Todesfall im Club Zeus: Wenn Drogen, Geld und Verantwortung aufeinanderprallen
Mir ist wichtig, noch etwas klarzustellen:
Es geht mir nicht um die Gäste, die an einem Abend 200 oder 300 Franken in einem Club ausgeben, etwas Spass haben und danach wieder nach Hause gehen. Das sind in der Regel normale Gäste, die einfach eine gute Zeit haben möchten. Das kann sowohl für die Gäste als auch für die Frauen, die dort arbeiten, völlig in Ordnung sein.
Ich spreche hier von Gästen, die 1'000 Franken oder mehr ausgeben und dabei nur nach der ultimativen "Party" (Drogen) suchen. Oft entsteht dann die Haltung: «Ich bezahle viel, also will ich jetzt auch alles.»
Gerade Gäste, die bereit sind, viel Geld springen zu lassen, müssen sich bewusst sein, dass hinter der "Party" echte Menschen stehen. Menschen mit Gefühlen, Grenzen, Problemen, Familien und einem eigenen Leben.
Viel Geld zu bezahlen bedeutet nicht, dass Grenzen verschwinden oder dass ein anderer Mensch alles mitmachen muss. Wer viel ausgibt, trägt auch Verantwortung und sollte Rücksicht auf das Menschenleben hinter der Party nehmen.
Gerade Girls, die Schwierigkeiten mit solchen Partys haben oder versuchen damit aufzuhören, brauchen Schutz und Unterstützung. Man sollte sie ernst nehmen, ihre Entscheidung respektieren und sie nicht wieder in alte Situationen hineinziehen.
Sie hinterlässt ein Kind, das nun ohne seine Mutter gross werden muss.
Grundsätzlich habe ich weder das Bedürfnis noch die Lust, mich in irgendwelchen Foren zu äussern. Ich schreibe das nur, weil solche Ereignisse uns wachrütteln sollten. Vielleicht denkt dadurch der eine oder andere darüber nach, was eine solche Partys wirklich bedeuten und welche Folgen sie haben kann.
Es ist leider passiert, und es kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Ich möchte damit niemanden angreifen, sondern Menschen sensibilisieren.
Vielleicht denkt der eine oder andere in Zukunft lieber hundertmal darüber nach, bevor er Girls in Clubs in solche Situationen hineinzieht. Es geht darum, Rücksicht zu nehmen, Grenzen zu erkennen und einen Menschen zu schützen, bevor es zu spät ist.
























