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Kokainverkauf in Kontaktbar Horgen / Zürich

    • Ein Ostschweizer Studio wirbt aktuell mit folgendem:


      Screenshot 2025-03-21 181907.png


      Legal oder illegal - aber auf jeden Fall grenzwertig.

      Komm zu uns; wir sorgen dafür, dass du noch einen Ständer kriegst - und auch gleich, dass du ihn wieder los wirst....!?!?

      • Patron liess im Puff Potenzmittel und Koks verticken


        20. März 2025 – Der Geschäftsführer (60) einer Kontaktbar in Wädenswil ZH ist zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 16 Monaten und einer Busse von 3000 Franken verurteilt worden.



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        Als ein Ort für Geniesser wird der Club beschrieben, wo Entspannung pur angeboten werde. Doch neben dem horizontalen Gewerbe sind in der Kontaktbar in Wädenswil ZH an die vornehmlich männliche Kundschaft auch Drogen verkauft und Potenzmittel abgegeben worden.


        Kokain in Portionen abgepackt und an Barfrau zum Verkauf übergeben


        Am Montag stand deshalb der 60-jährige Schweizer Geschäftsführer vor dem Bezirksgericht Horgen. Laut Anklage hat er im Frühjahr 2023 von einem unbekannten Dealer 50 Gramm Kokain für 4000 Franken gekauft. Er packte die Drogen in Portionen von 0,8 Gramm und übergab sie seiner Barfrau, damit sie das Kokain an die Gäste für je hundert Franken verkaufen konnte.


        400 Gramm Haschisch für die Freundin


        Im weiteren wurden im Club den Freiern auf Wunsch das illegale indische Potenzmittel Kamagra unentgeltlich abgegeben. Es handelt sich dabei um ein Generikum von Viagra. Zudem hat der Beschuldige für seine Freundin noch knapp 400 Gramm Haschisch für 2000 Franken gekauft.

        Bei der Razzia in der Kontaktbar durch die Kantonspolizei Zürich im Mai 2023 fanden die Beamten in der Küche noch 19 Gramm Kokain, 52 Packungen à sieben Stück Kamagra sowie noch 376 Gramm Haschisch.


        Staatsanwältin verlangt Gewinnabgabe


        Die Staatsanwältin verlangte für den nicht einschlägig vorbestraften Beschuldigten eine bedingte Freiheitsstrafe von 16 Monaten sowie eine bedingte Geldstrafe und eine zu bezahlende Busse von 3900 Franken. Zudem soll er den Gewinn von 1300 Franken abliefern und die Verfahrenskosten von 2000 Franken berappen.


        Er habe nur aus finanziellen Gründen das Kokain verkauft. «In seinem Geschäftsmodell hat er auch das Potenzmittel gratis abgegeben.» Der Beschuldigte soll wegen Verbrechens (Kokain) und Vergehens (Haschisch) gegen das Betäubungsmittelgesetz und gegen das Heilmittelgesetz (Potenzmittel) verurteilt werden.


        Verteidigerin fordert bedingte Geldstrafe


        Demgegenüber forderte die Verteidigerin eine Verurteilung einzig wegen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz. Ihr geständiger Mandant sei mit einer bedingten Geldstrafe zu verurteilen. Das Gutachten bezüglich des Kokain-Reinheitsgrades sei aus formalen Gründen nicht verwertbar.

        Man müsse deshalb von einem bedeutend geringeren Reinheitsgrad ausgehen, es handle sich nicht um einen schweren Fall. In der Anklageschrift wird der Reinheitsgrad des Kokains mit 92 Prozent beziffert. Ihr Mandant habe nur einmal mit Kokain gehandelt, habe die Tat nicht von langer Hand geplant und sei geständig. Er sei in den Corona-Zeiten in finanzielle Schwierigkeiten geraten.


        Das Bezirksgericht Horgen folgte aber den Anträgen der Staatsanwältin, reduzierte einzige die Busse auf 3000 Franken. «Sie haben den falschen Weg eingeschlagen», sagte der Richter. Von Einsicht und Reue habe man nicht viel gehört. Der Beschuldigte habe sich nicht aus finanziellen Not leiten lassen.


        Quelle

        https://www.20min.ch/story/bez…-koks-verticken-103304441