El perversito
Was ist der Grund dafür, dass die Girls im Zeus aktiver geworden sind... ist es aus Eigenmotivation weil sie mehr verdienen wollen oder wurden sie vom Personal darauf hingewiesen aktiver zu werden, weil es Beschwerden von Gästen gab?
Und wie hat sich das Ansprechverhalten geändert, wie sprechen die Girls an z.B. "Hey Schatzi, na Fickificki" oder charmant mit Stil? Wie wirst du von den Girls im Zeus angesprochen?
Um die Veränderung zu Verstehen, muss man die Geschichte kennen
Die Stimmung und die Atmosphäre sind immer ein Resultat des Verhaltens der Anwesenden. Das Verhalten der Girls entwickelt schnell eine Eigendynamik und geht zwangsläufig immer in Richtung Passivität. Stell dir einem Club vor wo es zwar KEINE Regeln gibt, der aber gut läuft. Ein Girl hat einige Kunden pro Tag. Dazwischen gibt es aber immer wieder Zeit zum Ausruhen, Rumsitzen, Abhängen. An Tagen an denen weniger läuft, oder die Lust zum Arbeiten etwas weniger gross ist, steigt der Anteil der "toten Zeit" an. Wenn die Anzahl der Kunden zurück geht, werden diese "Relaxphasen" grösser und grösser. Die Girls schlagen ihre Zeit tot mit Rauchen, Garderobe gehen, Telefonieren, im Club am Handy rumdrücken, etc. etc.. Stimmung sinkt, Motivation sinkt weiter, Kundenzahl sinkt noch mehr, alle am rumjammern, dass es nicht mehr so läuft wie früher. Neue Girls kommen nicht, weil dem Club der Ruf nach "dort verdiene ich kein Geld" vorauseilt. Die verbleibenden, "alten" Girls verfallen in eine Lethargie, die Spirale dreht nach unten - die besagte Eigendynamik ist entstanden, und wird sich nicht ändern, so lange niemand etwas an den Ursachen und Umständen ändert.
Die Kunden kommen zwar noch, aber es werden weniger. Die Meisten davon sind Stammkunden, die eh nur eine bestimmte Frau besuchen. Denen ist es dann meistens auch egal, wie sich die anderen Girls verhalten.
Jetzt kommt ein neues Management, und ergreift Massnahmen;
Neue Girls müssen her
Die muss man mit garantiertem Umsatz pro Zeiteinheit locken. Nicht mit fixen Tagesverdienst oder so. Wenn man einer sagt, dass sie 1000.- pro Tag macht, dann muss sie ja auch wissen, womit - also muss man wirklich die Daumenschrauben anlegen. Zwang..?!
Sie muss pro Stunde oder halt halbe Stunde einen vernünftigen Betrag erhalten. Wenn der Club die Preise für den Kunden so ansetzt, dass jener zum Besuch animiert wird, muss er halt die Differenz selber übernehmen. Irgendwann hat man sich dann im Markt wieder behauptet und gefestigt, dann kann man die Preisstruktur wieder anpassen. Dann sollten die Girls durch einen anständigen Verdienst, motiviert sein, einen guten Service zu bieten, und der Club sollte Geld verdienen, um das Personal vernünftig entlöhnen zu können, etwas zu Reinvestieren, und das unternehmerische Risiko mit etwas Gewinn zu belohnen. Die Kunden müssen sich dann daran gewöhnen, dass die Zeit der Billigfickerei vorbei ist, und alles wieder kostendeckend angeboten wird.
Die "Herumsitzmentalität" muss durchbrochen werden. Regeln müssen her
Gehen wir mal von einer Zahl von 25 - 30 Girls aus. Welches Girl sich wo, wie lange und mit wem aufhält ist egal. Aber - Girls ohne Kunden; nur 5 gleichzeitig beim Essen, nur 5 gleichzeitig beim Rauchen im Fumoir, nur 5 gleichzeitig in der Garderobe, nur 5 gleichzeitig im Wellnesbereich, nur 5 gleichzeitig auf der Terrasse, nur 5 gleichzeitig an der Bar sitzen... Girls mit Kunden können so viele wie wollen, wo immer sie wollen, sein. Schluss mit 10 - 15 Frauen, die gelangweilt in den Sofas herumlümmeln, halb schlafen, sich nicht bewegen wollen. Und wenn dann dieser eine Song ertönt - dann müssen sie aufstehen und Tanzen, oder sich wenigstens rhythmisch zur Musik bewegen. Der Sinn darin liegt nicht, dass dies eine "Erotikschow" sein soll, sondern, dass diese Lethargie nicht aufkommen kann. Quasi; mit Bewegung gegen Faulheit.
Das Drumherum muss auch stimmen
Barpersonal muss mitspielen. Regelmässige Runden im Club. Im Fumoir die Aschenbecher leeren, Tische abwischen, aufräumen. Das ist alles auch wichtig, aber vor allem ist es eine Gelegenheit. Bei diesen Runden und auch an der Bar wird der Kunde gefragt, ob alles in Ordnung sei. Er kann für sich oder für seine Begleiterin was zu Trinken bestellen und fühlt sich wahrgenommen und wertgeschätzt als Gast.
Zuerst müssen diese Grundlagen geschaffen werden. Neue Girls bedeutet auch mehr Konkurrenz für die bisherigen Girls.
- Mehr Konkurrenz untereinander durch höhere Anzahl und durch neue Girls
- Regeln, um die Girls in die Spur zu bringen. Sie müssen erfahren, das nur aktive Girls bestehen
- Langsam setzt die Erkenntnis, dass herumsitzen kein Geld gibt. - positive Eigendynamik!
Das ist die Ausgangslage. Jetzt zu deiner Frage:
Kunden haben sich über lange Zeit immer wieder mal beschwert, nur hat es lange niemanden wirklich interessiert. Jetzt wurden entsprechende Massnahmen getroffen und Regeln eingeführt. Die neuen Girls starten gleich so, die alten erhielten einen Weckruf, der durch die Hallen dröhnte. Einige haben es bereits gemerkt, und sind von sich aus aktiver geworden, bei denen war das "Anstupsen" erfolgreich. Die negative Eigendynamik wurde durchbrochen. Zuerst brauchte es interne Konkurrenz, Regeln und etwas Nachdruck. Dieser Druck weicht mit der Zeit der Erkenntnis und Eigenmotivation. Es braucht aber das Bewusstsein, dass dieser Druck jederzeit wieder aufgebaut werden kann, sonst hält der Schlendrian wieder Einzug, ehe man es sich versieht. Die Girls müssen erkennen, dass alle diese Regeln (deren Einhaltung der Club kontrolliert, was er sich auch gerne sparen würde) in ihrem ureigensten Interesse sind, und nicht existieren, um ihnen das Leben schwer zu machen, sondern, um ihnen den Verdienst zu ermöglichen, den sie ja gerne haben.
Da ich sehr viel Zeit im Fumoir verbringe, werde ich ausserhalb weniger oft angesprochen wie dort drin. Da ist natürlich die Kontaktaufmahme etwas leichter. "Darf ich bei dir eine Rauchen? Möchtest du etwas Gesellschaft beim Rauchen, das wird ja noch länger dauern bis du damit fertig bist? Was sind das für Zigarren? Was ist in dieser Box drin? Warum bist du alleine? warum bist du so lange hier drin, habe dich vorher schon hier gesehen?" So oder ähnlich habe ich es schon oft erlebt. Oder halt auch mal der Klassiker; "Hallo, wie geht es dir?" Manche wissen genau, dass es im Moment gerade noch nichts zu holen gibt, aber irgendwann werde ich ja mit der Zigarre fertig sein, und man (Frau) kann sich ja schon mal in Stellung bringen für später.. Nein, so auf die plumpe Art oder auf die billige erlebe ich es eigentlich nicht mehr. Natürlich ist die eine etwas direkter oder zielstrebiger, die andere macht mehr smalltalk. Eine investiert etwas mehr Zeit, die andere kommt halt schneller auf den Punkt, sowohl, was das Zimmer, wie auch das "Offerieren" eines Getränkes angeht. Sie soll ja auch nur eine gewisse Zeit ohne Getränk beim Gast verweilen.
Eine Gesellschaft kann nur funktionieren, wenn sie Regelbasiert ist. Das gilt erst recht in einem Gewinnorientierten Unternehmen. Alles andere ist Utopie. Die grosse Kunst ist es, die Menge und die Strenge der Regeln auf dem absolut nötigen Minimum zu halten.
Die richtigen Grundvoraussetzungen schaffen.
Zuckerbrot und etwas Peitsche - aber im angemessenen Mass und Verhältnis.
Das Zusammenspiel von Girls, Personal, Management muss funktionieren.
Vernünftigen Input und feedbacks von Kunden ernst nehmen und gegebenenfalls auch mal drauf Reagieren.
Das Zusammenspiel von all diesen Faktoren ist ausschlaggebend. Wenn das gut funktioniert, dann ist die erste von drei grossen Hürden genommen, die für einen langfristigen Erfolg ausschlaggebend sein können (nicht müssen). Und das sind nur die "menschlichen Voraussetzungen". Die "Hardware" ist dann noch ein ganz anderes Thema (Standort, Konkurrenz, Marktumfeld, Kosten, Behörden, etc. etc.).
Die Zweite sind dann Girls, die Geld verdienen wollen, aber auch wissen, dass sie dafür auch in dieser Branche ihren Beitrag dazu leisten müssen. Und ich rede hier nicht davon, dass sie einen einwandfreien Service bieten müssen. Es geht um einiges mehr. Wie sie sich gibt und präsentiert. Das Auftreten, das Ansprechverhalten, die ganze Ausstrahlung halt. Dann natürlich der Service als zentralen Punkt. Aber auch das Aftersales-verhalten, die "Nachbearbeitung" sind wichtige Punkte. Die 5 Minuten danach sind für viele Kunden ausschlaggebend, mit welchem Gefühl er an sie zurückdenkt. Selbst wenn der Service der absolute Hammer war - wenn sie mir danach sofort das Gefühl gibt, dass sie jetzt mit mir fertig ist, dann kann bei mir der Eindruck entstehen, dass ich halt doch auf irgend eine Weise etwas abgezogen worden bin - bleibt ein kleiner Nachgeschmack. Wenn sie danach aber noch kurz zu mir eine rauchen kommt, oder mir noch etwas zu Trinken bringt, dann macht das alles einen etwas anderen Eindruck auf mich. Sogar ein kurzes "sehen wir uns wieder" ins Ohr geflüstert kann manchmal darüber entscheiden, ob ich eine Frau wieder Besuche oder eher nicht.
Der Dritte ist aber der schwierigste Punkt. Das sind die Kunden. Sie sollten halt einfach wissen, wer und was sie sind - eben Kunden. Der Spruch "der Kunde ist König" sollte von beiden Seiten beherzigt und entsprechend ausgelegt werden. Der Club und die Girls sollten den Gast zwar so behandeln. Dieser aber, der sollte sich auch dementsprechend aufführen und verhalten. Ein "royales Verhalten" ist geprägt von einer ausgewogenen Mischung von Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl einerseits, und von Demut, Anstand, Respekt der Umgebung gegenüber, Dankbarkeit und Toleranz auf der anderen Seite. Und er muss bereit sein, für eine erhaltene, hohe Leistung, entsprechend auch ein paar Taler auszugeben. Früher hiess es immer - was nichts kostet ist auch nichts wert. Alles im Leben wird immer teurer. Warum sollte es hier sogar umgekehrt sein. Warum sollte sowohl der Club, wie auch die Girls, alles immer billiger anbieten, (aber wehe, wenn die angebotene Leistung schlechter wird!), wenn doch für sie im Leben ebenfalls alles immer teurer wird...?