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    Madame A. hat mir auch hinlänglich von solchen Herren erzählt, die Betrag X investiert haben und auf die abstruse Idee kamen, daß ihnen da nun was zustünde.

    Private, unentgeltliche Treffen, Bildmaterial, Videos.

    Wie kommt man bitte auf die absurde Idee, da was zu verlangen?


    Joseffson


    Du tappst aber selbst in die gleiche Falle wie viele andere, wenn du im Zusammenhang mit Pay6 von einer Investition sprichst. Es ist keine Investition, sondern eine Bezahlung.


    Von einer Investition spricht man zum Beispiel im Casino, wenn jemand Geld in die Bank investiert und sich einen Gewinn erhofft. Oder wenn jemand in ein Geschäft, eine Beteiligung oder eine Anlage investiert, weil er für sein eingesetztes Geld einen Ertrag oder eine Rendite erwartet. Auch ein Zuhälter investiert zuerst in eine Frau, weil er sich davon Einnahmen verspricht.


    Genau hier beginnt bei manchen Freiern der erste große Denkfehler: Sie verwechseln eine Bezahlung mit einer Investition. Im Pay6 wird aber nicht in eine Frau investiert. Bezahlt wird eine konkrete Zeit, eine vereinbarte Dienstleistung oder ein bestimmtes Erlebnis. Daraus entsteht kein Anspruch auf spätere Gegenleistung, besondere Nähe, Dankbarkeit oder Verfügbarkeit. So wie du es schon deutlich geschrieben hast :thumbup:.


    Unterschied zwischen Bezahlung und Investition

    Eine Bezahlung ist ein abgeschlossener Austausch: Der Freier zahlt Geld für vereinbarte Zeit, Nähe oder Dienstleistung der Prostituierten. Danach ist die Leistung erbracht. Es entsteht daraus kein weitergehender Anspruch auf Treue, Exklusivität, Dankbarkeit, private Nähe oder spätere Sonderbehandlung.


    Eine Investition bedeutet dagegen: Ich setze etwas ein, weil ich später einen Ertrag erwarte. Das kann Geld, Zeit, Aufmerksamkeit oder emotionale Energie sein. Wer also sagt, er habe in eine Prostituierte „investiert“, verschiebt innerlich den Rahmen. Aus einer bezahlten Dienstleistung wird in seinem Kopf plötzlich ein Erwartungskonto.


    Psychologisch ist das ein wichtiger Unterschied

    Wenn ein Freier denkt: „Ich habe so viel in sie investiert“, steckt oft mehr dahinter als nur die nüchterne Feststellung, viel Geld ausgegeben zu haben. Psychologisch kann daraus ein Anspruchsdenken entstehen:


    „Ich habe viel bezahlt, also müsste sie mir jetzt mehr geben.“
    „Ich war besonders großzügig, also müsste ich ihr wichtiger sein.“
    „Nach all dem Geld schuldet sie mir Vertrauen, Nähe oder Sonderrechte.“
    „Ich habe so viel reingesteckt, jetzt darf ich nicht einfach leer ausgehen.“


    Genau hier kippt die Wahrnehmung. Die Frau wird nicht mehr als selbstständiges Gegenüber gesehen, sondern als Projekt, Besitz oder Renditeobjekt. Das Geld wird rückwirkend zu einem vermeintlichen Beweis: Ich habe Anspruch, weil ich gezahlt habe.


    Der Denkfehler: Bezahlt wurde eine konkrete Leistung

    Im Pay6-Kontext ist der sachliche Kern klar: Bezahlt wurde eine konkrete, zeitlich begrenzte Leistung. Vielleicht eine Stunde, vielleicht ein Abend, vielleicht ein bestimmter Rahmen von Nähe und Service. Aber nicht die Person selbst. Nicht ihre Gefühle. Nicht ihre Zukunft. Nicht ihre privaten Grenzen.


    Wer daraus eine „Investition“ macht, baut sich oft eine innere Rechtfertigung für Erwartungen, die vorher nie vereinbart wurden. Besonders bei einer Favoritin kann das gefährlich werden, weil Bezahlung, Begehren, GfE-Illusion und persönliche Sehnsucht ineinanderlaufen.


    Warum der Begriff „Investition“ so verräterisch ist

    Das Wort „Investition“ klingt sachlich, ist aber in diesem Kontext emotional aufgeladen. Es verrät oft eine Hoffnung auf Rückfluss: mehr Zuneigung, mehr Exklusivität, mehr private Nähe, mehr Sonderrechte, mehr Kontrolle.


    Wenn diese Hoffnung enttäuscht wird, entstehen Kränkung, Neid, Wut oder Revanchegedanken. Dann heißt es nicht mehr: „Ich habe eine Dienstleistung bezahlt“, sondern: „Ich habe der Hure so viel Geld gegeben und bekomme nicht genug zurück.“


    Das ist psychologisch nahe an der Sunk-Cost-Falle: Weil schon viel Geld geflossen ist, glaubt man, man müsse weitermachen oder dürfe nun mehr verlangen. Gleichzeitig entsteht eine Art moralische Buchhaltung: Ich habe bezahlt, also ist sie mir etwas schuldig.


    Saubere Einordnung

    Ein Freier kann sagen:


    „Ich habe viel Geld für sie ausgegeben.“
    „Ich habe oft ihre Zeit bezahlt.“
    „Ich habe mir viele schöne Erlebnisse mit ihr gegönnt.“

    Das ist ehrlich und sachlich.


    Problematisch wird es bei:

    „Ich habe in sie investiert.“


    Denn dieser Satz trägt fast immer eine Erwartung mit sich. Er macht aus Bezahlung eine Anspruchsgrundlage. Und genau dort beginnt das psychologische Risiko: Aus Lust wird Bindung, aus Bindung wird Besitzdenken, aus Besitzdenken wird Grenzüberschreitung.


    Eine Prostituierte wird nicht zur Verpflichteten, nur weil ein Freier viel Geld für sie ausgegeben hat. Bezahlt wurde ihre vereinbarte Zeit oder Dienstleistung, nicht ihre Person, ihre Gefühle oder ihre Verfügbarkeit.