In letzter Zeit frage ich mich vermehrt, weshalb die Puffs in Zürich und Umgebung den Beinamen „Club“ tragen?
Im Club Globe, Club Rouge, Club Aphrodisia, Club Life spürt man immer weniger eine eigentliche Club-Atmosphäre. Erste Enttäuschung schon am Anfang: Beim Eintreten gucken einige Mädchen erwartungsvoll auf, aber wenn man sich nicht sofort für die Erstbeste entscheidet, breitet sich Desinteresse und Langeweile aus.
hallo
Tour
Du bringst einen Aspekt auf, der mich seit längerem auch stört. Ich mache dieselben traurigen Erfahrungen hauptsächlich bei meinen Besuchen im Globe, Bumsalp und im Westside. Häufig taucht dann ziemlich kurz nach dem Betreten des Clubs eine oder zwei Damen auf, die auf aggressive und meist primitive Anmache machen. Ich gebe zu bei mir schaltet der Schalter sofort auf Stufe „Rot“, wenn eine Frau antanzt mit dem Spruch „Hallo Schatzeli, warum so alleine. Wollen wir miteinander etwas machen“. Für solche, für meine Ohren primitive Anmachen, muss ich nicht in einen Club gehen, die finde ich auch in der Langstrasse. Nur schon das „Hallo Schatzeli“ oder ähnliche Sprüche bewirken bei mir immer einen negativen Adrenalin Schub.
Wen man danach nicht auf die Kategorie Aggressiv eingegangen ist, hocken die Damen gelangweilt herum und beschäftigen sich mit sich selber. Wenn man als Stammgast oder Wiederholungstäter erkannt wird, mache ich auch die Erfahrung, dass man häufig fröhlich und freuendlich angegangen wird. Ich gebe zu, dass ich es unheimlich schätze, wenn eine Frau in einem Club auf mich zukommt und auf intelligente und geschickte Art ihr Interesse signalisiert (auch wenn es im Club nur das geschäftliche Interesse ist). Ich vermisse die subtile, feine, weibliche Kunst der Verführung schon beim ersten kennen lernen. Es gibt immer weniger Künstlerinnen, die mit Witz und Charme versuchen ihren Kunden zu erobern. Ich finde es toll, wenn eine Frau in der Lage ist ihre Vorzüge schon beim ersten Zusammentreffen zu präsentieren und sie geschickt ihr erotisches Spinnennetz über den Kunden ausbreitet.
In den erwähnten Clubs hocken die Damen aber immer mehr nur herum. Auch auf versuche sie mit einem netten Lächeln anzulocken oder ihnen zu zeigen, dass man eventuell interessiert an einem Zusammenkommen wäre, reagieren immer mehr Damen überhaupt nicht. Sie thronen auf ihren Stühlen oder Sofas und kommen kaum mehr auf die Kunden zu. Es wird erwartet, dass der Kunde kommt und um eine Audienz bittet. Ich finde den Vergleich von tour mit dem Laufhaus recht zutreffend. Manchmal komme ich mir sogar vor wie auf einem billigen Fensterstrich, wie man ihn unter anderem in Amsterdam kennt. Der Unterschied ist nur noch der, dass die Damen in den Clubs nicht hinter Glas sitzen. Dafür müssen sie sich auch nicht die Mühe machen wenigstens noch an das Fenster zu klopfen.
Ich bin mir bewusst, dass meine Bemerkungen jetzt recht unfreundlich sind. Es ist aber wirklich ein Punkt, der mich in den erwähnten Clubs richtig stört. Ich finde die Clubs verlieren mit diesem Verhalten ihrer weiblichen Gäste mindestens für mich an Attraktivität. Aus meiner Sicht sollten die Clubleitungen wieder vermehrt in die Richtung wirken, dass die Damen geschickt, feinfühlig und nicht primitiv auf die Gäste zugehen. Zu einem perfekten Servicestandard gehört aus meiner Sicht nicht nur Küssen oder FO, sondern auch erotisches, sinnliches Anbaggern der Kunden.
Mir ist auch klar, dass dies für viele Frauen nicht eine sehr einfach zu erfüllende Forderung ist. Sicherlich ist es frustrierend, wenn Frau sich Mühe gibt und dann laufend nur Körbe damit einsammeln muss. Es ist sicher einfacher nur da zu sitzen und zu warten, dass man erwählt wird und man im Notfall noch etwas zickisch eine Ablehnung anbringen kann. Ein wirklicher Top-Shot im Gewerbe beherrscht aber aus meiner Sicht auch die subtile, erotische und weibliche Verführung der Gäste vom Start der Begegnung weg. Wenn der Einstieg in die Beziehung auf Zeit schon perfekt von der Frau inszeniert wird, ist der gesammte Service mindestens für mich meist bedeutend erfüllender und faszinierender. Ich würde mir wünschen, dass die Clubs wieder vermehrt ihr weibliches Personal in Richtung geschickter Verführung aufmerksam machen könnten.
Noch zwei abschliessende Bemerkungen zu einzelnen Clubs.
Auf der BumsAlp finde ich es manchmal fast schon komisch, wenn man von den Empfangsdamen und dem Servicepersonal an der Bar extrem freundlich, erotisch und mit perfektem weiblichem Charme in den Club eingeführt, bedient und Vorfreude auf das Kommende aufgebaut wird. Danach hocken die Hauptakteurinnen nur da und zerstören mit ihrem Verhalten die knisternde Stimmung. Dies gilt übrigens auch für Globe und Westside nur ist dort meist die Charme-Differenz zwischen den Beteiligten nicht so gross.
Im Club Swiss fällt mir immer wieder auf, dass die Frauen dort die Kunst der Verführung noch beherrschen und auch attraktiv nutzen. Sitzt man an der Bar, kommen die Frauen auf einem zu und bitten auf freundlichste, charmanteste Art und Weise darum sich für ein Gespräch setzten zu dürfen. Liegt man im Whirlpool kommt meist ein süsses weibliches Wesen, das wissen will, ob es schön ist im Wasser und ob man eventuell nicht alleine bleiben wolle. Mit diesem wundervollen und schönen Verhalten wird der Clubaufenthalt in diesem Club für mich häufig zu einem wirklichen Genuss.
Klaus





















