In diesem Thread geht es um Hausverbote im Saunaclub, Sanktionen gegen Gäste sowie persönliche Erfahrungen mit Clubausschlüssen und anderen Bestrafungsmassnahmen. Betroffene können schildern, warum sie ein Hausverbot erhalten haben, wie der Club die Entscheidung begründet hat und welche Konsequenzen daraus entstanden sind.
Gerade bei Hausverboten in Schweizer Saunaclubs stellt sich die Frage, wie transparent solche Entscheidungen kommuniziert werden, ob nachvollziehbare Gründe genannt werden und wie Gäste darauf reagieren. Mein eigener Fall zeigt, welche Folgen ein Hausverbot und aus Sicht des Gastes möglicherweise willkürliche Massnahmen haben können.
Hausverbot in allen Clubs des Imperiums: meine Erfahrung als Gast
Ich bin ab sofort in allen Clubs des Imperiums persona non grata und habe Hausverbot. Mitgeteilt wurde mir das vor rund zehn Tagen an einem Nachmittag im Globe, nachdem ich bereits mit meiner reservierten Favoritin Lucy zusammensass.
Shila, die Supervisorin, forderte mich auf, an den Empfang zu gehen, den Eintrittspreis abzuholen und den Club zu verlassen. Die Reservation mit Lucy sei gestrichen. Auf meine Frage weshalb, gab sie zunächst keine Antwort. Nach längerem Insistieren meinerseits sagte sie schliesslich schnippisch:
„Du bist zu dick!“
Hääää?
Ich schaute in die Runde und fühlte mich unter einigen sehr korpulenten Herren nicht gerade schlank, aber immerhin. Ich verlangte, Ingo zu sprechen. Shila sagte, er sei besetzt.
Abschied von Lucy und Gang zur Garderobe
Also ging ich zur Garderobe, nachdem ich mich noch von Lucy verabschiedet hatte. Sie war den Tränen nahe und zitterte sichtbar. Auch sie habe keine Ahnung, was los sei, und sei genauso wie ich wie vom Blitz aus heiterem Himmel getroffen worden. Sie sagte, sie sei sehr traurig, wenn sie mich jetzt vielleicht nie mehr sehen würde.
Gespräch mit Ingo: Hausverbot ohne konkrete Begründung
Am Empfang wollte ich das Eintrittsgeld zurückverlangen. Genau in diesem Moment trat Ingo von hinten an die Theke. Ich begrüsste ihn und fragte, ob er einen Moment Zeit habe. Er nickte und ging mit mir nach hinten. Dort fragte ich ihn, ob dies ein schlechter Witz sei oder eine Verwechslung. Er verneinte. Ich wollte den Grund wissen.
Seine Antwort lautete:
„Weil es mir gefällt so.“
Auch hier insistierte ich weiter. Daraufhin sagte er:
„Du weisst, dass wir hier im Imperium sind. Ich bin der Imperator und kann deshalb machen, was und wie es mir gefällt.“
Dabei legte er seine rechte, flache Hand aufs Herz, wie man es von amerikanischen Präsidenten kennt, wenn die US-Flagge gehisst oder die Nationalhymne gespielt wird.
Weiter sagte er:
„Das Hausverbot gilt natürlich für sämtliche Clubs des Imperiums. Und nun wünsche ich Dir noch einen schönen Tag.“
Dann drehte er sich um und verschwand im Büro.
Unklare Gründe und widersprüchliche Begründungen
Ich habe wirklich keine Ahnung, weshalb ich nicht mehr erwünscht bin. Meine letzten zwei Besuche lagen drei beziehungsweise vier Wochen zurück, und alles lief normal ab. Es ist nichts Aussergewöhnliches vorgefallen. Auch Besuche in anderen Clubs des Imperiums liegen noch weiter zurück. Ebenfalls ohne irgendwelche Vorfälle.
Ich denke auch nicht, dass ich im Forum etwas geschrieben habe, das irgendwie gegen das Imperium gerichtet war. Kurz gesagt: Ich habe absolut keine Ahnung, was der eigentliche Grund für dieses Hausverbot sein soll.
„Du bist zu dick“ als angebliche Begründung
Okay, Shila hat einen Grund genannt:
„Du bist zu dick!“
Diese Äusserung ist aus meiner Sicht eine bodenlose Frechheit. Einfach nur widerlich, respektlos und schamlos. Für mich zeigt diese Aussage glasklar, wie tief die bedingungslose Gefolgschaft gegenüber dem Imperator offenbar gehen muss. Shila war bisher für mich einfach nett. Heute muss ich sagen, dass sie nur noch einfach ist. Und es wohl auch bleiben wird.
„Es gefällt mir so“ als Entscheidung des Imperators
Auch Ingo hat einen Grund genannt:
„Es gefällt mir so.“
So etwas kann sich natürlich nur ein Regent, Imperator, Diktator oder eine ähnliche Figur erlauben. Die beiden Schweizer wurden seinerzeit auch ohne Grund und ohne Anklage in Geiselhaft genommen. Dem libyschen Diktator hat es damals offenbar auch einfach gefallen.
Willkürliche Bestrafung und persönliche Einordnung
Das Ganze kommt mir vor wie eine schlechte, billige Posse. Inszeniert von einem selbsternannten Imperator, der demokratisch wohl kaum gewählt würde, umgeben von treuen Gefolgsleuten und ergebenen Anhängern.
Man wird abgeurteilt, ohne konkrete Vorwürfe, ohne nachvollziehbare Begründung und ohne die Möglichkeit, zu eventuellen Anschuldigungen Stellung zu nehmen. Und das nach fünf Jahren als Stammgast und unzähligen Besuchen, ohne jemals auch nur den leisesten Anlass zu Beanstandungen gegeben zu haben.
Für mich bleibt dieses Hausverbot ein Beispiel dafür, wie hart und willkürlich Gäste in einem Saunaclub sanktioniert werden können. Ohne klare Begründung, ohne Gespräch auf Augenhöhe und ohne die Möglichkeit, die Sache vernünftig zu klären.
Es lebe das Imperium.
Es lebe der Imperator.
Erfahrungen mit Hausverboten in Schweizer Saunaclubs
Dieser Thread soll weitere konkrete Erfahrungen mit Hausverboten in Schweizer Saunaclubs, Zutrittsverboten, Sanktionen gegen Gäste und fragwürdigen Clubreaktionen sammeln.
Hilfreich sind möglichst nachvollziehbare Angaben: In welchem Club ist es passiert, wann wurde das Hausverbot ausgesprochen, welche Begründung wurde genannt, gab es vorher einen Vorfall, ein Gespräch oder eine Verwarnung, und welche Folgen hatte die Entscheidung für den betroffenen Gast?
Bitte schildert eure Erfahrungen sachlich, konkret und mit einem erkennbaren Ablauf. Gerade bei sensiblen Themen wie Hausverboten, Bestrafungen von Gästen und Zutrittsverboten hilft eine klare Darstellung mehr als pauschale Vorwürfe.
Konkreter Fall im Club LaVie Herdern
Auch aus anderen Schweizer Saunaclubs gibt es konkrete Erfahrungen mit Hausverboten und den daraus entstandenen Folgen. Ein ausführlicher Fall aus dem Kanton Thurgau wird im folgenden Thread dokumentiert:
👉 Hausverbot im Club LaVie Herdern: Gründe, Folgen und Erfahrungen von Gästen
Aktualisierung
Stand: 30.07.2026