Wie steht es um die Sicherheit von uns Gästen, wenn in den Saunaclubs nun Clan Bosse der Balkan Mafia mit ihren Handlangern ein- und ausgehen und wie du schreibst, in den Clubs machen was sie wollen und sogar der Club Chef vor den Mafiabossen auf die Knie geht und um Erlaubnis fragen muss. Gibt es einen Schusswechsel zwischen rivalisierenden Mafia Clans in den Clubs zu befürchten und können wir Gäste zwischen die Fronten geraten? Müssen wir Konsequenzen aus Rache befürchten, wenn wir mit einem Girl ins Zimmer gehen, auf die der grosse Boss bereits ein Auge geworfen hat?
Ich wollte mich eigentlich zurückhalten mit meinen Kommentaren, und das besonders bei diesem Thema. Es gibt aber hier zwei Punkte, die mich wirklich jucken:
1. Ein guter Bekannter von mir - wir sind fast gleich alt, und im selben Kuhkaff aufgewachsen - hat eine steile Karriere hingelegt, und ist heute Mitinhaber einer grossen Schweizweit bekannten Firma. Er hat mir vor vielen Jahren schon gesagt, dass er die besten Geschäftsabschlüsse im Cabaret entweder einfädelt, abschliesst, oder mindestens den Abschluss mit dem Kunden zusammen dort feiern geht. Das koste ihn- oder halt eben die Firma - jeweils einen kleinen fünfstelligen Betrag. Das war vor 30 Jahren. Die haben es da jeweils ganz schön krachen lassen. Und er war bestimmt nicht der Einzige. Ich habe auch im Cabaret gearbeitet, und habe einige Gäste in dieser Kategorie miterlebt.
2. Ich war im gleichen Zeitraum mit einem Russen in Kontakt. Dimitri L.
Er reiste durch ganz Europa mit seinen 3 oder 4 Dolmetscherinnen, von denen jede den Frauen im Gewerbe aber richtig Konkurenz gemacht hätte. Bildhübsche, gebildet, mehrsprachig. (Und damit dieser Text auch hier in das Forum passt -Ekatherina, so hie die Perle die deutsch, italienisch, französisch und italienisch dolmetschte - konnte Ficken und Blasen wie vorher und nachher wohl keine mehr. Wenn das Arschloch selber sie nicht auch ab und zu genagelt hätte, die hätte ich behalten.)
Dimitri bewegte sich zu dieser Zeit in Europa, als ob es keine Grenzkontrollen gäbe. Und das zu Zeiten des eisernen Vorhangs, wo jeder normal sterblichen Russe allein auf das Visum Monate wartete. Er hatte ein "Büro" in Zürich, eins in Paris und eins in Sofia. Diese habe ich alle von innen gesehen, aber es gab mit Sicherheit noch mehrere. Die Jungs bewegten "Waren aller Art" von hier nach dort, für die Sonderbewilligungen nötig waren. Als wir uns mal auf dem Bauernhof meiner Eltern an einem kalten, verschneiten Winternachmittag so richtig mit dem selbstgebrannten in Stimmung brachten, wurde er redselig. Dieser Typ wurde in jedem Laden in der Schweiz, wo auch nur eine einzige Russin anwesend war, und somit auch letztendlich ein russischer "Impressario" bei einer russischen Agentur im Spiel war, hofiert vom allerfeinsten. Jeder und jede hat gewusst, mit dem sollte man es sich nicht verscherzen. Es war glasklar, welcher "gemeinnützige Organisation" er angehörte. Irgendwann hat er mich und meinen Partner dann um mehrere Lastwagenladungen beschissen, das Geld haben wir nie gesehen. Egal, das ist eine andere Story....
Was ich damit eigentlich sagen will ist folgendes:
Das Milieu hat auf sehr viele Leute (vorzugsweise natürlich Männer) eine fast magische Anziehungskraft. Noch wohler fühlt sich darin aber das ganze lichtscheue Gesindel, Klein- und Kleinstkriminelle, Ganoven, etc. etc.
Aber auch die grossen Jungs, die in der Oberliga spielen, finden den Weg hinein gerne mal. Und das sind nicht nur die von der "dunklen Seite der Macht", sondern auch durchaus solche mit einer weissen Weste.
Wenn man also jemanden sieht, der eine Riesensause steigen lässt, heisst das noch gar nichts. Ich habe meinen Lebtag noch nie so viele Leute auf einem Haufen gesehen, die sich derart peinlich aufführten, wie das gesamte Kader von Stabslügel, also hohe und sehr hohe Offiziere einer Kaderschule, bei der Hochzeit des Schulkommandanten. Will heissen: Wer hier Party macht, und wie diese verläuft, lässt keine Rückschlüsse darauf zu, wer hier gerade am Feiern ist.
Ob der Boss des Ladens gut findet, wie es gerade abläuft, oder ob er es notgedrungen aber zähneknirschend akzeptiert, und aus welchen Gründen er das tut, darüber kann man nichts anderes als spekulieren. In welchem Verhältnis Razo zu jemandem steht, weiss wohl auch nur er selbst. Also lasst die Spekulationen, die führen zu nichts.
Aber eines ist so sicher wie das Amen in der Kirche; ein wirklicher Mafioso, der etwas zu verlieren hat, wird sich niemals in der Öffentlichkeit so benehmen, der sucht nicht diese Aufmerksamkeit, oder braucht dieses Imponiergehabe. Der sucht eher Diskretion, und nicht das grosse Publikum. Das hat mich damals schon Dimitri gelehrt. Und der wusste, wovon er sprach.
























