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    Schreibanlass: Ich hatte heute Abend eine interessante Diskussion mit einem Forums-Kollegen. Er rief mich an und fragte ziemlich konsterniert, warum ich in meinem Beitrag über mein Erlebnis im Club Swiss überhaupt von fehlender Wärme gesprochen hätte. Seiner Meinung nach könne ich grundsätzlich keine Wärme in Puffs erwarten und damit war für ihn die Sache eigentlich schon erledigt.


    Dann legte er nach: Wenn ich in einen Club gehe, sei ich aus Sicht der Frauen per Definition "bedürftig" – so seine Wortwahl.


    Der grösste Irrtum über Begehren und emotionale Nähe


    Hallo lieber Julian Laval :)


    zur besseren Einordnung des Gesprächs: Nicht die Dinge selbst erzeugen Wirkung, sondern die Erwartungen, mit denen man ihnen begegnet. Wer Wärme, echtes Begehren und innere Regung sucht, sollte sich ehrlich fragen, warum er all das dort erwartet, wo es seiner Natur nach gar nicht entstehen kann. Selbst mit sauber gespielten Emotionen gibst du dich nicht zufrieden und reagierst enttäuscht, sobald sichtbar wird, dass es sich um eine Rolle handelt. Genau darin liegt der Widerspruch.


    Du beschreibst das Ausbleiben von echtem Begehren und echten Gefühlen, obwohl der äussere Ablauf und Service stimmt. Das ist kein Zufall und kein persönliches Versagen, sondern die logische Folge eines falschen Anspruchs. Echtes Begehren, echte Anziehung und wirkliche emotionale Resonanz folgen ganz ganz anderen Gesetzen als jene, die in einem Bordell gelten. Erwarte nicht von einem Ort, was seiner Natur widerspricht.


    Wer regelmässig in Bordelle geht und dabei bedürftig sowie emotional hungrig ist, unabhängig davon ob er zahlt oder nicht, wirkt auf Frauen hochgradig unattraktiv. Das ist der Anziehungskiller Nummer eins! Frauen nehmen das sehr schnell wahr, meist unbewusst. Damit verstösst Man(n) gegen eine grundlegende Voraussetzung für echtes Begehren und echte Anziehung. Dass daraus Leere statt Resonanz entsteht, ist keine Überraschung, sondern die Konsequenz. Alles Weitere ergibt sich daraus zwangsläufig.


    Vielleicht ist nicht der Mangel an Gefühl das Problem, sondern die Weigerung, die eigenen Erwartungen zu korrigieren.

    02.07.2025:

    Ja, meine Partnerin weiss das und akzeptiert das "irgendwie".


    02.09.2025 : Im Club fühle ich plötzlich nichts mehr !

    Und jetzt wird es etwas komplizierter: Favo Nummer 1! Plötzlich fühle ich seit drei Wochen nichts mehr. Was ist geschehen? Frage ich mich seitdem. Ich stelle zunächst einmal fest, dass sie nichts falsch gemacht hat. Die Zimmer sind wie immer, aber ich fühle nichts mehr. Ok, wir haben vereinbart, dass sie mir ihre persönlichen Probleme nur auf WhatsApp mitteilt, damit das Zimmer nicht belastet ist, hat bisher auch gut funktioniert, aber plötzlich fühle ich sie nicht mehr. Jetzt denke ich an das "schleichende Gift", welches sie mir eingeträufelt hat. Sie hat mir zu viel von sich erzählt. Jetzt muss ich leider sagen: Ja, alle die gesagt haben, Julian möchte immer echte Gefühle haben, liegen richtig! Stimmt, jetzt fühle ich auch nichts mehr.


    03.09.2025: Was mich aber verblüfft ist, dass ich in letzter Zeit nichts mehr fühle, selbst bei Favo Nummer 1 nicht. Heute hat sie mir wieder nett geschrieben und wenn ich zwei Gläser Wein trinke, denke ich gerne an sie.... aber im Zimmer habe ich in den letzten Wochen nichts mehr gefühlt. So ein gewisses Glücksgefühl stellt sich nicht mehr ein.


    19.09.2025: Wenn Gefühle erkalten......

    Ich habe gerade über das perfekte Zimmer mit einer meiner Favos berichtet. Aber gefühlt habe ich rein gar nichts....alles weg. Dabei hat sie alles perfekt gemacht. Und jetzt wird es kompliziert: Ich bekomme das nicht klar. Ich bin da in einem Konflikt, den ich nicht lösen kann.


    08.01.2026: Der Nachklang:

    Auf dem Rückweg vom Club Swiss blieb zunächst der Eindruck: Du hast den perfekten Job bekommen. Wie kann die das? Und dann verblasste alles ziemlich schnell. Warum? Ich habe nichts dabei gefühlt! Und deshalb bleibt das unbefriedigend.


    Hallo Julian Laval


    In vielen deiner bisherigen Beiträge hast du geschrieben, dass dir keine Frau in den Clubs das geben könne, was dir deine sogenannte „Favoritin Nr. 1“ gegeben hat. Du hast alle anderen Frauen in den Clubs stets an ihr gemessen, und gleichzeitig beschrieben, dass du bei ihnen nur Leere empfindest.


    Nun schreibst du aber, dass du seit einigen Monaten (seit September 2025) selbst bei dieser Favoritin Nr. 1 nichts mehr fühlst. Ehrlich gesagt: Spätestens an diesem Punkt verliert man als Aussenstehender den Überblick über das ganze Favoritinnen- und Gefühls Wirrwarr.


    Du hast ausserdem erwähnt, dass deine Partnerin oder Ehefrau von deinen Clubbesuchen weiss und diese akzeptiert. Das könnte darauf hindeuten, dass es zu Hause vielleicht sexuell nicht mehr läuft und du deshalb Sex im Puff suchst, was durchaus nachvollziehbar und in vielen Ehen nicht unüblich wäre. Doch genau hier entsteht ein Widerspruch: Offensichtlich geht es dir im Puff gar nicht primär um Sex.


    Denn wie du selbst schreibst, war der Sex mit den Frauen stets gut oder sogar perfekt, und trotzdem hast du nicht das gefunden, was du gesucht hast und hast dich hinterher immer unbefriedigt und leer gefühlt.


    Deshalb meine Bitte an dich, ganz konkret und auf den Punkt gebracht:


    - Wonach genau suchst du eigentlich?

    - Wenn es nicht der Sex ist, was fehlt dir dann wirklich?

    - Sind Puffs der richtige Ort wonach du suchst?

    Ich zitiere hier den Eingangspost aus dem Jahr 2008 Bordellsucht – süchtig nach käuflicher Liebe , mit dem spartaner dieses Thema damals vor 18 Jahren angestossen hat. Auch nach all den Jahren hat dieser Beitrag nichts von seiner Aktualität verloren, im Gegenteil. Die Frage ist vielmehr: Was haben wir daraus gelernt? Inhaltlich passt der Text heute ebenso gut zur emotionalen Verstrickung und psychischen Konflikt von Julian Laval




    Wenn Lust zur Flucht wird und der Club zur Gewohnheit – Bordellsucht & Abhängigkeit von käuflicher Liebe


    Zwischen Leidenschaft, Kontrollverlust und emotionaler Leere


    Bordellsucht ist ein Thema, über das kaum offen gesprochen wird und doch betrifft es weit mehr Männer, als man vermuten würde. Die Abhängigkeit von käuflicher Liebe, von Saunaclubs, Escort-Besuchen und immer neuen sexuellen Reizen, beginnt oft harmlos: aus Neugier, Lust, Einsamkeit oder dem Wunsch nach Abwechslung. Was als Genuss startet, kann sich schleichend zu einer emotionalen und psychischen Abhängigkeit entwickeln, bei der der Bordellbesuch zur Flucht aus dem Alltag wird.


    Wenn Sex nicht mehr Begegnung ist, sondern Betäubung. Wenn der nächste Clubbesuch wichtiger wird als Beziehungen, Nähe oder Selbstreflexion. Wenn Gedanken kreisen, Ausreden konstruiert und innere Leere kurzfristig mit Lust gefüllt wird, dann stellt sich unausweichlich die Frage: Bin ich noch frei in meiner Entscheidung oder bereits gefangen in einem Muster?


    Dieser Erfahrungsbericht beleuchtet ehrlich und ungeschönt den Weg in die Welt der käuflichen Liebe, den schmalen Grat zwischen Leidenschaft und Sucht, sowie die psychologischen Mechanismen hinter Bordellsucht, Sexsucht und emotionaler Abhängigkeit. Nicht als Anklage, sondern als Spiegel. Für alle, die sich selbst darin vielleicht wiedererkennen.



    Mein Erfahrungen zur Sucht und Abhängigkeit:


    Hallo zusammen, ich bin mittlerweile 50 Jahre alt und gehe seit bald 30 Jahren regelmäßig in Clubs oder zu WG’s. Wenn ich ehrlich bin und heute will ich das bewusst sein, dann habe ich in dieser Zeit eine Summe von rund 250.000 Franken für mein Hobby ausgegeben. Ja, ein Viertelmillion. Das klingt fast surreal, wenn man es schwarz auf weiß liest. Aber es ist nun mal so.


    Und es ist nicht so, dass ich mit meinen Partnerinnen nie Sex gehabt hätte oder mir generell etwas fehlen würde im klassischen Sinne. Es war und ist vielmehr diese Gier nach Abwechslung. Dieses Prickeln, diese Möglichkeit, aus dem Alltag auszubrechen, für eine halbe oder ganze Stunde. Einfach Kopf aus, Hose runter, und in eine andere Welt abtauchen.


    Es beginnt meist mit einem Gedanken, der sich im Kopf festsetzt und wenn der einmal da ist, bin ich kaum noch zu bremsen. Ich finde Ausreden, Zeitfenster, Möglichkeiten, um meinem Drang nachzugeben. Es fühlt sich an wie ein innerer Motor, der sich nicht abstellen lässt, bis ich den Kick geholt habe. Danach bin ich, meistens, zufrieden, manchmal aber auch frustriert. Je nachdem, wie der Zimmergang war, wie die Chemie war, oder ob ich mich danach leer fühlte.


    Ich war sogar einmal in Therapie deswegen. Der Therapeut hörte sich meine Geschichte an und fragte mich dann ganz direkt:


    „Na, steht er dir noch?“

    Ich antwortete: „Ja, klar. Und wie!“

    Seine Antwort: „Dann hast du (noch) kein Problem. Ich sage dir: Wenn er dir nicht mehr steht, dann hast du ein Problem.“


    Diese Aussage hat mich nachdenklich gemacht und gleichzeitig irgendwie entlastet. Ich habe die Therapie abgebrochen. Vielleicht, weil ich keine Lust hatte, mich wirklich zu stellen. Vielleicht auch, weil ich es verdrängt habe.


    Bin ich süchtig? Vermutlich ja.

    Aber ist das schlimm? Darüber bin ich mir bis heute nicht im Klaren. In meinem Alltag funktioniert alles. Ich gehe arbeiten, habe Freunde, und die meisten in meinem Umfeld ahnen nichts von meinem Hobby. Aber manchmal, wenn ich nachts allein nach Hause fahre, denke ich mir: Wenn das alles mal rauskommt, dann könnte es einschlagen wie eine Bombe.


    Und doch ist da diese Faszination. Diese Mischung aus Erotik, Nähe, der Illusion von Kontrolle und dem süßen Reiz des Verbotenen. Ich liebe den Moment, wenn ich einen Club betrete, die Musik leise läuft, schöne Frauen umherstreifen, ich frei wählen kann – wie ein König auf Zeit. Diese Macht, diese Augenhöhe, dieser Tanz aus Nähe und Distanz. Für viele Männer ist das ein gelebter Traum, für manche ein gefährliches Pflaster.


    Ich weiß auch: Nicht wenige der Girls machen diesen Job nicht aus Leidenschaft, sondern aus Not. Und doch – ich behandle sie mit Respekt, bin zärtlich und einfühlsam. Es gibt für mich keinen Grund, mich dafür zu schämen. Ich tue mir etwas Gutes – und wenn es für das Girl auch passt, umso besser.


    Doch die Wahrheit ist auch: Ich bin nicht mehr derselbe wie früher. Ich bin älter geworden. Reifer? Vielleicht. Und ich frage mich inzwischen öfter: Was fehlt mir eigentlich wirklich? Ist es nur der Sex? Oder suche ich eigentlich Nähe? Geborgenheit? Oder gar ein Stück Kontrolle in einer Welt, in der mir vieles entgleitet?



    Bordellsucht ist ein schleichender Prozess. Sie beginnt nicht mit einer Entscheidung – sondern mit einem Gefühl.


    Und sie wird genährt von unserer Gesellschaft, von unserem Bild von Männlichkeit, von dieser unausgesprochenen Erlaubnis, dass wir Männer uns "doch was gönnen dürfen". Und manchmal ist das auch okay. Aber wenn aus Lust ein Fluchtverhalten wird, wenn das Verlangen größer wird als der Verstand, dann wird es gefährlich.


    Ich schreibe das hier nicht, um Mitleid zu bekommen. Ich schreibe es, weil ich weiß, dass ich nicht allein bin. Vielleicht hilft es dem einen oder anderen, sich selbst zu reflektieren. Vielleicht entsteht hier ein ehrlicher Austausch. Vielleicht macht das Reden darüber den Unterschied.


    Und am Ende bleibt die Frage:

    Ist es wirklich Sucht? Oder einfach nur eine moderne Form von Sehnsucht?


    Bin gespannt auf eure Gedanken dazu.


    Euer Spartan