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CH-8603 Schwerzenbach, Ifangstr. 2, Tel. +41 43 355 59 84 www.club-globe.ch

Horizonterweiterung: Club Globe, Schwerzenbach

    • Ich fürchte nein. Mich verschlägt es nicht so oft so weit nach Süden, ich bin weit überwiegend in der nördlichen Hälfte des Großen Kantons unterwegs. Berichte aus Läden wie dem *Club 295* dürften hier nur auf begrenztes Interesse stoßen, insofern...

      Doch doch uns interessiert es auch wie es weiter oben im Norden läuft, da auch schon einige von uns im Artemis waren, sicherlich eine Minderheit, aber alle Grossen Puffgänger waren mal dort!


      Danke auch für die tolle Berichterstattung.

      • Mal ne frage, wo ist denn dieser ominoese Club 294?

        Der guten Ordnung halber: Mittlerweile trägt der Laden den Namen *Club 295* - aber das war mir noch nicht klar, als ich begonnen hab, mich hier umfassend auszubreiten ;) Ich hab ein paar Hinweise gestreut, eigentlich kann es doch so schwer nicht sein, auf das *Artemis* zu kommen?

        danke für deine tollen berichte. war mir ein vergnügen diese zu lesen. kompliment

        Dankesehr!

        Dürfen wir zukünftig in diesem Forum des öfteren mit Deinen "Ergüssen" rechnen ...?

        Ich fürchte nein. Mich verschlägt es nicht so oft so weit nach Süden, ich bin weit überwiegend in der nördlichen Hälfte des Großen Kantons unterwegs. Berichte aus Läden wie dem *Club 295* dürften hier nur auf begrenztes Interesse stoßen, insofern...

        • Mal ne frage, wo ist denn dieser ominoese Club 294?

          Ja, das interessiert ...


          S8112914

          Grundsätzlich aber vielen Dank für Deinen lesenswerten Bericht. Habe mich an der einen oder anderen Stelle durchaus beim "Erstbesuch Globe" wiedererkannt ... ein interessanter "stroll down Amnesia Lane" ...


          Dürfen wir zukünftig in diesem Forum des öfteren mit Deinen "Ergüssen" rechnen ...?


          Beste Grüße vom freundlichen Coyoten :deutschland:

          "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die sich die Welt nicht angeschaut haben.“ (Alexander von Humboldt, 1769-1859)

          • *** 5. Fortsetzung und Schluss ***


            23:15 Uhr

            Antonia widmet mir in der Dusche kaum Aufmerksamkeit, auch auf ein Abschiedsküsschen - darauf hatten sowohl Donatella als auch Megan Wert gelegt - verzichtet sie. Ich bin für sie uninteressant - sie hat ja recht. Die Chance, dass wir uns noch einmal über den Weg laufen, sind verschwindend gering.

            „Machs gut.“

            „Ich wünsche Dir immer gute Geschäfte. Und manchmal einen Jackpot.“


            Siehe da, sie kann doch noch lachen. Und jetzt bekomme ich auch meinen Bussi. So findet unser Beisammensein doch noch einen fröhlichen Abschluss.


            23:25 Uhr

            Beschleunigten Aufbruch hab ich oft genug geübt. An der Rezi löse ich meinen Schlüssel gegen die zehn Stutz Pfand ein, ansonsten hatte ich nichts auf dem Zettel. Für einen guten, alten Puffkumpel schieße ich noch rasch ein Beweisfoto vom Werbeplakat draußen:


            Ich war hier, im sagenumwobenen Club Globe.


            Irgendwann zwischen Mitternacht und Morgendämmerung

            Mein Fazit? Schwierig. Sehr schwierig.


            Vom Laden selbst, von der Hardware, bin ich enttäuscht. Ich hatte mehr erwartet. Allerdings bin ich in Großclubs des Großen Kantons sozialisiert, allen voran im *Club 294* mit - vor der Pandemie - häufig weit mehr als hundert Frauen am Start und entsprechend halbwegs großzügigen Einrichtungen.


            Zuallererst: Der verwinkelte Aufbau ist der Bausubstanz geschuldet, da lässt sich vermutlich nur wenig ändern. Der Erhaltungszustand hingegen... Bestimmte Bereiche des Clubs könnten eine Auffrischung sehr gut vertragen. Ich denke da speziell an die ungepflegte, gammelnde Dachterrasse. Auch die sanitären Einrichtungen könnten gern mal aufgehübscht werden. Nicht falsch verstehen, alles war sauber… aber ich bin aus etlichen anderen Läden Besseres gewöhnt. Für einen rege besuchten Abend scheinen mir auch die sanitären Anlagen knapp bemessen - kann aber gut sein, dass mir nicht alle Duschen, nicht alle Waschräume über den Weg gelaufen sind. Die Telefonkabine hat es ja irgendwie auch nicht bis in meine Wahrnehmung geschafft ;)


            Der Wellnessbereich… naja. Ich hab gern Ruhe beim Wellnessen - im CG hat man die konzeptbedingt natürlich nicht. Dass sich im Kontaktbereich mehrere, mehr oder weniger offen zugängliche Planschbecken befinden, muss man mögen. Ich mag es nicht, aber das ist natürlich Geschmacksache.


            Gut gefallen hat mir das großzügige Restaurant und die frische Zubereitung der Speisen, an denen es nichts zu meckern gab. Aber auch das ist natürlich Geschmacksache, im wahrsten Sinne des Wortes. Hatte ich eigentlich den Kaffee schon gelobt ^^?


            Mit den WG’s, den Frauen, bin ich sehr zufrieden. Alles ausnehmend hübsche Frauen. Bis auf ein WG, das meinen Vorstellungen nun wirklich nicht entsprach, waren alle WG’s für mich grundsätzlich buchbar. Das will was heißen, in manchen Läden gelte ich als alter verwöhnter Sack. Dochdoch, es gibt Zeugen 8).


            Der Umgang mit den Frauen war äußerst angenehm. Auf eine höfliche Absage hin gab es kein einziges Mal eine abschätzige Bemerkung, wie es in anderen Läden allzugern die Regel ist. Im Gegenteil: ich hatte den Eindruck, die Mädels wären tunlichst bemüht gewesen, Konflikte möglichst zu vermeiden. Ich empfand etwas, was ich sonst nicht überall spüre: der Respekt, mit dem ich den Frauen entgegentrat, wurde stets erwidert.


            Der positive Eindruck im Kontaktbereich setzte sich hinter verschlossenen Zimmertüren fort. Ich habe den Frauen gegenüber keinen Zweifel daran gelassen, dass ich Laufkundschaft bin - dennoch hat alles gepasst: Zeiteinhaltung war kein Thema, ZK und FO wurde abgeliefert, der Service, den ich erleben durfte, war über jeden Zweifel erhaben. Natürlich wird auch im CG nur mit Wasser gekocht, natürlich hat jedes WG ganz eigene Stärken und Schwächen, und natürlich und vor allem ist es immer etwas zwischen zwei Menschen. Respekt! 


            Zum Preis-Leistungs-Verhältnis aus Sicht eines Bewohners des Großen Kantons muss ich nichts ausführen. Ich beschwere mich nicht, denn ich bin schließlich gänzlich ohne Zwang durch die bewusste Türe geschritten…


            *** Danke für Eure Aufmerksamkeit! ***


            Abspann

            Muss sein.


            Ich danke im Speziellen zwei Frauen, die maßgeblich dazu beigetragen haben, dass ich diesen Tag, diesen Abend im CG verlebt habe. 


            Da ist einerseits eines meiner Lieblingshasis im *Club 294*, etliche Zeit zuvor hier im CG unterwegs. Immer wieder lag sie mir in den Ohren: *Schau es Dir doch wenigstens einmal an! Du küsst doch nicht, und die haben da jetzt den 80-Franken-Tarif...* - Den ich nicht in Anspruch genommen habe, leben und leben lassen.


            Und da ist andererseits mein Corona-Sugarbabe. Die Irrungen und Wirrungen des Lebens im Zeichen der Pandemie brachten es mit sich, dass sich unser Date nur in Zürich oder München bewerkstelligen ließ. Die Wahl war schnell getroffen... 8) und als ich sie tags darauf am Sihlquai vom Bus abgeholt hab, war ich sogar halbwegs wiederhergestellt :)


            Lasst uns die Zeit genießen, die uns noch bleibt, bevor im Großen Kanton und auch in der Goldenen Schweiz schwedische oder französische Verhältnisse herrschen - der Tag wird kommen, der Zeitgeist will es wohl so. Dann werden Texte wie dieser nur noch Erinnerung sein an eine gute, alte Zeit.


            Aber nun ist wirklich...


            *** Ende ***

            • Dazu findet sich hinter der Dusche neben dem Aufzug Richtung Terasse extra eine Telefonkabine ... ;)

              Mir fiel beim Abmarsch denn tatsächlich am Gemäuer eine Inschrift auf, mit der auf ein "schickes Telefon-Separee" hingewiesen wurde. Damit ist dann wohl ebenjene Telefonkabine gemeint - Asche auf mein Haupt!

              Was ist los ...? Geht's noch weiter oder ist der Computer kaputt ...?

              Näää... der ist heile. Mehr oder weniger. Aber ich bin neu hier, und deswegen liest die Moderation sicher besonders gründlich mit 8) Und damit die Moderation auch weiter gut zu tun hat, kommt nun die...



              *** *** *** *** ***

              4. Fortsetzung


              20:35 Uhr

              Ich hab Hunger, okay. Aber zuvor will ich noch einmal schwitzen gehen. Ich ärgere mich erneut, dass ich meine Glotzkorken hier nirgendwo kommod und sicher unterbringen kann. Ist etwa dieses Brett an dem einen Fenster der Schwitzkammer als Ablage gedacht, direkt über dem einen Sofa, was dort steht?


              Wenigstens ist die Sauna mit 85 Grad jetzt erträglich temperiert.


              20:55 Uhr

              Ich hab immer noch Hunger. Und jetzt geh ich essen. Bekomme ich um diese Uhrzeit überhaupt noch was?


              Gähnende Leere im Restaurant. Ein Tisch ist mit Mädels besetzt - hey, Megan! - und an zwei anderen lungern drei Kollegen. Der Koch kramt sich eins hinter dem Tresen… Doch, ich bekomme noch was.

              „Pasta, bitte!“


              Die Pasta ist vorgekocht und wird nur noch einmal in der Pfanne geschwenkt. Geht bei mir als frisch durch, lasse ich gelten. Im Gegensatz zum Cordon Bleu bringen die Nudeln gut Geschmack mit - an diesem Abend, hier und heute, ist die Pasta klar die bessere Wahl.


              21:15 Uhr

              Mein Lieblingsplatz ist besetzt - Skandal!


              Ich mache es mir in der benachbarten Sitzgruppe bequem. Kaum habe ich am Kaffee genippt, nähert sich ein Kollege, deutet auf die andere Ecke der Sitzgruppe.

              „Darf ich?“


              Generös nicke ich. Sicher doch.


              Der Kollege breitet ein paar Handtücher aus, verschwindet in Richtung Tresen. Könnte glatt ein Deutscher mit LiegenamHotelpoolbesetzenAusbildung sein, denke ich so bei mir. Mit Gläsern und Getränk kehrt er zurück. Ich ahne, wohin der Hase läuft. Wiederum verschwindet der Kollege und kehrt richtig mit einem WG wieder, komplimentiert sie aufs Sofa. Freundlicherweise wird just in diesem Moment mein Lieblingsplatz frei. Mit den Füßen angele ich nach den Badeschlapfen, mühe mich hoch, raffe das Handtuch, murmele:

              „Ich lasse Euch mal allein.“


              Für mich zählt das als Puffknigge, zumal, wenn der Laden nicht wirklich brummt und ich problemlos einen anderen Platz finden werde.


              Der Kollege würdigt mich keines Blickes, geschweige denn eines Dankeswortes.

              Ist bestimmt ein Deutscher.

              Oder?


              21:30 Uhr

              Im CG läuft es nicht anders als anderswo: Eine jüngerer Kollege mit Migrationshintergrund - im *Club 294* würden wir germanischen Hurenböcke auf der Couch halblaut das despektierliche Wort *Kameltreiber* benutzen und wissend nicken - markiert den Großen Max. Er hat mal zwei, mal drei Mädels an seinem Tisch, es gibt lecker Brause, die Mädels sind begeistert. Nicht alle, okay: mir fallen mindestens zwei auf, die ihren Aufenthalt am Tisch auf ein Minimum beschränken und an den angebotenen Getränken nicht mal nippen.


              Könnt ihr nicht wenigstens ein bisschen leiser…?


              Besser, ich suche mir einen anderen Platz.


              21:45 Uhr

              Im CG läuft es nicht anders als anderswo: wenn die Mädels nichts zu tun haben, wenn es *langweilig* ist, dann suchen sie nach Ventilen für die angestaute Energie. Man zickt sich an, man zickt das Personal an, man zickt die Gäste an. Hier und heute wird die Vorstellung *Wilde Jagd* gegeben. Man jagt sich gegenseitig durch die heiligen Hallen. Die etwas verwinkelten Räumlichkeiten, die vielen Nischen geben auch gut Gelegenheit, sich zu verstecken.


              Unwillkürlich muss ich grinsen. Es ist halt überall dasselbe. Um ein altgedientes WG aus dem *Club 294* zu zitieren: *Und ich sitze hier oben und lach’ mir einen Sixpack.*


              Ach nein, Sixpack hab ich ja schon. Sagt jedenfalls Megan.


              Apropos: wo steckt meine Kandidatin für den perfekten Girlfriendsex?


              22:05 Uhr

              Im CG läuft es nicht anders als anderswo: die Mädels haben ihre Stammplätze, mehr oder weniger. Den Stammplatz von Megan kenne ich unterdessen. Das ist gut.


              Andere Gäste, Stammgäste vermutlich, kennen den Stammplatz von Megan auch. Das ist schlecht.


              Ob ich da noch zum Zug komme? Der Typ wirkt nicht so, als würde er sie ohne Buchung verlassen, eher im Gegenteil. Das ist ein Stundenbucher, jede Wette.


              22:20 Uhr

              Ich schlappe zum Wertfach, greife das Mobil.


              Wenn ich im *Club 294* mal die Zeit vergesse, ist das kein Hit. Entweder hab ich das Auto dabei - oder ich nehme den Bus, der mich die ganze Nacht hindurch alle Viertelstunde bis fast direkt vor die Türe meines Stammhotels fährt. Im CG allerdings sollte ich auf die Uhr achten. Mein Heizölturbo steht 700 Kilometer Luftlinie weiter nördlich, plusminus, und die Öffies hier…


              Ich verstaue das Mobil wieder.


              Letzte Abfahrt 00:17 Uhr. Die muss ich erwischen, oder ich muss auf der Parkbank pennen. Hat es in Schwerzenbach eigentlich Parkbänke?


              22:25 Uhr

              Mit der dritten Nummer ist es immer so eine Sache bei mir. Manchmal ist sie grandios - gerade dann, wenn das WG mich schon kennt und weiß, wie ich funktioniere. Manchmal ist die dritte Nummer aber das Gegenteil von grandios und ich ärgere mich im Anschluss, nicht doch verzichtet zu haben.


              Wenn ich Megan nicht bekommen kann, verzichte ich. Keine Experimente.


              Aber einen Kaffee kann ich noch, für den Heimweg. Ich stelle mich an die Bar, ordere das Heißgetränk. Die Barhocker sind sämtlich von mehr oder weniger gelangweilten WG’s belegt. Der Kaffee kommt. Ich greife nach der Tasse…


              … da legt sich eine warme, weiche Hand auf meine.

              „Warum willst Du gehen?“


              Ich schaue in braune Augen in einem freundlichen Gesicht, eingerahmt von schwarzem Haar, mein Blick gleitet an einem schlanken, gut gebräunten Körper mit kleinen, fast nur angedeuteten Tittchen entlang. Über die Tattoo sehe ich großzügig hinweg.

              „Wer sagt, das ich gehen will?“


              War doch klar, dass ich meinen Kaffee am Tresen trinken will, oder?


              Das Gespräch mit Antonia ist nicht wirklich lebendig, allerdings trinke ich den Kaffee auch nicht ohne Grund: wirklich frisch bin ich nach gut zehn Stunden im Puff auch nicht mehr.


              Der Kollege mit Migrationshintergrund kommt herangeeilt, bestellt lärmend Nachschub.

              „Ein Stammgast?“

              „Nein, ich denke nicht.“

              „Aber er ist bestimmt ein Jackpot!“

              „Egal. Nicht meine Art von Gast.“


              Ich wäre dann schon eher ihre Art von Gast. Na, wenn das so ist…


              Keine Experimente!


              Doch: Versuch macht klug, sagte der olle Prof, bei dem ich vor Jahrzehnten mal Experimentalphysik gehört habe…


              22:40 Uhr

              Wieder ein Zimmer im Gang zu den Waschmaschinen. Mein WG stellt den Ventilator ab, der angesichts der stickigen Luft gut und gern als der berühmte Miefquirl durchgeht. Mir fällt etwas auf:

              „Gibt es überhaupt Zimmer mit Fenstern?“

              „Nein.“


              Welch ein Glück, dass das CG nicht im Großen Kanton angesiedelt ist. Im *Club 294* beispielsweise sind gemäß Hygienekonzept die Zimmer nach Benutzung 15 Minuten zu lüften. Und das wird tatsächlich auch gemacht.


              Ich nehme Antonia stehend in den Arm. Meine Hände erkunden ihren Körper, wir tauschen ein paar Küsschen. Bisschen schwierig, denn mit Antonia hab ich ein eher kleines Exemplar erwischt.

              „Antonia… ich bin ein alter Mann…“

              „Na und?“

              „Du bist mein drittes Zimmer heute… wenn ich nicht funktioniere, dann liegt das nicht an Dir, okay?“

              „Okay.“


              Sie nickt, bugsiert mich in Richtung des Bettes.

              „Möchtest Du vielleicht eine Stunde bleiben?“

              „Nein. Eine halbe Stunde reicht mir.“


              Wenn sie enttäuscht ist, dann zeigt sie es nicht. So soll es sein.


              Der Zärtlichkeitenaustausch geht in der Waagerechten weiter, so soll es sein. Immer wieder Küsschen, das wiederum muss für mich nicht sein, ist aber trotzdem nett. Die Wünschelrute funktioniert und bekommt langsam Spannung…

              „Möchtest Du Französisch?“


              Unbedingt!


              Antonia legt los…


              Ja, Französisch kann sie. Unbedingt!


              Von den Blowjobs, die ich heute hatte, ist das definitiv der Beste. Sie bläst sehr feucht, die Sauce rinnt am Schaft herunter, die Kronjuwelen entlang und versickert irgendwo unter meinem Hintern. Ihre Zunge tanzt auf der Eichel, trillert sich über das Frenulum die Naht entlang in den Süden und züngelt dann an den Eierchen: so ist es recht. Ab und an ein paar kleine Griffe mit der Hand, aber das geht völlig in Ordnung. Herr im Himmel, das ist ziemlich geil!


              Antonia arbeitet hoch konzentriert, kontrolliert nur ab und an mit einem schnellen Blick, wie es mir geht. Gut geht es mir, Mädchen! Mir geht es so gut, dass ich keinen Bock aufs Gummi habe. Ich lasse sie einfach fröhlich Weiterblasen.

              „Möchtest Du in meinem Mund kommen?“


              Antonia fragt das nicht ohne Grund: die halbe Stunde dürfte annähernd vorüber sein. Ich hab die Klippe gesehen bei ihrem Blowjob, aber nur aus der Ferne. Ihr wirklich nahe gekommen, gar in den Abgrund geschaut hab ich nicht. Es ist halt die dritte Nummer.


              Es jetzt noch zu erzwingen… mein Frankendepot im Wertfach würde das Extra gestatten, aber warum?

              „Nein, Antonia. Ich denke, ich habe genug.“


              Wenn sie enttäuscht ist, dann zeigt sie es nicht. So soll es sein.


              Antonia lässt ab von mir, angelt nach der Puffrolle, beseitigt, so weit möglich, die Spuren ihres Tuns. Die Wünschelrute schnurrt, jeglicher taktiler Reize beraubt, in atemberaubender Geschwindigkeit zusammen. Spätestens jetzt dürfte Antonia meinem Gerede von der dritten Nummer Glauben schenken.


              Ich helfe Antonia noch rasch dabei, das Bett frisch zu beziehen, dann trollen wir uns zur Rezeption.

              „Möchtest Du mit mir duschen?“


              Unbedingt.


              *** Fortsetzung folgt ***

              • S8112914


                Habe nichts gesagt ... hat wohl nur etwas länger gedauer, bis Dein Update freigeschaltet wurde ... :happy:

                "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die sich die Welt nicht angeschaut haben.“ (Alexander von Humboldt, 1769-1859)

                • *** *** *** *** ***

                  3. Fortsetzung


                  18:30 Uhr

                  Was blöd ist an dem Laden: das Handyverbot. Mit dem Verbot an sich hab ich kein Problem, im Gegenteil. Was mir aber fehlt, ist ein Platz, wo ich doch mal halbwegs ohne Bumsmusik im Hintergrund telefonieren oder in Ruhe meine Mails checken kann. Die Umkleide… das mag heute funktionieren, denn heute ist wenig Betrieb, aber was ist, wenn der Laden brummt?


                  Da werde ich wohl einen Spaziergang machen müssen…


                  Ich schlappe nach vorn zur Rezeption.

                  „Wenn ich mal spazieren gehen möchte… muss ich dann den Spind komplett ausräumen?“

                  „Sicher. Den kann ja auch jemand anders bekommen, wenn Sie unterwegs sind.“


                  Tja. Das sind die Momente, in denen man gewisse Facetten am *Club 294* plötzlich schätzt…


                  Den Rückruf in der Firma verschiebe ich auf morgen. Ich hab keine Lust, extra für ein Telefonat eine Umzugsorgie zu starten.


                  19:10 Uhr

                  So. Ich wäre dann soweit. Wo ist Megan?


                  Da laufen schon ein paar Blondies durchs Haus, aber welche von denen ist Megan? Verfluchtes Personengedächtnis, nicht vorhandenes. Ihr Tip mit dem Tattoo mag ja stimmen, aber: ab drei Meter Entfernung sieht für mich im Puffdämmer ein Rücken so aus wie der andere. Soll ich jetzt zu jeder Blondynka gehen und mir den Rücken vorführen lassen? *Ein schöner Rücken kann auch entzücken.* Na klar, ich bin ein international erfahrener Rückenfetischist…


                  Freundlicherweise erbarmt sich Megan.

                  „Hast Du mich vergessen?“


                  Nein, natürlich nicht. Megan ist zu dem Schluss gekommen, ich müsse Doktor sein, denn ich würde so ruhig und entspannt wirken. Nun, Du bist nicht die erste, die den Chirurgen in mir zu erkennen glaubt, aber Du bist vermutlich auch nicht letzte, die falsch liegt.

                  „Wollen wir… uns nicht zusammen langweilen?“


                  Hervorragende Idee.


                  Die Abläufe kenne ich mittlerweile. Wir bekommen ein Zimmer im Gang zu den Waschmaschinen…


                  19:40 Uhr

                  Betten bauen wie im *Club 294* muss man hier nicht. Handtücher sind im CG ein reguliertes Wirtschaftsgut. Die beiden Kissen werden zurechtgeschoben, ein Handtuch drüber - fertig. Spart Zimmerzeit.

                  „Kommst Du?“


                  Megan hat sich schon fix langgemacht. Schade. Ich entwickele dann mal den Hessendress…

                  „Oh!“

                  „Was?“


                  Ich werde doch nicht erste alte Mann sein, den Du nackt gesehen hast, mit Halblatte unter dem Handtuch?

                  „Du hast ja Sixpack! Machst Du Sport?“


                  Seh ich etwa so aus?

                  „Muss ja. Alter Mann.“

                  „Komm, alter Mann.“


                  Sehr gerne.


                  Ich leg mich neben sie, und…


                  Ja, im Club Globe arbeiten ein paar der schönsten Mädchen der Welt. Vorsichtig lasse ich meine Finger über ihre Haut wandern, spüre feinen Flaum. Das Sixpäckchen beschäftigt sie offenbar immer noch.

                  „Hab ich mehr Bauch als Du!“


                  Sie deutet auf ihre kleine, keinesfalls störende Murmel.

                  „Du bist eine Frau. Eine Frau soll einen straffen Bauch haben, etwas weich, aber keinen harten Bauch.“


                  Sie lächelt. Sie schaut mich an. Sie bietet ihre Lippen. Küsschen, ganz dezent.

                  Meine Finger wandern. Ich hauche ein paar Küsse auf ihren Nacken.

                  Sie schnurrt. Sie schaut mich an. Sie bietet ihre Lippen. Küsschen, mit ganz leicht geöffneten Lippen.

                  „Du bist so… relaxed. Das ist perfekt für mich.“


                  Und Du bist auch perfekt für mich. Ich mag es, mich langsam auf meine Geliebte auf Zeit einzustellen und derweil an ihrem Körper zu erfreuen. Nicht jede meiner Geliebten auf Zeit lässt das zu.


                  Es vergehen ein paar Minuten. Ich erkunde ihren Körper. Wir wechseln ein paar Worte. Ihre Hand fährt zärtlich und gefühlvoll über meinen Kopf.

                  „Du hast so… weiches Haar.“

                  „Ich weiß. Aber ich kann nichts dafür, das haben meine Eltern gemacht.“


                  Sie lacht.

                  „Sicher. Aber es ist ungerecht. Weißt Du, was wir Frauen tun müssen, um so weiches, schönes Haar wie Du zu haben?“


                  Ja. Ich erinnere mich noch genau an die Friseurrechnungen meiner Geschiedenen. Sehr genau.

                  „Soll ich einmal *Hallo!* sagen?“


                  Keine Einwände. Sie sagt *Hallo!*. Sie tut das sehr gefühlvoll, dennoch nicht ohne Wirkung. Sie widmet sich der kompletten Wünschelrute, nicht nur deren Spitze. Ein paarmal nimmt sie die Wünschelrute auch tief, jedoch nicht so tief, dass sie mit dem Würgereiz kämpfen müsste - das würde ich ohnehin nicht mögen.


                  Sie macht einen richtig guten und vor allem einen ehrlichen Blowjob: wenn denn mal eine ihrer Hände am Gerät ist, dann nur, um es zu stabilisieren. Perfekt.


                  Nachdem wir so ein wenig inniger miteinander Bekanntschaft geschlossen haben, geht es ans Gummi. Ausritt: ich mag ihren schönen, annähernd perfekten Körper auf mir. Sie wechselt zwischen kurzen, schnellen Hüben mit ihren Hüften, weit vornübergebeugt, mich dabei küssend, und langsamen Bewegungen, den Rücken durchgedrückt, ihre schönen, natürlichen Brüste präsentierend. Leider finden wir keinen rechten gemeinsamen Rhythmus. Vielleicht gelänge es, würde ich sie mit Nachdruck führen, doch dazu ist sie mir zu… kostbar?


                  Wechsel zum Doggy. Hier harmonieren wir perfekt. Problemlos nähere ich mich der Klippe und überwinde sie schließlich nach einigen selbst gewählten Umwegen. Wenn mich mein Gefühl nicht täuscht… Ein verstohlener Blick auf die Uhr: Minute 29. Ich kann es noch! Megan verbreitet keinerlei Hektik. Ausstöpseln, reinigen, alles ganz gelassen. Etwas Smalltalk.

                  „Ich weiß immer schon im Gespräch, wie der Mann später auf Zimmer ist.“


                  Das nennt man Menschenkenntnis, Megan. Respekt, wenn Du wirklich so gut in uns Männern lesen kannst.


                  Wir gehen nach vorn, erledigen die Formalitäten.

                  „Wie lange bleibst Du noch?“


                  Lange genug, um Dich noch einmal zu zimmern.

                  „Möchtest Du mit mir duschen?“


                  Unbedingt.


                  20:20 Uhr

                  Megan kramt sich erst noch eins, und so bin ich mit meiner Dusche durch, als sie endlich auftaucht, mit zwei Tuben bewaffnet. Ich schau ihr voller Vergnügen zu, wie sie ihren Körper erst mit Wasser benetzt und dann aus der einen Tube einseift.

                  „Du wirst doch nicht jetzt Haare waschen wollen?“


                  Sie lacht.

                  „Wieso?“


                  Ich deute auf die beiden Tuben.

                  „Ach so. Nein. Eine für die Haut, die andere für die Pussy.“


                  Nun denn. Wenn Deine Pussy das auf Dauer abkann, ist es ja gut.


                  Megan lässt sich Zeit mit der Körperpflege und ich genieße die Show. Küsschen mit gespitzten Lippen. Ich muss mich nach vorn beugen, denn die Wünschelrute macht sich schon wieder bemerkbar. Das ist ein Zeichen.

                  „Wir sehen uns später?“

                  „Unbedingt!“

                  „Wie bitte?“

                  „Öhm… ja. Sehr gern.“


                  Schade, dass ich sei nicht mitnehmen kann in den *Club 294*. Ich denke, wir könnten eine schöne, lange Puffbeziehung miteinander führen, Megan und ich. Sie entschwindet meinen Blicken, winkt mir noch einmal kurz zu.


                  Hachja. Ich muss unwillkürlich schlucken.


                  Und ich hab jetzt Hunger.


                  *** Fortsetzung folgt ***

                  • Ich glaub ich weiss jetzt, was du für einen Job im real life hast: Du bist die Off-Stimme bei der Trash-Sendung Bachelor and Bachelorette.

                    Knapp daneben, aber wirklich nur knapp. Tatsächlich hab ich eine Radiostimme... und die setze ich manchmal auch ganz bewusst ein. Dummerweise hab ich auch ein Radiogesicht, und deswegen latsche ich halt in Clubs - da gucken mich die Mädels wenigstens auch mal an und nicht nur weg 8)

                    Beeindruckend, weiter so!

                    Jaja, ich mach ja schon. Hier ist sie also, die...



                    *** *** *** *** ***

                    2. Fortsetzung


                    14:10 Uhr

                    Sie führt mich erst zum Wertfach - ihren Obolus hatte ich vorab schon abgezählt dort bereitgelegt - und dann zur Rezeption. Ich steh etwas unbeholfen da: wer bekommt die Kohle? Donatella sagt:

                    „Halbe Stunde.“,


                    der Bärtige macht sich eine Notiz und greift nach dem Geld, das ich auf den Tresen gelegt hab, fingert zwei Zehner heraus. Den Rest schnappt sich Donatella. Gut, begriffen, beim nächsten Mal weiß ich Bescheid.

                    „Möchtest Du mit mir duschen?“


                    Ich glaub erst, ich hab mich verhört. Duschen?


                    In allen mir bekannten Läden trennt man sich in 99% der Fälle am Wertfach. Das gemeinsame Duschen danach ist mir fremd, aber ich lerne auch gern fremde Bräuche kennen.

                    „Gern.“


                    Und so treffen wir uns wenige Momente später in der halbdunklen Dusche. Jeder seift sich selbst ein, jeder spült sich selbst ab. Von einer Donatella mit aufregend nassglänzender Haut bekomme ich zum Abschluss noch ein Küsschen.


                    Und bin gar nicht mehr so sauer.


                    14:45 Uhr

                    Wie lange gibt es hier was zwischen die Kiemen? Im *Club 294* hat es bis drei Uhr nachmittags Frühstück, und ab sechs Uhr abends halt Abendessen. Und hier?


                    Ich stapfe die Treppe zum Restaurant nach oben… Respekt, das darf man wirklich Restaurant nennen. Okay, Betriebsrestaurant vielleicht… Großzügig und gut beleuchtet, viele Vierertische. Ein kleiner Tresen. Ich kann von der Gratiskarte bestellen - Cordon Bleu vom Poulet oder Pasta Nonna, oder von der Karte zu Zürcher Preisen.


                    Ich nehme mal das Cordon Bleu. Vor meinen staunenden Augen frisch zubereitet - fast so wie in dem kleinen Laden in Hessisch Sibirien, in dem ich vor ziemlich genau zehn Jahren meine Clubkarriere begonnen habe. In dem Provinzladen seinerzeit war nie wirklich was los - das wird hier doch sicher anders sein? Wie regeln die das, wenn Betrieb in dem Laden ist und nicht Totentanz wie heute?


                    In einem Kühlschrank etwas Obst und ein paar Teilchen zur Selbstbedienung. *An apple a day keeps the doctor away…*: mein Motto in Pandemiezeiten.


                    Mahlzeit!


                    Die Pommes sind frisch, heiß und lecker, das Cordon Bleu eher geschmacklos. Schade. Auch der Käse rettet da nichts mehr. Was soll’s, ich hab im Puff schon deutlich schlechter gegessen, auch und gerade im *Club 294*.


                    Und jetzt…


                    15:10 Uhr

                    … Sonnendeck.


                    Ich bin enttäuscht. Mal abgesehen davon, dass man wohl nur mit dem Lift nach oben kommt und nicht über eine Treppe… die Terrasse wirkt ungepflegt, unaufgeräumt und unordentlich. Trotz der Züge, die dreieinhalb Stockwerke tiefer immer wieder vorbeidonnern: Diese Terrasse wäre doch der *place to be* schlechthin! Erinnerungen werden wach an einen kleinen, von Nudelpartisanen dominierten Club im Herzen Tirols mit einem genialen Blick auf Nordkette auf der einen und Patscherkofel auf der anderen Seite… Die Terrasse war gepflegt und fest in die Abläufe im Club integriert, einmal in der Woche kam Fleisch auf den Grill. Mädels liefen regelmäßig Streife oder bezogen gleich über Stunden unter den Sonnenschirmen ihr Lager…


                    Hätte, wenn und aber…


                    Ich bin enttäuscht. Wirklich.


                    Ich hab ein Buch dabei und mir vorsorglich an der Rezeption ausreichend Handtücher geschnorrt. Als Unterlage für die Sonnenliege. Kein Problem, es hier eine Weile auszuhalten…


                    16:25 Uhr

                    Mit dem Lift nach unten, den Gang entlang nach vorn, nicht durch die Umkleide. Das Faktotum kommt mir entgegen und richtet ein paar Worte an mich.

                    „Wie gefällt es Dir bei uns bis jetzt?“


                    Diesen Satz glaube ich, aus der Folge für mich unverständlicher Laute herauszuhören, die mir entgegensprudeln. Deren Tonierung wiederum lässt mich vermuten, dass es sich um eine Frage handelt.

                    „Nicht so schlecht.“


                    Hey cool, voll die korrekte Antwort! Das Faktotum nickt bestätigend, logisch: wo auf der Welt könnte es jetzt, in diesem Moment, schöner sein als im Club Globe?


                    Irgendwie hat es recht, das Faktotum.


                    16:30 Uhr

                    Mir fällt ein, dass meinen letzten Kaffee heute zum Frühstück hatte. Das will ich, muss ich ändern.


                    Alles, was recht ist: der Kaffee ist Saunaclub-Oberklasse. Super! Dick und ölig rinnt die belebende Flüssigkeit in die Tasse, und bei der Auswahl der Röstung hat jemand mitgedacht: hier hat es eine recht kräftige Röstung, die durch Milch oder Sahne tatsächlich noch gewinnt. Für ein paar Minuten sind die Mädels zwei Stufen unter meinem Hochsitz Nebensache…


                    17:00 Uhr

                    Mittlerweile dürfte Full House sein, was die Frauen anbelangt. Was die Gästezahl betrifft, eher weniger: Ich hab als Erstie natürlich keinen Plan, was sonst so hier abgeht, aber für meinen Geschmack sind das zu wenig Gäste für zu viele Frauen.


                    Auch die über den Nachmittag eingetrudelten Frauen erkennen mich als das, was ich bin: Frischfleisch. Wieder machen mir einige Frauen ihre Aufwartung… In Erinnerung geblieben ist mir ein schmuckes, dunkelhäutiges WG, das vorbeidefiliert, unten an den Stufen stoppt und auf meine Kaffeetasse deutet.

                    „Darf ich die mitnehmen?“


                    Sicher doch. Nett. Ich nicke.

                    „Soll ich Dir noch einen Kaffee bringen?“


                    Im *Club 294* fragen mich das nur meine Lieblingsbasis. Will dieses WG Lieblingshasi werden?

                    „Du musst mich nicht bedienen.“

                    „Ich hole Dir gern einen Kaffee.“


                    Und dann fläzt Du Dich neben mir aufs Kunstleder und drängelst mir ein Akquisegespräch auf. Geht klar.


                    Lieblingshasi in spe bringt den Kaffee, mit Milch, wie es sich gehört, fläzt sich neben mir aufs Kunstleder und drängelt mir ein Akquisegespräch auf. Wir plappern ein bisschen, und plötzlich fällt dem WG ein, dass es sich noch gar nicht vorgestellt hat.

                    „Fatima.“


                    Mir entgleisen vermutlich die Gesichtszüge. Ich atme heftig aus. Das WG ist irritiert - zurecht.

                    „Was war das jetzt?“


                    Ach Mädchen… Der guten Ordnung halber platziere ich meinen Handkuss und stottere eine Erklärung. Diesen Namen trug einst eine im *Club 294* werkelnde Hure. Für ein Zimmer mit ihr flogen Männer rund um den Globus, kein Witz. Warum ausgerechnet diese Hure an mir Ottonormalfreier einen Narren gefressen hatte, verschliesst sich jeder rationalen Überlegung, die ich seit unserer heftigen und nicht wirklich freundlichen Trennung im Sommer 2016 nach über 60 Zimmern angestellt habe. Ausgerechnet dieser Name!

                    „Bis später.“


                    Nein. Es bleibt bei Lieblingshasi in spe. Auch wenn Du nichts dafür kannst - ich kann nicht aus meiner Haut.


                    Sorry, Fatima.


                    (Anmerkung: ich kann aus Diskretionsgründen nur den Phantasienamen *Fatima* verwenden, nicht den tatsächlichen Arbeitsnamen des WG im Club Globe. Insistieren zwecklos ;))


                    17:30 Uhr

                    „Warum sitzt Du so allein? Geht es Dir gut?“


                    Ein Blondchen. schlank, kleine Murmel, natürliche Tittchen. Leider ein größeres Tattoo auf der linken Körperseite, und das auch noch in bunt. Mit dem Schriftzug, der sich ihr Rückgrat entlang nach Süden schlängelt, kann ich hingegen gut leben.


                    Megan, so stellt sie sich vor, will längere Zeit bei den Haifischen angeschafft haben - den Laden kenne ich, mag ich aber nicht wirklich. Auch im *Club 294* hätte sie sich vorgestellt, aber dort wäre sie zurückgewiesen worden: Keine 21 Jahre. Ich erkläre ihr im Groben, wie es dennoch funktioniert hätte…

                    „Du kennst Dich so gut aus. Hast Du selber so einen Club?“


                    Als ich mich von meinem Lachanfall erholt hab, schüttele ich den Kopf.

                    „Bist Du Polizist? Was machst Du?“


                    Nun, Chirurg bin ich jedenfalls nicht. Wir plappern ein bisschen, und ich bin mir sicher, dass ich mit Megan eine Kandidatin für die zweite Runde gefunden habe. Ich mache ihr wahrheitsgemäß klar, dass ich mir ganz schlecht Gesichter merken könne… ich würde mich also an ihren Puffstelzen orientieren.

                    „Ganz schlecht. Jede zweite Frau hat schwarze Schuhe.“


                    Sie deutet mir der Hand auf ihren Rücken:

                    „Ich bin heute die einzige mit diesem Tattoo.“


                    Ist notiert. Na dann: Bis später!


                    *** Fortsetzung folgt ***

                    • Lieber @S8112914


                      Ich glaub ich weiss jetzt, was du für einen Job im real life hast: Du bist die Off-Stimme bei der Trash-Sendung Bachelor and Bachelorette. Deine analytische Begabung, dein Sinn fürs kleine Detail und deine pointierte Schreibweise verraten dich! ;) Beeindruckend, weiter so! Dein Skript sollte man verfilmen - da würde ich mich glatt als Hauptdarsteller Mr. Popper zur Verfügung stellen. :D

                      • Ich bin sehr gespannt, ob du diesen Schreibstil so aufrecht erhältst und und ebenso detailliert beschreibst, wenn du im Globe dann zur Sache kommst.

                        Ich fürchte, da muss ich Dich enttäuschen. Es geht zur Sache - aber der Leser möge bittesehr auch sein Kopfkino einschalten. ;) Alles andere wär ja billiger Porno 8)


                        Also: Kopfkino einschalten für die...


                        Moment: FSK18. Der Hinweis wurde ja gefordert. Ab jetzt ist FSK18, definitiv.


                        Und nun aber wirklich Kopfkino an für die...



                        *** *** *** *** ***

                        1. Fortsetzung


                        13:20 Uhr

                        Ein älteres Exemplar nähert sich. Gut, eigentlich sehr gut erhalten, nur die Titten müsste sie wieder mal machen lassen.

                        „Ich bin Donatella!“


                        Handkuss. Man kann ja wenigstens so tun, als wäre man ein Gentleman. Wir plappern ein bisschen, ich hab sofort Zugang zu ihr - passiert mir selten. Sie hätte auch mal im *Club 294* angeschafft, erzählt sie mir, nennt auch einen Namen: Jessie. Hm… mit der Jazzy, mit der ich dortselbst im Mai 2016 mal ein Zimmer hatte, hat sie nun absolut keine Ähnlichkeit, und mit der Jessie aus 2010 und 2011 schon gar nicht. Also spinnt sie Hurengarn, vermutlich.

                        „Sorry, aber ich erinnere mich nicht…“

                        „Das war so 2008 oder 2009.“

                        „Oh mein Gott… Du hast schon mit zwölf Jahren angefangen?“


                        Sie schmunzelt, dieses Kompliment ist angekommen.

                        Ich glaube, sie wird mein erstes Zimmer.

                        Sie glaubt das auch.

                        Okay, dann wäre das schon mal geklärt.


                        13:30 Uhr

                        Ich geh immer und überall vor dem Zimmer duschen. Scheint hier nicht zur allgemeinen Übung zu gehören, aber das ist mir Banane. Donatella wartet brav an den Wertfächern. Danach… das ist neu für mich: Man geht zur Rezi und füllt dort einen Zettel aus: Name, Telefonnummer. Nun, Jens Spahn ist ein wirklich wundervoller Name und meine Geschiedene freut sich immer über Anrufe. Donatella linst auf meinen Zettel.

                        „Du sollst leserlich schreiben!“


                        Tatsächlich steht auf dem Zettel gedruckt, dass man leserlich schreiben soll. Also, ich kann das hervorragend lesen…

                        „Die Zettel kommen in einen Umschlag und werden in 14 Tagen vernichtet.“


                        Zur Bärtige hinter dem Tresen schmunzelt. Ich glaube, den Typen bringt so schnell nichts aus der Ruhe.

                        „Ist das hier eine Null oder eine Neun?“


                        Bin ich Graf Zahl? Das ist eine Acht!


                        Donatella bekommt einen Schlüssel zugeteilt und geht voran. Es geht eine Treppe nach oben…


                        13:40 Uhr

                        Eine kleine Butze, es ist gerade mal Platz für ein Bett. Kein Fenster. Donatella greift sich mein Handtuch, legt es zu ihrem aufs Bett. Richtig, das hier ist nicht der *Club 294*, in dem es an Handtüchern nie mangelt.


                        Sie legt den schwarzen Halsschmuck ab, den sie trägt…

                        „Immer so viel auszuziehen.“


                        … und kommt zu mir. Ankuscheln im Stehen, das mag ich. Sie bietet ihre Lippen an. Wenn es denn sein muss… Ich bin keiner, der im Puff knutscht, wirklich nicht, aber ich hab ernsthaft Sorge, sie zu beleidigen, würde ich ablehnen.


                        Ich nehme das Angebot also an und spüre beim Küssen tatsächlich ihre Zunge. Nicht so schlecht. Die Wirkung bleibt nicht aus: die Wünschelrute spricht an. Sie spricht noch mehr an, als sich Donatella sanft um meine Brustwarzen kümmert und ihre Hände… nun, Gänsehaut produzieren. Bei mir. Das schafft nicht jede.


                        Wenn sie jetzt zum Blowjob im Stehen abtaucht, verlängere ich glatt sofort auf die Stunde.

                        „Machst Du es Dir auf dem Bett gemütlich?“


                        Okay. Keine Stunde. Aber gemütlich mache ich es mir trotzdem.


                        Zum Blowjob lagert sie sich so, dass ich perfekten Ein- und Ausblick habe. Vermutlich könnte ich sie fingern, wenn ich das denn wollte - will ich aber nicht. Stattdessen genieße ich ihren Blowjob, und der ist tatsächlich Saunaclub-Oberklasse. An meine persönlichen Blowjobreferenzen kommt sie freilich nicht heran, aber das darf ich bei einer Halbstundennummer vielleicht auch nicht erwarten.

                        „Soll ich weitermachen?“

                        „Ja, bitte.“


                        Sie wittert ein Extra.

                        „Möchtest Du in meinen Mund spritzen?“

                        „Nein.“


                        Lieber genieße ich Deinen Blowjob noch ein bisschen und dann können wir gern ficken. Ja, Du auf mir. Und ich sag mal so: als sie so auf mir sitzt, mich reitet und mich dabei küsst, ist mir eigentlich ziemlich egal, dass sie ihre Titten mal wieder machen lassen sollte. Den direkten Weg zur Klippe verbaut sie mir, indem sie immer wieder Tempo rausnimmt, den Eindringwinkel verändert. Luder, elendes! - Das ist durchaus positiv gemeint 8)


                        Stellungswechsel, Doggy. Auch beim Doggy nix zu meckern. Ich hatte eine gute Woche keinen Sex, nicht mal mit Frollein Faust, und so brauche ich nicht lange bis zu einem schönen, ausgiebigen Abgang.


                        Donatello quietscht irgendwie.

                        „Was hast Du mit mir gemacht?“


                        Dich gefickt. Dachte ich jedenfalls. Sie führt eine meiner Hände, die immer noch auf ihren Hüften ruhen, und führt sie via Pobacke zum Oberschenkel: Gänsehaut. Dieses Mal bei ihr.

                        „Gesia skorka.“


                        Kein Kommentar von ihr, also kommentiere ich mich selbst.

                        „Gänsehaut.“


                        Ich stöpsele aus, sie hilft mir bei der Säuberung. Bis jetzt eine richtig gute Halbstundennummer. Ich erwäge, sie für die dritte Nummer vorzumerken - denn drei Zimmer hab ich mir für heute vorgenommen.


                        Sie lagert sich in die Waagerechte, ich tue es ihr gleich. Ihr Rücken bekommt ein paar Küsschen von mir, meine Finger wandern vorsichtig zu ihrem Nacken. Liebling, ich wäre für ein paar Streicheleinheiten dankbar!


                        Liebling kramt im Nuttentäschchen, bringt das Handy zum Vorschein. Okay, Zeitvergleich. Nein, doch kein Zeitvergleich, Liebling ruft den Browser auf, murmelt etwas von Quarantäneupdate und Ukraine.

                        „Ukraine? Ich hab gedacht, Du kommst aus Rumänien.“


                        Plappern wir halt auf Russisch weiter, ich bin da flexibel. Sie auch, oha! Nun gut, eine Moldawierin käme vermutlich auch ganz gut im Russischen zurecht. Eine Lieblingshand verirrt sich auf meinen Rücken, macht ein paar Bewegungen, verkrümelt sich wieder. War das jetzt alles? Ah, die Hand wird am Handy gebraucht.


                        Liebling scrollt sich durch die AWL vom Globe.

                        „Nur 34 Frauen heute.“


                        Von mir aus. Von den 34 Frauen kommen 33 Frauen für die zweite und die dritte Runde in Frage. Du nicht. Spiel Du lieber mit Deinem Handy.

                        „Gehen wir?“


                        *** Fortsetzung folgt ***

                        • Lieber @S8112914


                          Du belegst auf eindrückliche Art und Weise wie mächtig du der schönen Sprache aus unserem grossen Nachbarskanton bist. Deine malerische und unterhaltsame Schreibweise erquickt und hinterlässt unweigerlich einen bleibenden Eindruck. Ich bin sehr gespannt, ob du diesen Schreibstil so aufrecht erhältst und und ebenso detailliert beschreibst, wenn du im Globe dann zur Sache kommst.


                          Ich bin ehrlich gesagt noch unschlüssig, ob mir der bleibende Eindruck nicht doch ein bisschen zu viel wird, wenn du uns dann bildlich mitteilst, wie deine Saftgurke pochend auf den züngelnden Einsatz des Girls wartete, wie der Lusttropfen auf deiner prallen Eichel das Schummerlicht des Globes reflektierte und wie sich der Liebessaft seinen Weg durch deine Urethra bahnte bis er lustvoll über deinen Hammerbolzen quoll, um dann vom Girl genussvoll aufgeleckt zu werden.


                          Vielleicht kannst du diese Textzeilen ja markieren, damit alle diese Zeilen auf eigenes Risiko lesen können. Wir sollten vermeiden, dass gewisse zarte Seelen diese Bilder nicht aus versehen für immer und ewig in ihrem Schädel behalten zu müssen... ;) Ich weiss nicht wie das in Deutschland ist, aber in der Schweiz müssen unerwünschte Nebenwirkungen klar deklariert und beschrieben werden. Ausserdem solltest du im Vorspann den Hinweis auf FSK 16 oder FSK 18 nicht vergessen! ;)

                          • Sehr cool ... noch jemand, der "Fortsetzungsromane" schreibt ... :super:


                            Wilkommen bei uns im Forum, S8112914 . Bin gespannt, was es bei Deiner "Horizonterweiterung" sonst noch so zu berichten gab. Schreiben kannst Du jedenfalls.


                            Grüße vom freundlichen

                            Berliner Coyoten :deutschland:

                            "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die sich die Welt nicht angeschaut haben.“ (Alexander von Humboldt, 1769-1859)

                            • Grüezi! 


                              Legenden ranken sich um diesen Laden. Auf den Sofas und an den Tresen in den Clubs im Großen Kanton erzählt man sich mehr oder weniger wilde Geschichten vom Club Globe. Die hübschesten Mädchen der Welt sollen hier arbeiten, heißt es, und der Service der Mädchen im Club Globe sei über jeden Zweifel erhaben.


                              Man ahnt irgendwann, dass vieles an dem Gerede nur Legende ist. Man weiß irgendwann, dass auch im Club Globe nur mit Wasser gekocht wird - spätestens dann, wenn man andernorts ein Ex-Globe-WG zu seinen Lieblingen zählt und dieses WG auch mal ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudert... Trotzdem blieb Club Globe für mich ein Ort, den ich in meiner Clubkarriere wenigstens einmal gesehen haben wollte.


                              Ein paar coronabedingte Zufälle später...


                              Doch bevor es losgeht: die Geschichte wird ein bisschen länger. Andernorts bin ich für ausschweifende Puffprosa wahlweise berüchtigt oder berühmt, und dereinst nannte man mich auch den *Heinz Konsalik der Verkehrsberichte* 8). Es wird ein paar Tage dauern, bis die ganze Geschichte in mehreren Häppchen hier online stehen wird... denn ich muss sie ja auch erst einmal aufschreiben. Also habt Geduld.


                              Also:

                              Ein paar coronabedingte Zufälle später...


                              *** *** *** *** ***


                              Horizonterweiterung

                              Club Globe Schwerzenbach


                              11:25 Uhr

                              Ich bin doch an der richtigen Station ausgestiegen? Da, wo der Laden nach übereinstimmender Auffassung von Google Maps und Apple Maps sein soll, ist nur ein zweistöckiges, rosa getünchtes Gebäude mit eingeworfenen Fenstern, das auch schon mal bessere Tage gesehen hat. Verdammte Hacke, wo ist der Laden?


                              Auf meinem Irrweg durch ein ungemütliches Gewerbegebiet komme ich zum zweiten Mal an der rosafarbenen Ruine vorbei. Dieses Mal sehe ich mich intensiver um… Moment mal…


                              Selten so einen gut getarnten Saunaclub gefunden.


                              11:35 Uhr

                              Ein freundlicher, eloquenter Typ mit Bart empfängt mich. Ich lege schon mal einen Fünfer auf den Tresen. Eine Münze. In der Schweiz hat es keine Fünferscheine.

                              „Sie sind das erste Mal hier.“

                              „Ja.“

                              „Aber gut vorbereitet!“


                              Naja. Man tut, was man kann. Den fehlenden Hunderter in Papier lege ich jetzt auch noch auf den Tresen.

                              „Euer Laden ist aber gut getarnt…“


                              Der Typ grinst mich an und erklärt mir die Regeln, vor allem aber die Preise, auf die die WG’s sich geeinigt haben - jedenfalls würde man das in Deutschland so behaupten. Hab ich alles schon gelesen (hier 8)), weiß ich alles schon - aber ich höre trotzdem freundlich zu. Der Typ spricht in sein Walkie-Talkie, ein Neuling bräuchte einen Rundgang.

                              „Handtücher bekomme ich überall?“

                              „Nein. Immer nur bei mir.“

                              „So viel ich will?“

                              „Wieso?“

                              „Ich kenne Clubs, da kostet jedes Handtuch extra.“


                              Wieder grinst der Typ. Ich glaub, der mag mich.

                              „Sagen wir so: wenn Sie das zwanzigste Handtuch verlangen, berechne ich einen Zehner.“


                              Ach ja, noch eines.

                              „Wie ist das mit den Masken…“

                              „Wenn Sie unbedingt möchten…“


                              Ich möchte nicht. Aber die Clubführung möchte ich. Ich verstehe zwar kein Wort des Faktotums, das mir ein paar Dinge und Wege zeigt, aber ich werde mich auch im Globe zurechtfinden. Ein international erfahrener Clubgänger schafft das.


                              11:45 Uhr

                              Es gibt große blaue Spinde! Es gibt nur große blaue Spinde!


                              Davon abgesehen, ist es mit den hauseigenen Badeschlapfen in der Dusche bös rutschig. Dummerweise hab ich meine eigenen international erfahrenen Badeschlapfen im Hotel vergessen…


                              Ich mache meinen Rundgang. Der Laden ist düster, Tageslicht gibt es hier nicht. Schade… die Mädels, die mir auf meinem ersten Rundgang hier begegnen, dürften auf den ersten Eindruck sämtlich das Tageslicht nicht scheuen müssen.


                              Nach dem Rundgang hab ich mein Ritual: Sauna. Ich mach immer und überall erst einmal eine Runde Sauna. Wo ist der Wellnessbereich? Ich erspähe aus der Ferne etwas, das wie Sportgeräte ausschaut, und schließe messerscharf, dass dort auch der Wellnessbereich sein muss.


                              Ist er auch. Räumlich nicht abgetrennt vom Clubbetrieb, insofern wummert auch die Mugge in nur schwach gedämpfter Lautstärke in die Schwitzkammer. Schade. Ich möchte in der Sauna entspannen und keine Musik hören. Die Finnische hat 75 Grad, das ist grenzwertig. Duschen und ein Tauchbecken hat es nebenbei, Ablagen für meine Glotzkorken sind leider Fehlanzeige.


                              Jetzt aber los…


                              12:15 Uhr

                              Meinen Lieblingsplatz hab ich schnell gefunden. Ich hab immer und überall meinen Lieblingsplatz. Hier ist es eine der leicht erhöhten Sitzgruppen in der Nähe der Bar. Dort halte ich Hof. Ich werde von den WG's korrekt als Frischfleisch erkannt und bekomme ab und an Besuch auf meinem Aussichtspunkt.


                              Die Mädels hier dürften auch auf den zweiten Eindruck das Tageslicht nicht scheuen müssen. Im Prinzip sind rein von der Optik her erst einmal alle Frauen, die mir aktuell ins Blickfeld geraten, grundsätzlich für mich buchbar. Alle, bis auf eine. Ausgerechnet diese eine ist nun die erste, die mir ihre Aufwartung macht. Übermäßig gebräunt, zu viel Silikon in Brust und Lippen. Ihre Schwester würde im *Club 294* anschaffen, erzählt sie mir, sie nennt auch einen Namen: Hm. Sagt mir nichts, aber das muss nichts heißen, schließlich bin ich in jenem Club kein Stammgast.


                              Bis später? Ich denke nicht.


                              Auch die nächste, die sich vorstellt, kommt nicht in Frage. Optisch ein Schnuckelchen vor dem Herrn, alles was recht ist. Aus Serbien würde sie stammen, räubert sie mir vor, und ob wir denn vielleicht Italienisch miteinander reden könnten?

                              „Scusi mi, non parlare italiano!“


                              Rumäninnen haben üblicherweise einen leichten Zugang zur italienischen Sprache, das ist verdächtig. Ich hab nichts, aber auch gar nichts gegen rumänische WG’s, aber ich mag es nicht, verarscht zu werden.

                              Bis später? Ich denke nicht.

                              "Doppo."


                              Zu spät fällt mir ein, dass ich es bei einer Serbin durchaus mal auf Russisch hätte probieren können…


                              Und so flanieren sie vorbei…


                              *** Fortsetzung folgt ***