Eine mögliche Definition des Fremdgehens ist, wenn man mutmasslich davon ausgehen kann, dass der (momentane) feste Partner das was man gerade tut nicht tolerieren und als Treuebruch interpretieren würde. Diese Definition ist relativ eng gefasst, denn wirklich so tolerant sind ja dann doch die wenigsten Paare.
Die gleiche Frage bzgl. des Tatbestandes "Fremdgehen" habe ich mir übrigens auch schon gestellt beim Besuch von anderen Dienstleistungen wie erotischen Massagen, Tantra-Studios etc. auch wenn es dort nicht zum GV kommt.
Selbst habe ich keine Cybersex-Erfahrungen. Ich frage mich hier dann aber doch: Weshalb der Aufwand? Unzählige E-Mails, Chats, allenfalls Webcam-Sessions, immer mit der Gefahr, entdeckt zu werden. Da sehe ich - wenns denn sein soll - einen Studiobesuch als wesentlich unkomplizierter an: Zum einen ist das Gebotene nicht virtuell sondern real aus Fleisch und Blut - da hat man dann doch wesentlich mehr davon. Zum anderen erkauft man sich ja mit dem Preis auch das Stillschweigen und die Befreiung von jeglicher Verpflichtung und Emotionen. Die Gefahr, dass eine Cybersex-Beziehung rasch zu einer Parallelbeziehung mit allenfalls auch ungewoll höherem Emotionslevel ausartet, erscheint mir wesentlich höher.
Ich habe das Ganze natürlich jetzt am "Fremdgehen" aufgehängt. Für ungebundene Singles sieht es wieder ganz anders aus. Aber auch in dieser Situation würde ich lieber in ein Studio- oder Clubbesuch investieren oder mich nach einer echten Partnerschaft auf die Suche machen. Wenn dann der Weg über Cyber-Sex führt, warum nicht? Aber jeder Mensch braucht Wärme, Zärtlichkeit, Berührungen - es wird noch lange dauern, bis diese Emotionen authentisch durch das Web weiter gegeben werden können - zum Glück!
























