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    Ob das in die Armut oder in Reichtum führt, kümmert am Ende niemanden hier.


    Das sehe ich auch so.


    Was im Club oft ausgeblendet wird

    In Gesprächen mit Clubbesuchern stelle ich immer wieder fest, dass es viele überhaupt nicht interessiert, wie das Leben der Girls wirklich aussieht oder wie es für sie weitergeht, wenn sie eines Tages nicht mehr in die Clubs zurückkehren. Das ist keine Wertung, sondern zunächst nur eine Feststellung.


    Aus meiner Erfahrung sind die meisten Clubbesucher nur auf sich selbst bezogen. Sie sind nur auf den eigenen Vorteil bedacht und schauen dabei kaum nach links oder rechts. Was mit den Girls passiert, ob es fragwürdige Praktiken gibt, problematische Arbeitsbedingungen bestehen oder Frauen gesundheitlich geschädigt werden, interessiert die meisten Clubbesucher nicht.


    Selbst wenn sie davon wissen, schauen sie weg, gehen trotzdem weiterhin hin und unterstützen damit Angebote, bei denen Girls zu Schaden kommen. Nicht selten helfen sie sogar dabei, solche Dinge öffentlich oder im Bekanntenkreis herunterzuspielen, zu leugnen oder zu vertuschen.


    Von Moral kann man bei vielen Clubbesuchern, die ich kenne, kaum sprechen. Häufig herrschen Heuchelei und Doppelmoral in ihrer reinsten Form.

    Zwischen Verhalten im Club und Auftreten im Forum liegen Welten

    Was mir persönlich besonders auffällt: In der Praxis wird von vielen Clubbesuchern die ich kenne, der Saulus gelebt, während sie sich im Forum als ethisch und moralisch sauberer Paulus präsentieren. Da klaffen Welten auseinander.


    Das zeigt sich unter anderem bei nachgefragten AO-Praktiken vor Ort, wo die Doppelmoral sehr deutlich wird: Im Forum empören sich dieselben Männer über diese Praktiken, stellen andere dafür an den Pranger oder leugnen Namen von Frauen, dass sie das nicht tun, während sie es dort mit genau diesen Frauen selbst praktizieren!


    Es zeigt sich auch in Gesprächen mit Clubbesuchern, in denen Ausrücke wie z.B. "Zigeuner Schlampe... , Dreckhure..., Drecksau hat mich verarscht..., hab vorher im Zimmer ihr ins Maul gespritzt..." usw. ganz normal an der Tagesordnung sind. Gleichzeitig machen dieselben Männer im Forum auf Etikette, maßregeln andere wegen einzelner Bezeichnungen und spielen den Saubermann.

    Die Realität der Girls wird oft schöngezeichnet

    Um zum Hauptthema zurückzukehren: Jeder weiß, welche Girls in den Clubs hauptsächlich unterwegs sind, wo sie herkommen und aus welchen Milieus bzw. Ethnien sie stammen. Viele Männer merken in Gesprächen, wie begrenzt teilweise der geistige Horizont ist. Sie wissen auch, dass viele Girls, gerade aus manchen Ethnien, kaum schreiben oder lesen können.


    In Diskussionen unter Clubbesuchern ist es außerdem gang und gäbe, das sie davon ausgehen, dass viele Girls einen Zuhälter haben oder von Clans geschickt werden. Das ist ganz normaler Tenor in Diskussionen unter Clubbesuchern. Gleichzeitig diskutieren sie auch darüber, wie manche Girls teilweise verlumpt gekleidet sind, obwohl oft behauptet wird, sie würden monatlich Netto fünfstellige Beträge verdienen. Auch darüber gibt es häufig Diskussionen unter Clubbesuchern wie das zusammenpasst.


    Und dann wird im Forum aber von denselben Männern behauptet und verbreitet, in den Clubs seien lauter hochgescheite Girls unterwegs, Geschäftsfrauen die klare Pläne und Ziele hätten, um in kürzester Zeit finanziell ausgesorgt zu haben. Altersvorsorge, Immobilien, Investments, Schlösser, Geschäfte, luxuriöses Leben usw: Das sind in den allermeisten Fällen an den Haaren herbeigezogene Ammenmärchen, die mit der Realität überhaupt nichts zu tun haben.


    Da frage ich mich: Warum behaupten diese Männer in Foren solchen Stuss, wenn sie doch selbst wissen, wie es in der Praxis wirklich läuft?

    Vorsicht bei angeblichen Erfolgsbeispielen

    Auch bei solchen Einzelfällen, wie sie zum Beispiel von Coyote38 genannt wurden, sollte man nach meinen Erfahrungen sehr vorsichtig sein und sich nicht blenden lassen. Hinter einzelnen Beispielen stecken oft Halbwahrheiten.


    Nach außen werden manchmal Erfolgsmodelle über Socialmedia präsentiert, mit Wohlstand und Reichtum geprotzt, um gewisse Ziele zu verfolgen, nicht selten um z.B. Girls im Heimatland für Clubs im Ausland anzuwerben. Wenn man die Hintergründe kennt, sieht es jedoch ganz anders aus. In solchen Fällen sind nicht selten andere Personen im Hintergrund beteiligt.

    Es gibt durchaus nicht wenige stinkreiche Schweizer Sugar Daddys, die den Girls nebenbei in Rumänien Immobilien schenken, für sie Restaurants eröffnen, Boutiquen schenken usw. Von diesen Girls wird es auf Socialmedia dann natürlich so präsentiert als ob sie sich das selbst aufgebaut hätten. Und von Clubbesuchern wird es so dargestellt: „Schau, wie vernünftig und sparsam die Girls mit unserem Liebeslohn umgehen, wie geschäftstüchtig und schlau die Girls doch alle sind.“


    Solche Einzelfälle werden dann gerne verallgemeinert, obwohl sie für die Realität der Girls in den Clubs gerade nicht repräsentativ sind.