Alles anzeigenKokain als Statussymbol im Rotlichtgewerbe: Wenn Luxusillusion, Partykultur und sozialer Aufstieg den Drogenkonsum verändern
Man darf den Konsum von Kokain in diesem Milieu durchaus noch unter einer anderen Perspektive sehen:
Die Mädels kommen zum allergrößten Teil aus vollkommen dysfunktionalen Familien und sind mitunter in dramatisch unterprivilegierten Verhältnissen aufgewachsen ... Stichwort "Roma" u.ä. ...
Wenn solche Mädels nun in verhältnismäßig jungen Jahren durch einen Job im Schweizer Saunaclub unverhältnismäßig viel Geld in die Hand bekommen, dann passiert da - und auch das wurde hier im Forum bereits zigfach thematisiert und hergeleitet - eine "interessante" Kettenreaktion:
Sie schmeißen das Geld mit vollen Händen zum Fenster raus und "simulieren" ein "Luxusleben", wie sie von Instagram und anderen Social Media glauben, dass dieses eben aussieht (Shopping, Reisen, Beauty-OP's etc.) und
sie machen "Party" ohne Ende wie die "Reichen und Schönen", von denen sie sich einbilden, dazuzugehören.Alkohol sind sie aus ihrem "Berufsalltag" sowieso täglich gewöhnt ... also sind Champagner und teure Spirituosen nichts "Besonderes" mehr. Folglich wird Ausdruck dieses High Life- und Partylebens eben Kokain ... weil "man kann es sich ja leisten" .... "gehört zur High Society" ... da "gehört das dazu" ... und schließlich ist man ja "souverän" und "kann damit umgehen" ... weil "man hat's im Leben ja geschafft und ist erfolgreich".
Drogen werden in diesem Milieu (mit steigendem wirtschaftlichem Erfolg) immer weniger als Drogen wahrgenommen, sondern vielmehr als Ausdruck eines bestimmten Lebensstils. Das heißt, dass sich da mitunter nicht nur die "Gründe" verschieben, warum Drogen konsumiert werden, sondern auch die Wahrnehmung des Drogenkonsums selbst.
Tiefschürfende Grüße vom freundlichenBerliner Coyoten
Der Beitrag von Coyote38 erfasst sehr treffend, wie Kokain im Rotlichtgewerbe zur luziferischen Illusion von Aufstieg, Freiheit und High Society wird, während es den Menschen tatsächlich immer tiefer an Geld, Rausch und Selbsttäuschung bindet und somit in den Abgrund führt.
Kokain zwischen luziferischer Verführung und dem Willen zur Beherrschung
Kokain lässt sich aus einer geistigen und philosophischen Perspektive nicht nur als Droge betrachten. Es wirkt zunächst wie eine luziferische Verführung und endet später in einer sehr kalten Macht, die den Menschen bindet und beherrscht.
Die luziferische Verführung
Der luziferische Einfluss zeigt sich im ersten Versprechen des Kokains. Die Droge vermittelt Euphorie, Selbstsicherheit, Entgrenzung und das Gefühl einer scheinbaren Überlegenheit.
Der Mensch glaubt für einen Moment, stärker, schöner, begehrenswerter und freier zu sein als zuvor. Sorgen, Ängste und innere Leere scheinen zu verschwinden. Die gewöhnliche Wirklichkeit wird zurückgedrängt, und an ihre Stelle tritt ein künstlich erzeugtes Hochgefühl.
Doch diese Erhebung ist keine wirkliche Freiheit. Sie ist eine Täuschung. Der Mensch steigt nicht aus eigener Kraft über sich hinaus, sondern lässt sich von einer Substanz tragen, die ihm eine Grösse vorgaukelt, die nicht aus seinem eigenen Inneren stammt.
Wenn aus Verführung Beherrschung wird
Nach der Verführung beginnt die Bindung. Das künstlich erzeugte Hochgefühl wird zum Zwang. Gefühle, Leistungsfähigkeit, Selbstbewusstsein und Lust sollen nicht mehr aus dem Menschen selbst entstehen, sondern müssen chemisch hervorgerufen werden.
Der Körper soll funktionieren. Die Stimmung soll auf Knopfdruck steigen. Sorgen sollen verschwinden. Müdigkeit, Ekel, Angst und innere Widerstände sollen ausgeschaltet werden.
Damit tritt eine kalte Macht in Erscheinung, die alles Lebendige in Funktion, Leistung und Wiederholung verwandelt. Der Mensch glaubt zunächst, die Droge zu benutzen. Später benutzt die Droge den Menschen.
Aus freiwilligem Konsum wird Gewohnheit. Aus Gewohnheit wird Abhängigkeit. Aus dem vermeintlich freien Menschen wird ein Getriebener, der Geld, Zeit, Gesundheit und Würde opfert, um den nächsten künstlichen Zustand zu erreichen.
Der Wille zum Bösen zeigt sich im Verlust der Freiheit
Der „Wille zum Bösen“ liegt dabei nicht einfach in der Substanz selbst. Er zeigt sich dort, wo der Mensch seine Freiheit preisgibt, sich selbst und andere nur noch als Mittel zum Zweck betrachtet und bereit ist, Gesundheit, Würde und Menschlichkeit dem nächsten Rausch zu opfern.
Im Rotlichtgewerbe kann diese Macht besonders deutlich sichtbar werden: Die Prostituierte soll mithilfe der Droge funktionieren, ihre Sorgen vergessen und ihren Körper vom eigenen Empfinden trennen. Ekel und Widerstände zu überwinden. Der Freier benutzt Kokain möglicherweise, um seine Lust zu steigern, Hemmungen abzubauen und den anderen Menschen immer weniger wahrzunehmen.
Beide glauben zunächst, durch die Droge freier zu werden. Tatsächlich geraten sie immer tiefer in eine Abhängigkeit aus Trieb, Geld, Leistung und künstlicher Entgrenzung.
Die eigentliche Dynamik des Kokains
Das Kokain lockt luziferisch:
Du bist stärker, freier und grösser als dein gewöhnliches Ich.
Später spricht die kalte Macht der Bindung (der polare Gegenspieler von Luzifer, der den Mensch in den Abgrund zieht):
Ohne mich kannst du nicht mehr funktionieren.
Darin liegt die eigentliche Tragik. Die Droge verspricht Freiheit und führt in Unfreiheit. Sie verspricht Lebendigkeit und erzeugt innere Leere. Sie verspricht Selbstbewusstsein und zerstört schrittweise den eigenen Willen.
Die Quintessenz lautet deshalb: Kokain trägt eine luziferische Maske. Hinter dieser Maske wartet jedoch keine Befreiung, sondern eine kalte Macht, die den Menschen an Stoff, Geld, Trieb und Abhängigkeit bindet.
Die Nachtklinge
























