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    Zwischen Clubroutine und Selbstzweifel: Wenn Pay6 das einzige Liebesleben bleibt

    Ein interessantes Thema. Ich bin seit 21 Jahren regelmässig in den Sexclubs unterwegs und kenne im Grunde keine andere Form der Sexualität. Tatsächlich hatte ich nie eine Beziehung und auch keinen sexuellen Kontakt ausserhalb der Clubs.


    Manchmal bin ich traurig deswegen. Manchmal bin ich aber auch froh, dass es so ist, wie es ist. Ganz ehrlich: Im Grunde fühlt es sich manchmal schon armselig an. Man kommt sich wie ein Loser vor, schaut in den Spiegel und fragt sich: Bin ich zu hässlich, zu fett, zu dünn, zu unsympathisch, um eine passende Frau zu finden? Oder man habe zu hohe Ansprüche, sagen dann die Besserwisser.


    Für mich geht es vorläufig so weiter. Ich geniesse die Zeit in den Clubs, bin aber auch noch auf Datingplattformen unterwegs. Dort bekomme ich leider keine Likes. Ja ja, ich bin en Arme, gell. Hahaha.


    Zum Glück habe ich einen guten Job und kann mir ab und zu eine Prostituierte in den Clubs gönnen. Das ist immerhin etwas, auch wenn es natürlich keine echte Beziehung ersetzt.


    Wichtig ist aus meiner Sicht, dass man versteht, dass es nicht das echte Leben ist. Man sollte nicht zum Liebeskaspar werden und das Puffleben auch nicht zu ernst nehmen. Ich sage mir, im realen Leben wird es auch für mich irgendwo und irgendwann etwas Richtiges geben.