der artikel ist im winter 2001/02 erschienen. er gibt den state of the art in bezug auf die heutigen fkk-clubs nicht (mehr) wieder. hier sind küssen und zärtlichlkeiten standard (natürlich gibt es immer wieder frauen, die diesbezüglich eigene regeln aufstellen, sie werden in den foren "abgestraft" und dürften deshalb nicht sehr erfolgreich sein).
eine gute hure ist unbestritten eine top-illusionsverkäuferin. jeder freier weiss aber aus eigener erfahrung, dass top-illusionen nicht zustande kommen, wenn die frau den freier zu sehr auf distanz hält. eine gute hure ist deshalb eine seiltänzerin, die risikos eingeht. (sie ist gleichzeitig für viele männer therapeutin, was ihre arbeit nicht einfacher macht.)
"In keinem anderen Beruf ist der soziale und physische Kundenkontakt so nah, wie zwischen einer Prostituierten und ihrem Freier" behauptet die autorin. das ist nur in bezug auf den physischen kontakt richtig. psychisch und sozial kommen psychotherapeut/Innen, psychoanalytiker/Innen, sozialarbeiter/Innen und verwandte berufe ihren patient/Innen auch sehr nahe. und nicht allzu selten kommt es auch zu physischen kontakten...ich kenne eine psychoanalytikerin, die öfter damit geliebäugelt hat, auch mal als "edelnutte" zu arbeiten.
finde das thema "philosphisches zu thema prsotitution" spannend. allerdings halte ich mich persönlich lieber an marx, der mal in etwa gesagt hat, die philosophen hätten die welt nur verschieden interpretiert, es gelte aber, sie zu verändern. das würde für uns freier heissen, dass wir uns für eine freie sexualität einsetzen, die deren käuflichkeit (auch für frauen) einschliesst. und dass wir uns dafür einsetzen, dass die gesellschaft endlich begreift, dass sexualität und liebe zwar durchaus - aber eben nicht zwangsläufig - hand in hand gehen können. sexualität muss zum (kostbaren) handelbaren gut werden, wie etwa gutes essen.
seebueb
der sein erstes - von einem holländer, der ein hurenfreund war, publiziertes - buch mit hureninterviews etwa 1972 gelesen hat, lange bevor er selbst entsprechende erfahrungen gemacht hat. und seither nie ein buch gesehen hat, das die welt der prostitution "objektiv" schildert.






















