Viele sagen mir dann, dass sie in ihrem Land (meist Ostblock) keine Möglichkeit sehen genügend Geld als alleinerziehende Frau zu verdienen um der Familie ein vernünftiges Auskommen zu garantieren. Einige der Frauen haben zum Teil akademische Abschlüsse, sehen aber trotzdem keine Chance das Geld für den Familienunterhalt in ihrem Land zu verdienen. In solchen Situationen erkenne ich dann schon, dass die Frauen den Job zwar selber gewählt haben, die Arbeit aber irgendwie kaum freiwillig oder noch viel weniger aus Spass in der Schweiz ausüben. Sie werden zwar nicht von „bösen Männern“ zum Job gezwungen, ihre Lebenssituation zwingt sie aber trotzdem die Arbeit zu verrichten. Manchmal stellt sich für mich schon die Frage, was schlimmer ist von einem Zuhälter ähnlichen Typen oder von der wirtschaftlichen Not zum Job gezwungen zu werden. Ich glaube beides ist fast gleich tragisch.
Karl
Dass es für alleinerziehende Frauen in Osteuropa keine andere Möglichkeit gibt, zu überleben, trifft nicht zu. Die Frauen belügen sich selbst und andere. Die Wahrheit ist, dass es für viele ein einfacher Weg ist, in kurzer Zeit sehr viel Geld zu verdienen. Sofern sie die physischen (Attraktivität) und psychischen (geringe Hemmschwelle) Voraussetzungen mitbringen.
Wäre das Argument stichhaltig, müsste man sich fragen, wie denn die zahllosen alleinerziehenden Mütter in Osteuropa überleben - und sie überleben! -, die eben die genannten Voraussetzungen nicht mitbringen und deshalb nicht diesen Weg wählen (können). Es ist bestimmt ein hartes Los, aber es gibt andere, weniger einfache Möglichkeiten. Das Argument der Aussichtslosigkeit widerspricht auch einfachster Logik: Westeuropa wäre überschwemmt von Millionen bedürftiger Mütter aus Mittel- und Osteuropa.
























