*** 1. Fortsetzung & Schluss ***
Yokohama
Sie führt mich eine unscheinbare Treppen hinauf ins Obergeschoß. Wir beziehen eine Fickzelle - der Begriff *Zimmer* wäre nun wirklich arg übertrieben - namens Yokohama…
„Du hast doch gesagt, dass ich wie eine Frau aus Asien auf Dich gewirkt habe!“
… ohne Fenster, aber wenigstens mit Klimaanlage.
Mit Gloria entwickelt sich ein eher durchschnittliches Zimmer. In meiner persönlichen Wertung des Jahrgangs 2022 liegt das Zimmer mit ihr am unteren Ende der Skala - aber das Zimmer war keinesfalls schlecht, es war nur... nichts Besonderes. Ich bin halt ein verwöhnter alter fetter Sack…
Ich darf ihren Körper stehend erkunden, darauf stehe ich nunmal, und im Anschluss dann liegend. Ihr Blowjob ist eher uninspiriert, eher einfallslos - merke: Perspektive eines verwöhnten alten fetten Sackes.
Der Ausritt war dann gar nicht so übel, auch im Doggy machte Gloria eine gute Figur. Über die Klippe gekommen bin ich nicht, aber das muss ich mir selbst anlasten: die letzte Woche hat meinen Schwanz schon ganz schön gefordert…
Zum Abschluss spendiert sie Feuchttücher, das erkenne ich hoch an - und dann bauen wir noch gemeinsam das Bett für die, die nach uns nach Yokohama reisen.
Danke, Gloria! Allzeit gute Geschäfte im Globe - angeblich ist sie erst drei Tage im Laden.
Stoffbeschaffung 2
Ich mach Sauna, ich mache nach dem Sex immer Sauna, und ich ärgere mich erneut, dass ich keine Brillenablage finde und nur *ein* Handtuch habe.
Später verhole ich mich auf die Dachterrasse. Die Terrasse hat durch den Umbau und die neuen Möbel gewonnen, keine Frage - doch schon wieder hat der Schlendrian Einzug gehalten. Niemand kümmert sich, wie es scheint, um die Buchsbaumtöpfe. Die Buchsbäume vertrocknen, und stattdessen gedeiht der Löwenzahn in den Pflanztöpfen.
Zunächst scheint die Sonne, ich rücke mir eine Liege zurecht und räkele mich in den warmen Strahlen des Fixgestirns. Schnell aber zieht es wieder zu und Nieselregen kommt auf - ich flüchte unter das Dach.
Die WGs nutzen die Dachterrasse offenbar als Pausenraum, das kann ich gut verstehen. Gut verstehen kann ich auch die ungeniert geführten Gespräche über Beschaffung und Konsum von Substanzen, die im Großen Kanton dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen. Jungs und Mädels, etwas diskreter bitte, wenn Ohrenzeugen auf der Terrasse sind!
Kalorienbeschaffung
Auf der Karte stehen Pasta Tricolore und Geschnätzeltes an Röstitalern. Ich probiere beide Gerichte, beide stellen sich als solide Kantinenkost heraus. Dazu etwas Rohkost, und für den süßen Zahn kann ich noch ein Stück vom schon arg geplünderten Kuchenblech ergattern - aber sicher wird noch einmal aufgefüllt, es ist ja erst früh am Abend.
Beim anschließenden Zähneputzen ernte ich verwunderte Blicke im Herren-WC. Kenne ich schon aus dem Läden im Großen Kanton. Ja, liebe Kollegen, ich küsse zwar nicht, aber Zahnhygiene gehört für mich auch im Puff dazu.
Ernüchtern
Mit einem Kaffee - hatte der früher nicht besser geschmeckt? - und einem Sprudel beziehe ich meinen Lieblingsplatz. Es herrscht gut Betrieb, aber ein Großkampftag ist das bis jetzt sicher nicht. Die Frauen sind beschäftigt, und die - vermutlich - als sichere Bänke bekannten WG’s werden gebucht, kaum dass sie nach einem Zimmer frisch wieder am Start sind.
Frauen, die frisch wieder am Start sind, bekommen vom Tresen *ihren Song* sozusagen spendiert. *Ihr Song* - das ist der Song, zu dem ein WG aufs Podium mit der Poledancestange klettert. Die Idee dahinter mag gut sein, führt aber dazu, dass der Flow der Musik ständig bricht. Kaum ein Lied, kaum ein Mix wird wirklich ausgespielt. Auf die Dauer nervt das - jedenfalls mich.
Eine der Frauen bewegt sich an der Stange zu *You don’t own me* in der Coverversion von Saygrace (ich verlinke mal eine Liveaufnahme aus Daryls House, alternativ gibt es hier das offizielle Video dazu). OMFG… hat sich da ein WG ernsthaft Gedanken gemacht bei der Auswahl *ihres Songs*? Ich mustere die betreffende Kandidatin: schlank, schmal, kleine, spitz wirkende Brüste, verhüllt von einem schwarzen Einteiler… Diese Frau reizt mich. Ich glotze, aber meine Blicke werden nicht erwidert. Okay, ich bin halt nur ein alter fetter Sack - und nichtsnutziges Laufpublikum noch dazu. Ich ärgere mich aber nur ein ganz kleines bisschen und auch nicht lange.
Der Betrieb nimmt zu, viele Frauen sind gebucht. Das Fotoshooting ist beendet - schade, das war unterhaltsam.
Was passiert jetzt? Passiert überhaupt noch was?
Ernüchtern 2
Es passiert Jana. Jana macht sich die Mühe der zwei Stufen. Jana hätte ihre Chance bekommen, ich wittere die äußerst erfahrene MILF in ihr, und ich schätze erfahrene MILF’s. Mein langjähriges Lieblings-WG in meinem Stammclub, genannt *Die Hauptfrau*, geht zweifellos als MILF durch, ebenso mein aktuelles SB. Jana hätte ihre Chance bekommen…
„Ich komme aus Litauen!“
Jana spricht Deutsch, und sie hat ihr Hochdeutsch in der Schweiz gelernt, das ist nicht zu überhören.
„Litauen? Frauen aus Litauen trifft man nicht so oft.“
Ich selbst kann mich an zwei erinnern. Die eine soll gerüchtehalber Substanzen, die im Großen Kanton dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen, verfallen sein. Die andere, Stichwort *Die Hauptfrau*…
„Ich kannte mal eine Russin aus Litauen…“
„Das bin ich! Ich bin älter geworden und habe etwas zugenommen.“
Sie denkt wohl, wir hätten schon einmal das Vergnügen miteinander gehabt. Haben wir nicht, Irrtum ausgeschlossen. Ich schüttele den Kopf. Jana interpretiert das unzutreffend als Korb, knipst ihr Lächeln aus und erhebt sich, stakst die zwei Stufen nach unten und davon.
Ich sehe ihr nach. Schade, das hätte etwas werden können. Aber ich laufe Frauen nicht nach, nicht da draußen und nicht hier drin, aus dem Alter bin ich raus. Wer mich nicht will, hat mich nicht verdient.
Ich bin durch. Eher ziellos streune ich noch ein paar Minuten durch das Haus, unter Umständen ergibt sich ja doch eine Zufallsbegegnung. Doch außer einer kalten Frauenhand auf meiner schlaffen Altmännerbrust, gemeint vermutlich als en-passant-Akquise, ergibt sich gar nichts.
Auch gut.
Abschied
Ich tausche Schlüsselbändchen, Bademantel und Handtuch gegen zehn Stutz Deposit.
„War alles in Ordnung mit den Frauen?“
„Nix zu meckern.“
Stimmt. Stimmt tatsächlich. Dass ich heute irgendwie nicht warm geworden bin im und mit dem Globe, liegt nicht an Gloria, sondern einzig und allein an mir.
Draußen ist es noch hell. Wann hab ich das letzte Mal bei Tageslicht aus einem Club ausgecheckt?
Ach ja, das Towelgate. Meine Meinung: Viel Lärm um Nichts in 135 Beiträgen hier im Board. Mit dem Tausch der Tüchlis hab ich persönlich keine Probleme, und viele andere Clubs sind ebenso geizig mit den Handtüchern wie das Globe.
*** Inspection completed ***





















