Mit Freude durfte man heute hören, dass die Preise in der Schweiz merklich gesunken sind - und zwar in allen Bereichen. Neue Autos sind so günstig, dass gebrauchte Autos schwer zu verkaufen sind, die Grossverteiler sind über die Bücher gegangen, Aldi und Lidl sind da. Der vom Bundesamt für Statistik berechnete Importpreisindex zeigte im Oktober 2011 einen Rückgang um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat. Sein Stand beträgt 97,7 Punkte (Basis Dezember 2010 = 100). Gegenüber dem Vorjahr lag das Preisniveau um 1,8 Prozent tiefer. Der Importpreisindex zeigt die Entwicklung der Importpreise ohne Mehrwert- und Verbrauchssteuern sowie ohne Zoll.
Wir kaufen bei Zara die schönsten Jacken für 220 Franken, Conforama bietet Traum-TVs für 499 Franken an.... Doch das Sex-Gewerbe macht auf stur.
Klar, man kann nicht für einen kurzen F..k nach Deutschland fahren. Aber man dürfte doch auch hier eine gewisse Fairness zeigen. Ich betone immer und immer wieder, dass Eintrittspreise in Clubs einen Grund haben: teurer Boden, teure Infrastruktur. Aber warum wir für Girls, die im riesigen Deutschland 40 oder 50 Euro bekommen, fast das Dreifache bezahlen, macht keinen Sinn. Sie wohnen meistens im Club und wechseln die SFR zu Hause zu einem guten Kurs in Euro um...
In Basel gibt es einen Club, wo 30 Minuten Gf6 70 Franken kosten. Ein Girl, ex-Rouge, ist dort und zufrieden. Es läuft und man wartet nicht lange auf Gäste und wenn es Gäste hat, geht jeder gerne zwei oder sogar dreimal aufs Zimmer.
Die hohen Preise werden auch bei uns unter Druck kommen. Denn jeder sagt sich: für 150 oder 200 Franken (für 30 Minuten) kann ich mir - wenn es nicht um Sex geht - viel kaufen. Eine gute Kamera, ein gutes Kleidungsstück und und... Das war früher nicht der Fall, denn alles war erheblich teurer als 30 Minuten Sex für 200 Franken.
So wie ich vor Jahren geschrieben habe, dass es eines Tages kaum mehr Clubs geben wird, die Gummi-F anbieten und keine Küsse, so werden auch die Preise bald nach unten tendieren.
Ich kann mich erinnern: in Zürich war eine GF6-Pionierin Simone im Seefeld, im Studio 28 wurde für 150 Franken pur geblasen und viel geküsst. Ich stiess auf grossen Widerstand, als ich schrieb, dass es zur Norm werden würde, am Schluss musste sogar auch die Happylife-Kette die französischen Spielregeln ändern, weil sonst kaum einer mehr kam (im wahrsten Sinne des Wortes).
Auch wenn die Preissenkungen nicht über Nacht kommen, so sollten wir wenigstens bei Preiserhöhungen nicht mehr mitspielen. 150 Franken für 30 Minuten für Girls, die 40 Prozent abgeben, ist sicher ok. In Clubs - wo das Girl "alles" behält, muss man über die Sex-Bücher.