Was wäre die Diskussion wenn nicht auch die Cüpli-Sozis zu Wort kämen. Ich habe schon sehr grosszügig Cüpli spendiert. Und ebenfalls eine Weile Weltwoche gelesen, auch wo sie schon neu war. Nicht aus Tapferkeit oder Ideal, aber wenn ich es mir meinungsmässig selber machen wollte (warum?), gäbe es Fakebook, Twatter, und Insta-Kram.
... und das Forum in zwei Lager spalten. Die User würden sich gegenseitig anfeinden und zerfetzen, das bald keine Berichte mehr zum eigentlichen Forum Thema Clubs & Girls (Sexgewerbe) geschrieben werden... .
Wahrscheinlich, mal schauen wo es hingeht. 6profi ohne Politik ist immer noch am besten, aber warum nicht vom Dogma abweichen. Bis jetzt überwiegend recht gepflegt hier, chapeau.
... Deshalb bewundere ich auch die Haltung von Frau Merkel. Obwohl im Bewusstsein, dass es sie viele Wählerstimmen kostet, hat sie an ihrer Flüchtlingspolitik festgehalten. Man mag es gut finden oder nicht, aber sie ist die einzige Politikerin, die unpopuläre Entscheidungen trifft, obwohl es sie das Amt kosten könnte. ...
Etwas tragisch, hat sie mal was riskiert, sind alle unzufrieden. Dass man es nicht allen rechtmachen kann, geschenkt, Patentanten-Weisheit. Dem Anspruchsdenken geht es auch recht gut, jenseits der Millenials. Der Unterschied zwischen Victor und Mami ist ein bisschen Sachpolitik und viel Pose.
... Aber gewisse Dinge im Laufe der Zeiten passieren, ob man will oder nicht. Aber ich bin nur bei den Aktien ein Prophet. ...
Einverstanden, die glatte Lackschicht von Zivilisation und freiem Staat sind verdammt dünn, der Glaube dass es etwas an Störungen verleidet und sich alles von selbst regelt ist naiv. Das haben nicht nur Ukrainer und Türken festgestellt, die sich innert wenigen Wochen von Bürgern eines aufstrebenden Musterstaats zu Untertanen verwandelt fanden (je nach Neigung kann man das auch auf Syrien oder USA beziehen). Der Optimismus kommt auch daher, dass wir seit 80 Jahren keinen grösseren Krieg mehr in Mitteleuropa hatten - das ist eine kuriose Ausnahme in der Geschichte, die wir schon als natürliche Gegebenheit vereinnahmen. Anspruchsdenken - man ist halt grossartig, und so wie man es selbst erlebt ist richtig (Darum funktioniert "In diesen schweren Zeiten ..." über viele Jahrhunderte). Es braucht nicht viel, vor allem keine erklärte Absicht alles zu ändern, um alles zu ändern. Nicht nur, aber auch darum mag ich die bewusste Übertreibung nicht, natüüürlich nur zum Deutlichmachen und Beleben, wenn man doch ganz brav ist eigentlich. Keine Frage der PC (elendes Schlagwort mit einem Gout von versteckter Verleumdung) oder des Anstands. Als Hurenbock, Quartalssäufer und sonstiger Hallodri scheiss ich auf diesen.
Nur nicht mein Verständnis von ehrlich.
... Ich finde die SVP keine schlechte Partei. Was sie für mich nicht wählbar macht, ist die Art und Weise, wie sie ihre Anliegen an den Wähler bringen will. ...
Immer noch werden sehr breite Schichten der Bevölkerung spezifisch dafür sein, dass Flüchtlinge in Sicherheit kommen. Was genau Flüchtlinge sind, und wo ihnen geholfen wird, daran scheiden sich die Geister, und das ist nicht unerheblich. Man würde ja meinen, wenn F,D, oder I von einem Wahnsinnigen besetzt würden, würden hier Türen ohne grosse Fragen aufgehen, bis es wieder sicher ist. Das erwarten die wahrscheinlich meisten Köppels und Cüplisozis einträchtig von den Nachbarstaaten Syriens. Darüber hinaus - Herkunftländer, entferntere Zielländer als "nötig", schwierig, aber daran denkt auch der eine oder andere Linke, der Vollständigkeit halber. Was man bei der Betrachtung der Schieber (etwa auch, Staatenlenker) manchmal vergisst, ist dass bei dem Für und vor allem Wider der Routen die Eintrittsländer mit den geschaffenen Tatsachen alleine bleiben. Sehr schön, wenn man als Visegrad-Staat unverstellt ein paar hundert Einreisen ablehnt. Die Praxis sind Hunderttausende in Italien und Griechenland. Ohne Meinung ob es eine korrekte Einlasszahl gibt, Anerkennung für die beiden die im Stich gelassen werden.
Köppels Familie sind unabhängige Menschen, die kann man eigentlich rauslassen. Was Finanzwesen und HSG-Abschluss der Frau mit der Fürsprache für die schweigende Mehrheit der kleinen Leute und Chrampfer zu tun haben sollen, erschliesst sich mir nicht, ist auch egal. Nur soll es das Stichwort liefern, wo ich den Köppels, aber mehr noch deren Herren nicht traue: ob in Thailand (Shinawatra), Italien (Berlusconi), etwas weniger der Schweiz (Blocher), Ukraine (Poroshenko, div. Vorgänger), oder USA (div. Familienclans beider Parteien), vielerorts werben sehr reiche Menschen dafür, die Interessen der kleinen Leute zu vertreten. Für mein beschränktes Verständnis ist das eben etwas krank. Besser zu vertreten sogar als ein vollgefressenes, korruptes Establishment. Falsch - die Herren gehören fest dazu. Ich hab kein Problem, wenn Reiche gegen Steuern oder Regulierungen sind, aus eigenem Interesse, sollen sie. Was das andere soll, erschliesst sich mir nicht. Ja, sie sind der Mehrheit ein Beelzebub gegen den Teufel, das sog. establishment, nicht weil das letztere korrupter wäre als sie selbst. Fehlschluss der Anhänger: der Feind meines Feindes ist mein Freund. Nein, er ist immer noch ein Machtpolitiker mit eigenen Interessen. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr. Interessant, dass Goon
aus anderer Perspektive etwa das Gleiche von Merkel meint (welche ich egal bis nur leicht nett, aber unprätentiös finde). Schweiz: ich glaube sogar gern, dass ein Blocher oder Köppel aufrichtig und mit persönlichem Einsatz eine politische Überzeugung verfolgen (was manchmal unheimlicher ist als Eigeninteresse) - aber ohne auf die Positionen selbst einzugehen, ein Herr "Dr." Blocher, der gegen alle Studierten wetterte - bitte? Die SVP hat fantastische Leute auf der Gemeindeebene und darüber. Bundespolitik - nicht meins. Muss ja auch nicht.
Lasst uns die Gutmenschen und Cüplisozis, Wutbürger und rechten Polterer geniessen, solange man diese protokolarischen Nettigkeiten noch austauschen kann. Überzeugte aller Lager finden in der Verwirrung immerhin Orientierung und Stärke in dieser Gegnerschaft, wie vage auch immer die Abgrenzung in der Sache. Als ob es feste Lager gäbe (schwule Rechte, einwanderungskritische Linke, weltoffene Konservative, nationalistische Umvertellungsfans). Es den anderen zeigen geht immer. Aber das Schema wird nicht zu spät nicht mehr relevant sein.
Soll egal sein, es galt der balance.
Weniger Köppels, weniger Cüplisozis!