Mein Lieblingszitat aus dem "Faust" von einem Herrn namens Mephisto lautet sinngemäss: "Es lebe, wer sich tapfer schlägt, ich kenne nichts Abgeschmackteres in der Welt als einen Teufel, der verzweifelt".
Danke, liebe Kollegen für Eure wohlmeinenden Ratschläge, aber es ist nicht so, wie es scheint. Wenn ich so einen Artikel schreibe, dann ist das meine Therapie, ich setzte das heraus, sehe das dann objektiv vor mir und es geht mir schon viel besser!
Ich habe mich mein ganzes Leben tapfer geschlagen und ich verzweifle nicht!
Wenn ich das wie in diesem Fall am nächsten Tag lese, was ich geschrieben habe, denke ich auch: Oh, weia! Aber: So what! Mir geht es wieder gut und ich kann das "nüchtern" anschauen. Klar, angetrunken sollte man nicht schreiben, hat aber sehr geholfen.....![]()
Mit meinem Psychologen habe ich natürlich über Christina geredet. Gesund sind meine Reaktionen als völlig normaler Mann mit Gefühlen, problematisch sind ganz andere Typen und was ich in anderen Foren lese......
Bei Christina ging es jetzt sehr weit. Sie hat mir sehr viel erzählt und auch, dass sie zu einem Therapeuten gegangen ist, weil sie sich selber nicht mehr versteht......mein Therapeut kommt aber zu ganz anderen Ergebnissen als ihrer.....das muss ich mit ihr persönlich besprechen.
Mir ist es" leider" ???? gelungen, völlig hinter ihre Fassade zu kommen und sie hat mir sehr viel von sich preisgegeben. Dass mich Christina am Donnerstag völlig geschafft hat, ist eine gesunde Reaktion und zeigt, dass ich normal bin und eben noch nicht "recht eingeteufelt" wie Mephisto zu Faust sagt......Ich habe diese Frau mit allem (wirklich sehr viel) sehr gut verstanden und das ist eine persönliche Leistung. Ich habe ihr zunächst geschrieben, dass ich nicht mehr kommen werde, aber das ist unfair und ich gehe den Weg jetzt weiter.
P.S.
Jetzt nicht weiterlesen, aber ich muss das mal raussetzen:
Wenn ich über den Zusammenbruch der Heeresgruppe Mitte geschrieben habe, klingt das ja total schräg und bekloppt. Aber auch hier ist das wieder anders als es scheint und ich habe viel dadurch gelernt. Meine Altvordern habe das erlebt (Stichwort: Ritterkreuz) und ich habe mich damit seit meiner Kindheit beschäftigen müssen. Schwerst traumatisierte Männer, hammerharte Typen, haben mir das ständig erzählt. Massenerschiessungen von deutschen Gefangenen. Detail: Jeder Gefangen hatte einen Schuss in den Unterleib bekommen, wörtlich: Danach habe wir mit unsern Panzern das nächste russische Dorf......diese Männer haben das bis zu ihrem Lebesende nicht verarbeitet. Als mein Altvorderer im Fieberwahn starb, war er nur noch an der Ostfront.
Tausende niedergemähte Russen bei Sturmangriffen und dann die Message, wie man das überlebt. Waffen-SS-Wiking von vierhundert T-34 Panzern zerhackt worden, im Detail erzählt bekommen. Gelernt: Immer Kopf unten halten, dann nach oben, MG 42, und voll drauf halten, kann man damit einen Panzer stoppen? Aber klar! Da sitzen vier Teenager drin, Ausbildungszeit vier Stunden, Panzer hat nicht mal einen Tarnanstrich. Die steigen in Panik sofort aus......mir tuen auch diese Jungs sehr leid. Ich habe viele Russen kennengelernt und sie haben uns Deutsche das verziehen, weil sie den Krieg gewonnen habe und im Gegensatz zu all den Lügen in den Medien: Die Rote Armee hat Hitler besiegt und nicht die Amerikaner haben Deutschland "befreit", was für eine Lüge!
Warum das erzählen? Befreit mich ungemein! Hört sich ja sonst niemand an und niemand muss das lesen, aber mit tut es ungemein gut, das rauszusetzen.
Ich komme immer wieder auf die Beine, aber darüber reden ist wichtig......
























