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Todesfälle im Rotlichtgewerbe: Was ist ein Menschenleben in dieser Branche wert?
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Antworten
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Eine sehr facetten- und perspektivreiche Betrachtung, Nachtklinge

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Zwischen Tag und Nacht: Was bleibt vom Menschen, wenn die Triebe erwachen?
Am Tag glauben wir zu wissen, wer wir sind. Das Licht ordnet die Gedanken, die Vernunft zieht ihre Grenzen, und jeder trägt die Maske des zivilisierten Menschen. Wir sprechen von Respekt, Empathie, Anstand und Menschlichkeit. Worte, die im hellen Licht klar und selbstverständlich erscheinen.
Doch wenn die Nacht beginnt, verändern sich die Regeln.
Die Nacht gehört nicht allein der Dunkelheit. Sie gehört den Trieben, den Sehnsüchten, den Süchten, der Romantik und dem Ungezügelten. Sie lockert die Fesseln der Vernunft und weckt im Freier jenes Tier, das am Tag hinter Höflichkeit, Arbeit und gesellschaftlicher Ordnung verborgen bleibt.
Im Club trifft dieses Tier auf eine Welt, die ihm verspricht, für einige Stunden frei sein zu dürfen. Frei von Zurückweisung, frei von Einsamkeit, frei von der nüchternen Wirklichkeit. Körper werden zu Verheissungen, Blicke zu Einladungen und Berührungen zu einer Sprache, die tiefer reicht als jedes vernünftige Wort.
Doch gerade dort, wo die Nacht Nähe verspricht, zeigt sich oft eine kalte Wahrheit.
Der Freier sieht den Körper, die Hure sieht das Geld
Viele Gäste betreten den Club und sehen in der Frau keinen vollständigen Menschen mehr. Sie sehen einen Körper, eine Möglichkeit, eine Fantasie. Die Frau wird nach Alter, Aussehen, Brüsten, Figur und sexueller Leistung beurteilt. Der Mensch hinter dem Körper verschwindet im Schatten der eigenen Begierde.
Doch auch auf der anderen Seite ist der Blick nicht immer menschlicher.
Die meisten Frauen sehen im Gast keinen einsamen, verletzten, suchenden oder vielleicht einfach nur neugierigen Menschen. Sie sehen den Geldbeutel, die nächste Zimmerbuchung, das Getränk, das Geschenk und den möglichen Stammgast. Solange er bezahlt, wird gelächelt. Solange er Umsatz bringt, wird ihm Nähe geschenkt. Solange er an die Illusion glaubt, darf er sich für einen Moment besonders fühlen.
Kaum hat sich die Tür hinter ihm geschlossen, verändert sich manchmal die Sprache. Dann wird über sein Aussehen, seinen Körper, sein Alter, seine Gefühle oder seine Gutgläubigkeit gespottet. Ein Mann, der zuvor Wertschätzung gezeigt hat, wird hinter seinem Rücken auf seinen finanziellen Nutzen reduziert.
So begegnen sich zwei Menschen in der Nacht und sehen doch häufig nur das, was sie voneinander haben wollen. Der eine sieht den Körper. Die andere sieht das Geld.
Die Romantik der Nacht und ihre Lügen
Die Nacht besitzt eine eigene Romantik. Sie lässt einen Blick tiefer erscheinen, eine Berührung ehrlicher und ein Lächeln wärmer. Für einige Stunden kann der Freier glauben, dass die Frau nicht nur seine Nähe duldet, sondern ihn wirklich sieht.
Vielleicht braucht der Mensch diese Illusion. Vielleicht wäre die nackte Wahrheit zu kalt.
Doch die Romantik der Nacht kann auch grausam sein. Sie flüstert dem Gast zu, dass er mehr sei als ein Kunde. Sie lässt die Frau glauben, sie könne den Menschen vom Geld trennen, obwohl ihr Überleben möglicherweise genau davon abhängt. Beide spielen ihre Rollen, und manchmal vergessen beide, dass hinter der Rolle noch ein Mensch existiert.
Der Freier verlangt Ehrlichkeit, obwohl er selbst nur die schönste Illusion kaufen möchte. Die Frau verlangt Respekt, obwohl sie manchen Gast hinter seinem Rücken verspottet.
Beide Seiten beklagen die Kälte des anderen und übersehen dabei die eigene.
Wenn die Nacht ihre Maske verliert: Der Todesfall im Club
Ein Notfall oder ein Todesfall reisst die Kulisse für einen Moment auseinander. Plötzlich gibt es keine Verführung mehr, keine gebuchte Zeit und keine erotische Rolle. Es liegt nur noch ein Mensch da.
In diesem Moment entscheidet sich, ob die zuvor beschworene Menschlichkeit wirklich existiert oder nur ein Teil des Spiels war.
Wird sofort geholfen? Wird die Würde des Menschen geschützt? Wird respektvoll mit seinem Körper umgegangen? Oder werden Bilder und Videos gemacht, Gerüchte verbreitet und der Geschäftsbetrieb möglichst schnell fortgesetzt?
Wenn ein verstorbener Mensch zum Gegenstand von Nachrichten, Bildern und heimlichem Gerede wird, dann zeigt die Nacht ihr hässlichstes Gesicht. Dann ist das Tier nicht mehr nur der triebgesteuerte Freier. Dann lebt es in jedem, der die Würde eines wehrlosen Menschen vergisst.
Vielleicht ist das Tier in uns nicht grundsätzlich böse. Es begehrt, sucht, hungert und will berühren. Gefährlich wird es erst, wenn es den anderen Menschen nicht mehr erkennt.
Was bleibt, wenn kein Geld mehr fliesst?
Solange eine Frau jung, attraktiv und verfügbar ist, wird sie begehrt, umschwärmt und von manchen Gästen sogar zur Favoritin erhoben. Doch wenn dieselbe Frau vom Sensemann im Leichensack aus dem Club getragen wird und später auf dem Seziertisch der Gerichtsmedizin liegt, will plötzlich kaum noch jemand etwas mit ihr, ihrem Schicksal oder den Umständen ihres Todes zu tun haben.
Dann beginnt das große Verdrängen. Clubbetreiber schauen weg, schweigen, leugnen, vertuschen, verteilen Maulkörbe, beschimpfen und beschuldigen Gäste.
Gäste ziehen sich zurück, und alles, was unbequem werden könnte, soll möglichst schnell aus dem eigenen Blickfeld verschwinden.
Die Tote wird zur sprichwörtlichen Leiche im Keller. Sie steht für mögliche Schuld, Verantwortung, Versäumnisse und Fragen, auf die niemand eine ehrliche Antwort geben möchte.
Was vorher als Nähe, Freundschaft, Verbundenheit oder besondere Wertschätzung bezeichnet wurde, zerfällt in dem Moment, in dem der Körper nicht mehr begehrt werden kann, keine Illusion mehr verkauft wird und kein Umsatz mehr fliesst. Zurück bleiben freundliche Beileidsbekundungen, hinter denen sich Schweigen, Distanz und der Wunsch verbergen, mit allem möglichst nichts mehr zu tun zu haben.
Die Verstorbene wird sang- und klanglos aus dem Club, aus den Website-Profilen und oft auch aus der gemeinsamen Erinnerung entfernt. Kein Nachruf. Niemand sollte mehr über sie reden. Der Platz wird neu besetzt, das Geschäft soll störfrei weiter gehen, und das Gewissen wird mit einigen wohlklingenden Worten beruhigt. Doch gerade dort, wo alle wegschauen, beginnt die eigentliche Frage nach Menschlichkeit, Schuld und Verantwortung.
Auch der Gast wird freundlich empfangen, solange er bezahlt, Geschenke bringt und Zimmer bucht. Doch was bleibt, wenn er kein Geld mehr ausgibt, nicht mehr erscheint oder selbst im Club stirbt?
Bleibt dann noch Interesse am Menschen?
Oder war die vermeintliche Wertschätzung nur ein Handel, den beide Seiten nicht offen aussprechen wollten?
Der Tod stellt diese Frage ohne Rücksicht. Ein Verstorbener kann nichts mehr bezahlen, nichts mehr leisten und keine Rolle mehr erfüllen. Er kann nicht mehr für sich sprechen und nicht mehr verlangen, dass man seine Würde achtet.
Gerade dann zeigt sich, ob ein Mensch zuvor wirklich als Mensch gesehen wurde.
Der Tag urteilt über das, was die Nacht getan hat
Am Morgen kehrt die Vernunft zurück. Die Lichter gehen an, die Musik verstummt, und das Tier zieht sich wieder hinter die Fassade des Alltags zurück. Der Freier wird erneut zum Angestellten, Ehemann, Vater oder Nachbarn. Die Frau wird wieder zur Tochter, Mutter, Freundin oder Reisenden.
Doch was in der Nacht geschehen ist, verschwindet nicht nur deshalb, weil der Tag beginnt.
Der Tag fragt nach Verantwortung. Er fragt, wie wir gehandelt haben, als niemand genau hinsah. Er fragt, ob wir den anderen als Menschen erkannt oder nur benutzt haben. Er fragt, ob unsere viel beschworene Empathie auch dann Bestand hatte, als sie unbequem wurde.
Vielleicht ist das Rotlichtgewerbe nicht unmenschlicher als die übrige Welt. Vielleicht nimmt es uns nur die Möglichkeit, unsere Widersprüche zu verstecken. Im Club stehen Lust, Geld, Einsamkeit, Sehnsucht und Macht so dicht nebeneinander, dass die Wahrheit schneller sichtbar wird.
Der Tag steht für Vernunft und Ordnung. Die Nacht steht für Trieb, Sehnsucht und Entgrenzung. Doch weder das Licht noch die Dunkelheit entscheiden darüber, ob wir menschlich handeln.
Das entscheiden wir selbst.
666: Wenn der Faktor Geld den Menschen unter das Tier bringt
Was glaubt ihr? Zeigt die Nacht unser wahres Wesen oder bringt sie nur das hervor, was der Tag mühsam unterdrückt? Und wenn Gäste und Frauen einander letztlich nur als Körper oder Geldquelle betrachten, ist dann überhaupt noch echte Menschlichkeit möglich? Vielleicht liegt die Antwort im entscheidenden Unterschied zwischen natürlicher Begierde und käuflicher Nähe: im Geld. Erst der Faktor Geld verändert das Spiel, macht aus Begegnung ein Geschäft und entkoppelt Trieb, Nähe und Sexualität von der Menschlichkeit. Das Geld ist der satanische Faktor dieser Welt der Nacht. Es verwandelt den Menschen in Ware, den Körper in Leistung und die Sehnsucht in Umsatz. Wer sich in der Nacht unreflektiert von Trieb und Geld führen lässt, erhebt sich deshalb nicht über das Tier. Er sinkt unter das Tier, denn das Tier begehrt, ohne den anderen in eine Ware zu verwandeln. Nur der Mensch vermag es, Lust zu berechnen, Nähe zu kaufen und den Wert seines Gegenübers in Geld auszudrücken.
Vielleicht ist genau dies die Bedeutung von 666: der Mensch, der seine geistige Freiheit preisgibt, sich dem kalten Gesetz des Geldes unterwirft und dadurch nicht zum Tier wird, sondern unter das Tier abfällt.
Die Nachtklinge
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Menschlichkeit, Empathie und Respekt im Rotlichtgewerbe
Nach meinen bisherigen Eindrücken habe ich grosse Zweifel an der Menschlichkeit in diesem Gewerbe. Ich finde es sehr merkwürdig, was mit vielen Menschen passiert, die in dieser Branche unterwegs sind.
Im Forum wird häufig von Menschlichkeit, Empathie und Respekt gesprochen. Doch sobald eine Situation genau diese Eigenschaften verlangt und man sie tatsächlich unter Beweis stellen müsste, zeigt sich oft sehr deutlich das Gegenteil. Solche Beispiele führen einem das immer wieder vor Augen, was ein Menschenleben wirklich wert ist:
Von den Girls im Club Palace wurden wohl Fotos und Videos von dem toten Gast gemacht und leider auch per WhatsApp in alle Richtungen viral geteilt, auf denen man den Körper und das Gesicht der Leiche deutlich erkennen konnte.
Am Abend des Vorfalls ist der Clubbetrieb anschliessend, also nach dem Verlassen der Polizei und der Rettungskräfte, weitergegangen, als ob nichts passiert wäre. -
Wie sehr berührt uns der Tod eines Menschen in der Erotikbranche?
Was für mich ein Menschenleben wert ist beziehungsweise wie sehr mich ein Todesfall berührt, hängt sehr davon ab, wie nahe ich einem Menschen gestanden bin. Für mich besteht dabei absolut kein Unterschied, ob es sich um eine Person innerhalb oder ausserhalb der Erotikbranche handelt.
Da wir uns hier in einem Erotikforum befinden, möchte ich diesen Punkt etwas genauer beleuchten.
Frauen im Rotlichtgewerbe zwischen Wertschätzung und Ware
Ich höre und erfahre immer wieder, dass Dienstleisterinnen von vielen Freiern als Ware betrachtet und teilweise entsprechend respektlos behandelt werden. Für diese Klientel wird der Tod oder das Verschwinden einer Frau aus dem Gewerbe vermutlich nicht viel bedeuten.
Ich denke, dass es auch Club- und Studiobetreiber gibt, für welche die Damen vor allem einen finanziellen Wert haben. Sicher gibt es aber ebenso Betreiber und Mitarbeiter, die der Verlust einer Frau auch aus menschlicher Sicht sehr belasten würde.
Was der Verlust einer Favoritin bedeuten würde
Wenn ich mir überlege, was es für mich bedeuten würde, wenn meine Favo plötzlich nicht mehr da wäre, verdränge ich diese Gedanken lieber. Allein das zeigt mir, dass ich sehr grosse Mühe damit hätte.
Sie hat für mich denselben Stellenwert wie alle Menschen, die mir ausserhalb dieser Branche näherstehen.
Wenn ich dagegen wie beim kürzlichen Todesfall einen Bericht über eine Frau lese, zu der ich keinen persönlichen Bezug hatte, berührt mich die Nachricht weniger stark. Natürlich bleibt es für alle Betroffenen, besonders für ihre Arbeitskolleginnen, Angehörigen und nahestehenden Personen, eine schreckliche und belastende Zeit.
Der Wert eines Menschenlebens ist persönlich
So vielfältig wir Menschen sind, so unterschiedlich wird auch die Antwort darauf ausfallen, welchen Wert ein Menschenleben für jeden Einzelnen besitzt.
„Aus dem Leben bist Du uns genommen,
aber nicht aus unseren Herzen.“ -
Vom Staubkorn zum unersetzbaren Menschen
Die Vorgänger haben es bereits gut beschrieben. Universell betrachtet sind wir Menschen nur ein Staubkorn, nicht besonders wichtig und grundsätzlich ersetzbar.
Je näher man jedoch mit der Lupe herangeht, desto stärker verändert sich die Perspektive, bis am Ende der einzelne Mensch im Mittelpunkt steht.
Die einen fühlen sich in ihrem Leben sehr wertvoll, andere dagegen kaum. Das kann sowohl im Beruf als auch im Privatleben so sein. Auch im Rotlichtgewerbe hängt der wahrgenommene Wert eines Menschen stark davon ab, aus welcher Entfernung und aus welcher persönlichen Beziehung heraus man ihn betrachtet.
Eines scheint mir jedoch sicher: Das Leben geht weiter, mit oder ohne einen einzelnen Menschen.
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Zwei Perspektiven auf den Wert eines Menschenlebens
Man kann die Frage, was ein Menschenleben wert ist und ob ein Mensch ersetzbar ist, aus zwei sehr unterschiedlichen Perspektiven betrachten.
Die materialistische Perspektive: Jeder Mensch ist austauschbar
Aus der materialistischen Perspektive ist alles klar: Jeder Mensch ist austauschbar.
Die Funktion, die du in deinem Job ausübst, kann auch ein anderer übernehmen. Ähnlich austauschbar erscheinen die Girls in einem Club. Fällt eine Frau weg, findet sich die nächste, die ebenfalls einen geilen Job macht.
Aus rein wirtschaftlicher Sicht bleibt der Betrieb bestehen. Eine Stelle wird neu besetzt, eine Funktion wird weitergeführt und der Alltag geht weiter.
Die spirituelle Perspektive: Kein Mensch ist ersetzbar
Wählt man eine spirituelle Perspektive, stimmt nichts davon. Kein Mensch ist ersetzbar.
In dem sozialen Kontext, in dem ein Mensch steht, kommt es immer auf den Einzelnen an. Fällt dieser Mensch weg, fehlt er für immer.
Konkret: Kollegen, die gegangen sind oder entlassen wurden, hinterliessen immer eine Frage, die mit dem gemeinsamen sozialen Kontext verbunden war. Gingen sie weg oder starben sie an Krebs oder einem Infarkt, tauchten diese Fragen immer wieder auf. Man wurde sie nicht einfach los. Diese Menschen waren nicht ersetzbar.
Warum auch Frauen im Club nicht austauschbar sind
Im Club geht es mir ähnlich. Ich neige dazu, eine persönliche Beziehung zu einer Frau herzustellen. Wenn eine Frau plötzlich nicht mehr auftauchte oder etwas mit ihr passierte, war das für mich immer ein Einschnitt.
Diese Frau war in diesem persönlichen Zusammenhang unersetzbar. Ich bin nicht der Kunde, der einfach alles fickt, was gerade verfügbar ist.
Gerade bei Todesfällen im Rotlichtgewerbe zeigt sich deshalb der Unterschied zwischen einer rein wirtschaftlichen und einer persönlichen Betrachtung besonders deutlich. Für den Clubbetrieb kann eine Frau ersetzt werden. Für Menschen, die sie kannten, mit ihr gearbeitet, gesprochen oder Zeit verbracht haben, bleibt sie jedoch einzigartig.
Jeder Mensch ist in seinem sozialen Umfeld unersetzbar
Spirituell gesehen bist du für deinen sozialen Kontext unersetzbar.
Das gilt eigentlich für jedes Lebewesen. Eine andere Perspektive stimmt für mich nicht, was jeder leicht überprüfen kann. Niemand aus meinem Freundeskreis, meiner Verwandtschaft oder unter meinen Kollegen ist auf seine eigene Art und Weise ersetzbar.
Andere Menschen, andere Fragen!
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Wie viel Menschlichkeit bleibt im Rotlichtgewerbe?
Sehr schwer zu beantworten...
Vor allem im Erotikbereich.
Wie ticken die Clubbesitzer? Wie behandeln sie die Mädels, während der Club geöffnet ist, und wie werden sie nach den Öffnungszeiten behandelt?
Ich erfahre ziemlich viel von den Mädels. In meinen Stammclubs habe ich bis jetzt noch nichts Negatives über den Chef oder die Vorgesetzten gehört.
Wie behandeln die Gäste die Frauen im Club?
Aber wie werden die Mädels von den Gästen behandelt?
Nur als Nutzobjekt nach dem Motto: Ich bezahle Eintritt und eine halbe Stunde, also komm mit und mach, was ich sage?
Was macht das mit der Psyche und dem Kopf der Frauen, die immer lächeln müssen? Die jeden Gast ansprechen sollen, egal ob dick, dünn, rasiert, gepflegt, gut riechend oder nach Schweiss duftend. Egal ob Mundgeruch, ungepflegte Zähne oder sonst etwas. Immer in der Hoffnung auf ein Getränk oder eine Zimmerbuchung.
Vielleicht bekommen sie zu hören: Du bist zu dick. Deine Oberweite hängt. Du hast zu grosse Ohren. Dein Hintern gefällt mir nicht.
All das müssen manche Frauen jeden Tag zehn bis dreizehn Stunden lang anhören und aushalten.
Was passiert nach dem Dienstschluss?
Und dann sind sie vielleicht nach Dienstschluss allein im Zimmer, ohne Kollegin.
Der Stress lässt nach und der Kopf fängt an zu denken:
Was mache ich hier eigentlich?
Was hat der heute alles gesagt?
Was waren das heute wieder für Männer?
Vielleicht sitzt sie dann da und weint stundenlang in sich hinein, in der Hoffnung, dass es niemand hört.
Gefühle, Hoffnung und Enttäuschung
Vielleicht hat sie von einem Mann eine Telefonnummer. Es wird geschrieben. Mit oder ohne Hintergedanken des Mannes?
Meint er es ehrlich?
Vielleicht beginnt eine kleine Verliebtheit.
Und dann wird sie fallengelassen, weil die Realität wieder da ist. Vielleicht hört sie erneut den Satz: Welcher Mann will mit so einer Frau zusammen sein?
Gibt es in dieser Welt echte Freundschaften oder sogar mehr?
Frauen im Club sind keine Gebrauchsgegenstände
Seid nett und höflich zu den Mädels. Sie sind keine Gebrauchsgegenstände ohne Gefühle, die man nach 30 Minuten in die Ecke stellt und dann ist alles vorbei.
Die Rotlichtwelt ist eine Welt mit sehr harten und wechselnden Seiten.
Setzt euch hin und beobachtet den Cluballtag
Setzt euch einmal in einen Club an die Bar, nehmt ein Getränk und beobachtet das Ganze für etwa eineinhalb Stunden.
Was kommen für Leute rein? Wie verhalten sich die Mädels? Wie reagieren sie vor dem Zimmer und wie kommen sie wieder zurück?
Schaut ihnen danach einmal ins Gesicht oder darauf, wie sie sich bewegen. Der Unterschied ist manchmal wie Tag und Nacht.
War es jetzt nur wieder ein Kunde mehr an diesem Tag und jetzt heisst es Kopf hoch und weiter?
Nehmt euch dafür einmal die Zeit.
Grüsse Falkenauge 🦅 🦅 🦅 🦅
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Der Wert eines Menschenlebens zwischen Erinnerung und Austauschbarkeit
Das ist tatsächlich eine Frage, die mir in den vergangenen Tagen ebenfalls immer wieder durch den Kopf gegangen ist.
Ein Menschenleben nach seinem Wert zu bestimmen, ist unglaublich komplex und hängt von sehr vielen unterschiedlichen Faktoren ab.
Für jeden Menschen selbst und für die Personen, die ihm nahestehen, sollte dieses Leben einzigartig, unvergleichlich und unersetzbar sein.
Betrachtet man ein Menschenleben jedoch nur auf der wirtschaftlichen Ebene, wirkt es plötzlich austauschbar, ersetzbar und schnell vergessen.
Das gilt nicht nur für das Rotlichtgewerbe und die Clubs. Es gilt genauso für das McDonald’s an der Ecke, die Werkstatt gegenüber oder jeden anderen Betrieb.
Wer spricht heute noch über Mitarbeiter, die vor einigen Jahren verstorben sind oder einen Betrieb verlassen haben?
Meist bleiben nur die ganz grossen Namen noch eine gewisse Zeit im Gedächtnis, bis auch sie irgendwann nur noch ein verblassender Schein der Erinnerung sind.
Wir existieren im Hier und Jetzt. Meiner Meinung nach leben wir vieles so weiter, wie wir es durch die Gesellschaft gelernt, übernommen oder irgendwann einfach hingenommen haben.
Gerade bei Todesfällen im Rotlichtgewerbe wird deutlich, wie schnell ein Mensch zwischen Alltag, Geschäft und neuen Ereignissen aus dem Blick geraten kann.
Leider ist der Tod ein mieses Geschäft, denn am Ende bezahlt man ihn mit dem eigenen Leben.
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Und warum Schweizer Behörden gegenüber den Medien manche Todesfälle in dieser Branche vertuschen?
Und was ist mit der Rolle der Foren und der Presse?
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Ausgangspunkt für dieses Thema ist der Todesfall einer jungen Frau im Club Westside Frauenfeld vor rund zwei Wochen. Dieser Todesfall hat mich persönlich beschäftigt. Noch mehr beschäftigt hat mich, wie unterschiedlich der Club, die Gäste und das weitere Umfeld mit diesem Ereignis umgegangen sind. Und warum Schweizer Behörden gegenüber den Medien manche Todesfälle in dieser Branche vertuschen?
Ein Todesfall in einem Saunaclub ist nicht einfach nur ein betrieblicher Zwischenfall, eine unangenehme Nachricht oder eine Randnotiz aus dem Rotlichtmilieu. Es ist ein Mensch gestorben. Eine Frau mit einem eigenen Leben, einer persönlichen Geschichte, Angehörigen, Freunden, Hoffnungen, Problemen und vielleicht auch einem Kind.
Der Umgang mit solchen Todesfällen im Rotlichtgewerbe hat mich deshalb sehr nachdenklich gemacht. Aus diesem Grund möchte ich eine Frage in den Raum stellen, die mich seitdem nicht mehr loslässt:
Was ist ein Menschenleben im Rotlichtgewerbe eigentlich wert?
Diese Frage ist emotional. Sie ist unbequem und lässt sich nicht mit einem einfachen Satz beantworten. Durch mehrere Todesfälle in der Schweizer Clubszene ist sie leider auch sehr aktuell.
Ich möchte deshalb zunächst keine feste Richtung vorgeben und auch niemandem vorschreiben, zu welchem Ergebnis er kommen soll. Die Frage soll offen bleiben und Raum geben für persönliche Gedanken, Erfahrungen und ehrliche Einordnungen.
Es geht nicht nur darum, warum ein Mensch gestorben ist. Es geht auch darum, wie wir auf diesen Tod reagieren. Wird ein solcher Todesfall ernst genommen? Gibt es aufrichtige Anteilnahme? Wird geschwiegen, relativiert oder möglichst schnell zum normalen Clubbetrieb zurückgekehrt? Und wie lange bleibt eine verstorbene Frau überhaupt als Mensch im Gedächtnis, bevor wieder über Girls, Partys, Besuche und Zimmer berichtet wird?
Einige unbequeme Fragen zur Clubszene
- Wie viel ist das Leben eines Menschen in dieser Branche wert?
- Wie reagieren wir auf den Verlust eines Menschen in einem Saunaclub, Bordell oder Erotikclub?
- Wie gross ist die tatsächliche Wertschätzung gegenüber den Frauen und Mitarbeitern im Rotlichtgewerbe?
- Was ist aufrichtige Anteilnahme und was ist nur Kalkül oder Aussendarstellung?
- Wo beginnen Respekt, Pietät und Menschlichkeit, und wo zeigen sich Gleichgültigkeit und Egoismus?
- Warum wird über manche Todesfälle in Clubs öffentlich berichtet und über andere nicht?
- Wie gehen Clubbetreiber, Gäste, Prostituierte, Mitarbeiter, Behörden und Medien mit solchen Ereignissen um?
- Welche Verantwortung trägt ein Club, wenn eine Frau während ihrer Tätigkeit oder in den Clubräumen verstirbt?
- Wird eine Frau nach ihrem Tod weiterhin als Mensch wahrgenommen oder nur noch als Teil eines unangenehmen Vorfalls?
Diese Fragen betreffen alle Seiten der Branche: Clubbetreiber, Geschäftsführer, Mitarbeiter, Prostituierte, Kunden, Gäste, Forumsschreiber, Behörden, Medien und die Öffentlichkeit.
Sie betreffen aber ebenso den Umgang miteinander. Wie sprechen Gäste über eine verstorbene Frau? Wie reagieren ihre Kolleginnen? Wie kommuniziert ein Club? Wie gehen Menschen mit Gerüchten, Insider-Informationen und persönlichen Details um? Und wie viel Respekt bleibt, wenn der betroffene Mensch selbst nicht mehr sprechen und sich nicht mehr verteidigen kann?
Zwischen Anteilnahme, Schweigen und Geschäftsinteressen
Das Rotlichtgewerbe ist eine Branche, in der Nähe, Körper, Aufmerksamkeit und Gefühle täglich gegen Geld angeboten werden. Gerade deshalb stellt sich die Frage, wie viel echte Menschlichkeit hinter den geschäftlichen Abläufen bestehen bleibt.
Solange eine Frau arbeitet, lächelt, Gäste unterhält und Umsatz macht, erhält sie Aufmerksamkeit. Doch was passiert, wenn sie krank wird, psychisch oder körperlich zusammenbricht oder sogar stirbt? Bleiben dann Anteilnahme und Verantwortung oder soll möglichst schnell wieder Ruhe einkehren, damit der Betrieb weiterlaufen kann?
Auch die Gäste müssen sich diese Frage gefallen lassen. Wer regelmässig über Frauen, Clubs und sexuelle Erlebnisse schreibt, sollte bei einem Todesfall nicht vergessen, dass hinter jedem Profil, jedem Künstlernamen und jedem Erfahrungsbericht ein wirklicher Mensch steht.
Es geht nicht darum, die gesamte Clubszene pauschal zu verurteilen. Es geht darum, ehrlich hinzuschauen und sich zu fragen, wie wir selbst mit solchen Ereignissen umgehen.
Redaktioneller Anhang:
Einordnung des Diskussionsthreads
Dieser Thread dient der Diskussion und dem persönlichen Erfahrungsaustausch über Todesfälle im Rotlichtgewerbe und über die Frage, welchen Wert ein Menschenleben in dieser Branche tatsächlich besitzt.
Im Mittelpunkt stehen der Umgang mit verstorbenen Frauen und anderen Menschen aus der Clubszene, die Verantwortung der beteiligten Personen und Betriebe sowie die Reaktionen von Gästen, Mitarbeitern, Prostituierten, Clubbetreibern, Behörden, Medien und Öffentlichkeit.
Erwünscht ist ein respektvoller, sachlicher und zugleich ehrlicher Austausch. Unterschiedliche Meinungen sind ausdrücklich erlaubt. Persönliche Erfahrungen, Beobachtungen und kritische Fragen gehören zu diesem Thema dazu.
In diesem Thread sind ausführliche Beiträge erwüncht, die sich mit dieser Thematik ernsthaft auseinanderstetzen. Keine Einzeiler oder Kommentare!
Die Würde verstorbener Menschen und der Schutz ihrer Angehörigen müssen dabei immer berücksichtigt werden. Unbelegte Anschuldigungen, menschenverachtende Aussagen und die Veröffentlichung unnötiger privater Details sind nicht erwünscht.
Dokumentierte Todesfälle in Saunaclubs, Clubs und im Rotlichtgewerbe
Todesfälle in Schweizer Saunaclubs, Erotikclubs, Bordellen und im Rotlichtgewerbe werden im 6profi Forum in separaten Threads dokumentiert. Die verlinkten Themen bündeln konkrete Beobachtungen, Presseberichte, behördliche Informationen, Ermittlungsstände sowie sachliche Diskussionen und Einordnungen aus dem Umfeld der jeweiligen Clubs und Betriebe.
Dieser Bereich wird laufend ergänzt und bildet einen thematischen Überblick zu Todesfällen in Schweizer Clubs, Saunaclubs und im Rotlichtmilieu. Die einzelnen Threads dokumentieren die konkreten Ereignisse. Dieses Diskussionsthema beschäftigt sich übergeordnet mit Menschlichkeit, Verantwortung, Anteilnahme und dem Wert eines Menschenlebens in dieser Branche.
👉 Todesfall Westside Frauenfeld: Polizeieinsatz im Saunaclub Ostschweiz
👉 Todesfall im Club Zeus Küssnacht: Trauer und laufende Ermittlungen
👉 Mysteriöser Todesfall im Club Palace: Gast stirbt in der Sauna
Aktualisierung des Threads
Letzte Aktualisierung:
Stand: 15. Juli 2026
























