleiche hinzuzieht und meint, so etwas wird auch in anderen Branchen gemacht, daß es Tester oder Testkäufer gibt.


    Der große Unterschied ist, daß ich kein Produkt eines Arbeitgebers verkaufe. Was ich verkaufe ist mein Körper, es ist meins. Über mich entscheide ich ganz allein, wer was mit meinem Körper machen darf. Wer Testfreier schickt und mich testen will, verstößt gegen eine klare Vertrauensregelung. Ich verkaufe nicht sein Produkt, bei dem er ein Interesse hat, daß ich in seinem Interesse es gut verkaufe. Das Produkt bin ich selber. Darüber hat auch ein Betreiber eines Studios usw. nicht zu bestimmen. Der Betreiber überläßt mir nur seine Räumlichkeiten zum Zwecke zur Arbeit. Ich schließe privatrechtlich oder arbeitsrechtlich keinen Vertrag, der ihm ein solches Verhalten genehmigt. Wer als Betreiber solche Wege geht zur Überprüfung, der macht auch noch ganz andere Dinge. Da besteht kein Vertrauen mehr von meiner Seite. Ich schließe auch keinen Vertrag mit ihm, daß ich bei ihm arbeiten muß. Ich arbeite selbständig als Freiberuflerin. Dem Betreiber bin ich zu nichts verpflichtet.


    Somit ist es meine Entscheidung wo ich zu welchen Bedinghungen arbeite. Solche Bedingungen eines Testfreiers, dem ich mich offenbare mit meinem Körper, gehört nicht zu den Bedingungen, die ich als Zusammenarbeit akzeptiere. Wenn andere Kolleginnen so etwas akzeptieren, ist es für mich ok, es ist ihre Entscheidung. Meine Entscheidung so etwas nicht zu akzeptieren, ist meine Entscheidung. Ich bin nur mir und meinem Körper gegenüber verpflichtet.


    Andrea

    was denkst du Andrea von sowas?



    Hi Big Daddy,
    du hast recht, es gibt so etwas. Ich weiß es von Deutschland, so etwas wird aber nicht in Clubs sondern in Studios und Terminwohnungen praktiziert. Eine Kollegin hat das einmal erlebt. Nachdem der Gast weg war, sie war neu in dem Studio, hat eine Kollegin ihr gesagt, das war unser Studiotester. Sie war stinkesauer.


    Wenn ich so etwas erleben würde, bei mir oder einer Kollegin wäre bei mir sofort Schluß in dem Haus. Ich würde sofort gehen. Für mich wäre das ein Vertrauensbruch.


    Andrea

    Lieber Softmaso,


    ich kann gut verstehen, weshalb du auf Verwunderung und Widerspruch stößt.
    Du sprichst von softem Maso. Aber da müsste erst eine Begriffsdefinition erfolgen. Was ist Maso-chismus?
    Masochismus heißt: Beim ertragen von Schmerzen Lust zu empfinden.


    Du schreibst als Erklärung:

    Zitat

    1,) Aber wie möchte ich gequält werden? Zum Beispiel mit Aufgeilen und Warten lassen, bis zur Orgasmusverweigerung (Fachausdruck: tease and deny).


    Zitat

    2.) Eine andere Art, wie ich gern gequält werde, ist Kitzelfolter.


    Wenn du bei einer Massage (z.B. Tantra-Massage aber anderen Massageformen) dein Glied immer wieder gestreichelt wird und kurz bevor du kommst, die direkte Reizung deines Gliedes für einem Moment abgebrochen wird und dies mehrmals wiederholt wird, ist das für viele Männer sehr erregend und sehr geil. Es ist eine ganz normale Sexpraktik, wie sie oft beim Sex vorkommt. Es gibt viele Sexworkerinnen, die so etwas beherschen und ihrem Kunden damit (schon vor dem Ortgasmus) zu einer besonderen Lust verhelfen. Das ist also eine Sexpraktik, die nicht selten von Männern gewünscht wird. Auch bei Frauen, wenn der Partner die Frau beim Sex gut kennt, ist so etwas zu praktizieren. Es ist aber kein Schmerz, der/die SexualpartnerIn empfindet es als Quälen. Aber Qual empfinden ist nicht das was man unter Masochismus versteht.


    Deine Leidenschaft, daß dein Orgasmus wiederholt heraiusgezögert wird ist normal und hat nichts abartiges an sich. Du empfindest die Situation sozusagen als Leidensdruck. Du empfindest es vielleicht als Schmerz der dir Lustgewinn bringt. In Wirklichkeit ist es in meinen Augen nicht der Leidensdruck sondern die Situation, daß du dabei Lust (keine Schmerzen) empfindest, was du aber als Schmerz oder ähnliches empfindest, weil der sehnsüchtig erwartete Orgasmus immer wieder hinausgezögert wird.


    Lieber Softmaso, ich bin nicht Frau Dr. Sommer, sondern eine ganz normale Sexworkerin, die aus ihrer Sicht versucht hat in dich hineinzudenken.


    Auch das Kitzeln findet beim Sex häufiger statt, wie du vielleicht meinst. Ich glaube, du hast ganz normale Sexwünsche, wie Millionen von Frauen und Männern auch. Freu dich doch darüber, über den Lustgewinn, den du hast.
    Wenn du es als Soft-Maso bezeichnest, dann bezeichne es so für dich. Lasse bei der Dame deiner Wahl den Begriff Soft-Maso einfach weg und sage ich möchte ..., dann wird sie wahrscheinlich nicht verwundert sein, sondern weiß, was du gerne möchtest.


    Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß beim Sex und mache dir einfach nicht so schwere Gedanken über deine sexuellen Wünsche. Sonst stehst du irgendwann neben dir und vor lauter Nachdenken bekommst du keinen hoch.


    Genieße und Erlebe!


    Andrea

    Hallo,


    so abwegig ist der Wunsch von Toy doch nicht. Jeder hat irgendwie ein Fetisch oder etwas wovon er träumt.
    Es gibt schwangere Frauen, auch im Gewerbe, die sich gerade für solche Männer anbieten; es gibt da tatsächlich eine Zielgruppe interessierter Männer.
    Erlaubt ist alles, was beide wollen und nicht wehtut und dem Kind nicht schadet.


    In einer Partnerschaft/Ehe findet der Sex selbst bei Hochschwangerschaft noch häufig statt. Auf einige bestimmte Dinge muß dabei geachtet werden.
    Ich habe bisher kaum Männer erlebt, die nicht gerne an der Brust der Frau nuckeln, es ist eine Erinnerung an die Zeit als Baby, es steckt im Blut.


    Wenn Tox in einschlägigen Seiten mit Erotikangeboten ernsthafter sucht, wird er auch Frauen finden, die schwanger Sexdienstleistungen anbieten.


    Persönlich käme das für mich aber nicht infrage.


    Zum Schluß möchte ich mich bedanken für die freundliche Aufnahme bei dem Thema "Qualität der Beiträge". Ich habe mittlerweile auch einige Beiträge von "Wer weiss ..." gelesen.


    Eure Andrea